German Classics

Freunde und Eigner alter Segelyachten treffen sich jährlich in Laboe. ‚German Classics‘ heißt die Veranstaltung, ‚Deutsche Klassiker‘ wollte man das Treffen wohl nicht nennen, aus Sorge unkundige Landratten würden Schiller und Goethe erwarten, statt Mahagoni und Segeltuch.

Für den Freitag waren Kurzwettfahrten und kräftiger Nachmittagsregen angekündigt, also entschieden wir früh nach Laboe zu fahren, in der Hoffnung die Schönheiten nach der Kurzwettfahrt und vor dem Regen im Hafen bewundern zu können.

Daraus wurde nichts, denn die Wettfahrten waren zwar kurz, aber es waren derer viele und die Yachten tummelten sich bis zum späten Nachmittag weit entfernt am der gegenüberliegenden Ufer in der Strander Bucht. Der Regen fiel auch aus. So blieb uns ein Essen in der Fischküche und ein schöner Strandspaziergang mit Fernblick auf das Regattageschehen.

Für den Samstag stand eine Langstreckenregatta zum Stollergrund auf dem Programm. Der Start sollte in der Strander Bucht erfolgen. Dieses Mal fällten wir die richtigen Entscheidungen: eine Stunde vor dem Start standen wir in Schilksee auf der Steilküste und beobachteten, wie die Boote aus Laboe herüberkamen. Bei kräftigem, ablandigen Wind aus Südwest verlief die Startkreuz direkt auf uns zu. In Ufernähe war das Wasser spiegelglatt, die Leetonne wurde in respektvollem Abstand zur Steilküste gelegt, um die Segler nicht in die Flaute zu zwingen. Dadurch kamen die Yachten uns zwar nicht so nah, wie wir es uns gewünscht hätten, aber dennoch konnten wir das Geschehen sehr gut beobachten.