Leiden, Scheveningen, Den Haag

Wir fahren nach Wassenaar. Obwohl es mitten durch das Ballungsgebiet geht, haben es eine angenehme Fahrt. Auf dem voll belegten Campingplatz Duinhorst bekommen wir mit Glück einen Platz. Zwar hatten wir reserviert, sind aber einen Tag zu früh. Hier merkt man doch, daß wir in der Hauptsaison unterwegs sind.

Es ist noch früh, wir nehmen uns eine Radtour vor. Zunächst geht es durch das Villenviertel von Wassenaar mit einem kurzen Abstecher zum Freizeitpark Duinrell, dann auf einem toller Radweg durch ein Gebiet mit Pferdezucht zum Valkenburger Meer und weiter in die Universitätsstadt Leiden (Knotenpunkte 34-46-47-48-49-79-53-02-86).

Wir bummeln durch Leiden. Es sind viele Urlauber unterwegs, die Straßenkaffees sind gut gefüllt. Bei VIP auf dem Schwimmdock gibt es Pizza, lecker und preiswert. Das Schwimmdock erweist sich als tückisch: einer Frau rutscht die Tüte mit Einkäufen ins Wasser, beim Rettungsversuch schmeisst der Kellner fast einen Stuhl hinterher: gute Unterhaltung in Leiden.

Die Weiterfahrt ans Meer ist durch Baustellen und Umleitungen kompliziert und nicht angenehm. Schließlich erreichen wir Katwijk an Zee. Von hier aus geht es durch die Dünen nach Süden. Der Dünencamping von Katwijk ist vom Radweg aus einsehbar: enorm voll, dicht belegt und keinerlei Sichtschutz. 

Auf dem schönen Dünenradweg geht es in Richtung Duindell. Es herrscht mächtig viel Betreib, vor allem Radsportler mit Rennrädern bevölkern die Strecke. Das letzte Stück von Duo kennen wir bereits. Als wir am Campingplatz ankommen haben wir 45 km auf dem Tacho.

Beelden aan Zee

Mit dem Rad fahren wir nach Scheveningen. Zur Hochsaison ist es im Bereich des Piers noch häßlicher als sonst. Alles ist zugestellt und voll. Von der Promenade aus ist das Meer nicht zu sehen.

Das Museum ‚Beelden aan Zee‘ (=Skulpturen am Meer) ist fast nicht zu sehen. Einzig die witzigen Figuren (‚Sprookjes‘) auf der Promenade weisen auf das Kunstmuseum hin, welches komplett in den Dünen versteckt ist. Wenn man im Museum ist, wundert man sich dann wie geräumig es ist. Wir kaufen Museumskaarts, die uns für ein Jahr kostenlosen Eintritt in viele niederländische Museen ermöglichen werden.

Neben der interessanten Architektur gefallen uns vor allem die Skulpturen der ständigen Ausstellung. Dazu  gibt es Ausstellungen eines chinesischen und eines italienischen Künstlers. Für die Picasso-Ausstellung, von der wir gehört hatten, kommen wir leider zu spät.

Wir fahren auf der Promenade weiter nach Süden bis in den Bereich des Hafens. Im Surfclub nehmen wir einem Imbiss und beobachten das Strandleben. Anschließend kaufen wir Fisch bei Simons, fahren nach Den Haag zu unserer Tochter und kochen zusammen ein leckeres Abendessen.

Geburtstag im Gemeentemuseum

Am nächsten Tag hat Linda Geburtstag. Wir treffen uns im Gemeentemuseum und huldigen Piet Mondrian, der in diesem Jahr das Thema in Den Haag ist. Vor 100 Jahren wurde die Kunstrichtung „De Stijl“ begründet, wobei Mondrian maßgeblichen Anteil hatte. Als spezielles Thema wurde das Thema ‚Mode‘ behandelt: das Museum zeigte den Einfluss Mondirans auf Modekollektionen.Neben den Exponaten ist das aber auch das Museum selbst ein Hingucker.

Zum Geburtstagsessen gingen wir ins Restaurant Nomad. Ein brasilianisch-österreichischen Paar bereitet ausgesprochen leckeres Fleisch aus Südbrasilien zu, zum Nachtisch gab es Kaiserschmarren.