13.01.10
Räumpatroullie

Seit Anfang des Jahres haben wir Winter, reichlich Schnee. Fahrrad fahren macht keinen Spaß, also bewältige ich meinen 3 km langen Arbeitsweg seit ca. zwei Wochen zu Fuß – mal was anderes. Ich sehe Dinge, die mir sonst entgehen. So fand ich zum Beispiel auch die Muße, die Haltung meiner Mitbürger zum Thema ‘Schnee räumen’ zu studieren. → weiterlesen

11.02.10
Hurra Winter!

Der Winter hat uns im Griff. Autos versagen, Menschen entschleunigen oder ärgern sich (über Streudienste, Nachbarn, Eis auf der Straße, vereiste Parkplätze). Komisch: fast alle Winterprobleme haben mit Autos zu tun. Schon doof wenn das Brötchenholen mit dem Auto zum Abenteuer wird.

Ich geh – wie gesagt – zu Fuß und erfreue mich – offen gesagt – an der Auseinandersetzung des mobilen Menschen mit der Natur. Doch auch für den nicht-motorisierten Passanten lauern Gefahren und so fällt mir jahreszeitgemäß der alte Zappa-Song ein:

Well I turned around and I said ho, ho
And the northern lights commenced to glow
And she said, with a tear in her eye
Watch out where the huskies go, and don’t you eat that yellow snow

Also Leutz: achtet auf den gelben Schnee! Wer lieber hört und guckt: guckt bei YouTube:

12.02.10
Die Ausnahme wird zur Normalität

Seit sieben Wochen hat uns der Winter im Griff. Die Nebenstraßen werden nicht mehr geräumt, Streugut wird knapp, Salz wird den Gemeinden zu Wucherpreisen angeboten. Die Wintersondersendung von N3 wird zur Daily Soap, Skilaufen vor der Haustür: die Ausnahme wird zur Normalität. Hier sind die Bilder…

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Damit uns das in ein paar Jahren noch jemand glaubt,  hier ein paar Bilder vom Jahrhundertwinter. Es sind Handy-Schnappschüsse vom mittlerweile ebenfalls täglichen (Fuß-)weg ins Büro:

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Schneewände in der Wilmersdorfer Straße …

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… Einfahrt zur Veloroute an der Au…

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… Schneesturm in der Saarbrückenstraße …

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… dichtes Schneetreiben am Theodor-Heuss-Ring …

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… der verschneite Südfriedhof …

DSC00170… mit gut geräumten Wegen.  Eine Alternative zum Weg an der Straße.

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25.02.10
Versprochen

Anstrengende Tage bei Olympia in Vancouver, auch Fernsehsprecher ‚gehen mal blau‘:

  • “Die Blumenzerimonie ist noch nicht in näherer Ferne”
    Yorck Polus (ZDF, 25.3.)
  • “Die Frostgrenze liegt ca. bei 0 Grad”
    Tarik El-Kabbani (ZDF, 25.3.)
  • “Es is immer ois wunderbar”
    Rosi Mittermaier (ZDF, 25.3.)
  • “Wir werden mal schauen ob sie ihn einholen und wenn ja, wann”,
    wenig später: 
    “Wichtig ist für ihn, wenn sie ihn einholen – und sie werden ihn einholen – dass er dranbleibt.
    Volker Grube (ZDF 25.3., Nordische Kombination)
  • Die einzige Chance, die er gehabt hätte, hat er jetzt nicht mehr.
    Volker Grube (ZDF 25.3., Nordische Kombination)

28.02.10
Die letzten Winterbilder…

Nun hat es massiv getaut. Hier noch die letzten Bilder aus dem winterlichen Kiel. Wer weiß, wann es das wieder geben wird.

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06.03.10
Von wegen: Letzte Winterbilder

Kaum war alles getaut gab es nochmal 10 cm Pulverschnee als Nachschlag und Sonne satt. Weil es so selten ist: hier noch ein paar Kieler Schneebilder.

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Heute im Supermarkt

500-600 Delfine… nagut ganz nett. Aber ICH habe heute im Supermarkt mehr als 100 Osterhasen gesehn!

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Ach ja Neuseeland war auch vertreten:

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Und auf wen die hier wohl warten?

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12.04.10
Skikes

Zum 58. Geburtstag wünschte und bekam ich Skikes.

Der ungewohnt schneereiche Winter brachte mit die Möglichkeit, häufig auf Langlaufski unterwegs zu sein und ich hoffe mit Skikes Ähnliches in der schneefreien Zeit tun zu können. Meine Joggingaktivitäten wurden ja durch Sprunggelenksprobleme gestoppt, nun hoffe ich mit Skikes wieder Ausdauersport machen zu können.

21.04.10
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest…

ändere die Definition, die sagt, was ein “totes Pferd” ist:

“…die Entscheidung den Luftraum zu öffnen, sei gefallen, nachdem in Absprache mit den Herstellern die "Toleranz" der Flugzeuge in der Aschewolke neu definiert worden sei. Die CAA habe nun eine "größere Zone eingerichtet, in der es gemäß der Vereinbarungen der EU-Verkehrsminister sicher ist, zu fliegen". Die britische Regierung war immer mehr unter Druck geraten, das Flugverbot aufzuheben…” [Dienstag, 20.4.2010, Verkehrsminister Andrew Adonis (GB)]

27.06.10
Wenn Fußballer reden…

„… die wichtigen Spiele sind immer etwas Besonderes“
(Nationalspieler Lukas Podolski bei der ARD nach dem 4:1 gegen England)

01.09.10
Levico – auf den Spuren der Avancinis

Dem Vater meiner Frau ihr Uropa kam aus Italien und hieß Avancini. Er stammte aus Levico im Trentinio. Was liegt also näher, als diesen Ort, der mittlerweile Levico Terme heißt, einmal aufzusuchen? Wir taten es, doch um bei der Wahrheit zu bleiben: wir kamen nicht ganz freiwillig nach Levico. Erklärter Startpunkt unserer Italienreise war Lazise am Gardasee, dort war es vor einem Jahr so schön, das wollten wir wiederholen… dann wollten wir wieder nach Verona und dort in den Giardino Guisti und  dann mal weiter sehen…

Die Anreise aus Kiel über Hofgeismar und Obststeig (Tirol, Hotel Stern) verlief außerordentlich flüssig und reibungslos, umso härter traf uns das Ende: Lazise empfing uns mit Menschenmassen, Autoschlangen und überfüllten Campingplätzen. Leider war um mittlerweile 19:OO Uhr der Tag auch schon weit fortgeschritten und die Suche nach Alternativen wurde durch Eintritt der Dunkelheit erschwert (Anfängerfehler!)

DSC00341Nach einigem Herumirren im Großraum Verona fanden wir bei tollem Sonnenuntergang zurück auf die Autobahn zum Brenner und rasten zurück gen Trento: dort hofften wir Campingplätze zu finden,  die uns aufnehmen würden.  So landeten wir dann im Dunklen in Valcanover am Lago Caldonazzo und einen Tag später in Levico Terme am Lago Levico. 

20100901_italien10_002Levico – noch ohne Terme – war der Geburtsort vom Uropa von meiner Frau. Avancini hieß er und baute in Thüringen Eisenbahnviadukte. Wenn er das nicht tat,  zeugte er 12 Kinder und sorgte damit letztendlich für italienisches Blut in den Adern meiner Frau und meiner Tochter – Migrationshintergründe überall!

Frei nach Goethe rufen wir aus: “Nun auch wir in Levico!” Kaum haben wir die Steigung zur Ortsmitte per Rad bewältigt, springt uns ein Straßenschild ins Auge: VIA AVANCINI!

 

Kurz danach ein Sportgeschäft: “Avancini Sport” .  20100901_italien10_006

Dann, nach einem Gang durch den Kurpark mit beindruckenden Baumriesen, das nächste Schild: VIA GUILIO AVANCINI… Es ist also wahr: wir sind bei den Wurzeln von meine Frau ihr sein Vater.

Gekrönt werden unsere Erkundungen durch die Entdeckung einer Gedenktafel am Haus Via Regina No.1: Gulio Avancini, berühmter Alpinist und Kämpfer sei hier geboren, ist dort in Stein gemeißelt. 20100902_italien10_019

Zur Einordnung: ähnliche Tafeln im Ort berichten von einer Übernachtung des Guiseppe Puccini oder von einer Durchreise des Napoleon Bonaparte auf dem Wege von Trento nach Bassaono del Grappa. Nun, von unserer Reise wird wohl keine Steintafel berichten, aber wir richten ja auch weniger Unheil an, als Napoleon.

Also berichten wir selber, z.B. vom Camping Lago Levico, auf dem wir uns in erster Reihe mit Seeblick von Tag zu Tag wohler fühlen.

02.09.10
Levico – Auf dem Campingplatz

Auf dem Campingplatz Lago di Levico in Levico Terme haben wir einen exklusiven Platz ergattert: nebenan nette Pinneberger, die uns mit der SZ versorgen, vor uns der See. Abends ist er still, morgens ruhig, nachmittags bevölkert mit sonnenhungrigen Urlaibern und planschenden Kindern.

Diese werfen nachmittags Kiesel in den See, am nächsten Tag füllen Männer vom Campingplatz den Kies wieder auf – nachmittags werfen Kinder wieder Kiesel in den See… Es ist vorhersehbar, dass der See eines Tages überläuft, sich in die Brenta ergießt und zum endgültigen Untergang Venedigs führt!

[Erdkunde: die Brenta pullert höchstens  30 cm breit knapp neben unserem Stellplatz aus dem Lago Levico, weitet sich zum respektablen Fluss, durchquert Padua und mündet schließlich bei Chioggia in die Lagune von Venedig. ]

Spannende Abendunterhaltung bot der Auftritt eines Anglers: Der Sportsfreund betrat forschen Schritts,  bewaffnet mit Freundin, Klappstuhl und einem gewaltigen Paket die Uferzone direkt vor unserem Platz. Zunächst platzierte er die Freundin auf dem Klappstuhl, dann warf er seine Angeln aus und fixierte sie in High-Tech Haltevorrichtungen mit elektronischen Bewegungsmeldern. Dann entnahm er einer Großpackung Köder und schoss Unmengen des Futters mit Hilfe einer Zwille dorthin, wo die zuvor platzierten Angelhaken auf die Beute lauerten. Schließlich montierte der Sportsfreund einen ca. 10 Quadratmeter großen Kescher der tauglich währe, einen Walfisch zu bergen und nahm schließlich Platz neben der Freundin, die das rege Treiben ihres Partners mit der Gelassenheit beobachtete, die man gemeinhin dem Angler selbst zuschreibt.

Leider endet die Geschichte hier, denn es tat sich nichts mehr. Zwar piepte die Anbeißelektronik hin und wieder, doch offenbar waren es Fehlalarme.  Wir gingen zu Bett schliefen ein und verpassten so das Ende.  Doch vermute ich, der Angler blieb ohne Erfolg. Weder wurden wir durch Kampflärm  Mensch-Fisch geweckt , noch fanden wir am nächsten Morgen Walskelette am Seeufer. Den Angler hingegen sahen wir in den nächsten Tagen mehrfach: immer mit Freundin, selten mit Klappstuhl, nie mehr mit Angel oder Zwille.

04.09.10
Levico – Radfahren

 DSC00348-1 Eine Entdeckung war für uns La ciclabile della Valsugana: ein 80 km langer Radweg vom Caldonazzosee bis nach Bassano del Grappa. Eben, asphaltiert und meistens als separate Trasse angelegt. Dazu Rastplätze, Imbisstationen (Bici-Grill) und Bed&Breakfast. Mit so etwas rechnet man nicht unbedingt in den Bergen. Genutzt wird die Piste von jedermann: Rennräder, Mountainbikes, Familien, Rentner. Leider verboten für Skater (und damit wohl auch für Skikes).

Die sportliche Variante heißt Monterovere (Kaiserjägerweg), DSC00342-1eine im ersten Weltkrieg angelegte Straße, die in 10 km von Caldonazzo (440m) auf 1255m führt, wo man auf die Straße 349 trifft, auf der man 4km weiter bis zum Passo di Vezzena (1402m) klettern kann.  Beim Erkunden bewältigte ich die ersten 2 km im kleinsten Gang: das Tempo war langsam genug, um die Alpenveilchen am Wegesrand zu bewundern.

Tags drauf startete ich meinen Angriff auf den Kaiserjägerweg. Im kleinsten Gang ging es an die erste Steigung, mein Tempo reichte um nicht umzukippen – ich gewann Höhe! Anfänglich war es recht beschaulich, ich fand meinen Rhythmus, es ging vorwärts, wenn auch langsam. Mit zunehmender Höhe wurde die Straße schmaler und Horden von Motorradfahren nervten. Dann der erste Tunnel 2,50m x 2,50m Querschnitt. 20100904_italien10_042a Ich ohne Licht dafür mit gehörig mit Schiß, dass ein Auto käme und es kam ein Auto. Und es hielt prompt auf mich zu,  ich hielt mich an der Tunnelwand fest. Der Fahrer merkte auf und korrigierte seine Fahrtrichtung: überlebt! So ging es weiter: rechts der Abgrund, die Straße 2,5 m breit, dann die die Felswand. Und immer, wenn es besonders kompliziert wurde (Kurve, Tunnel…) kam ein Auto. 20100904_italien10_038 Von hinten, von vorne oder von beiden Richtungen. Hinzu kam, dass meine Kräfte schwanden bei dieser zweiten Bergetappe meines Lebens. Nach dem zweiten Tunnel war Schluß! Abgrund, Straßenbreite und Verkehr raubten mit den Mut, weiter zu fahren.  Wie weit meine Kondition gereicht hätte, weiß ich nicht, vermutlich nicht bis zum Gipfel. Also: die letzten Fotos geschossen (allein das empfand ich angesichts der äußeren Umstände als Heldentat) und dann abwärts. Ich bremste, dass die Felgen glühten und erreichte trotzdem binnen kurzer Zeit das Tal. 20100904_italien10_039
Fazit: Monterovere ist für mich eine Nummer zu groß, für bessere Radfahrer als mich ist es sicher eine interessante Strecke.

22.09.10
Panorama

Der Ritten ist eine Hochebene oberhalb von Bozen. Man erreicht sie per Godelbahn/ Schmalspurbahn oder – wie wir – per Auto. Von Kolbenstein aus gings per Seilbahn auf die Weißhornspitze und dann die letzten 200 m zu Fuß auf das Rittener Horn. Für unsere ledierten Bänder/Sprunggelenke kein Problem, denn die Wege waren bequem zu gehen. Nur die Luft wurde etwas knapp, da wir quasi direkt Meereshöhe auf 2000m kamen.

Zur Belohnung gab es bei toller Sicht ein Dolomitenpanorama mit Geißler, Plattkofel, Langkofel, Seiseralm, Marmolata und Latemar.

01.11.10
Nord Art 2010

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Immer wieder einen Besuch wert: die Nord Art in der alten Gießerei von Büdelsdorf. Ermöglicht durch beispielhaftes Engagement der aco-Gruppe, die in Zeiten knapper Kassen auch der Orchester-Akademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals eine neue Bleibe gibt. Von dieser Art Steuersparmodell hat auch der Steuerzahler etwas.

Mehr Bilder

03.12.10
‘Shaped By Nature’…

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20101202_schonwinter_06-1So lange ist das doch gar nicht her, als im April die letzten Streusandhaufen von den Kieler Gehsteigen verschwanden. Mit Begin der Adventszeit zog in Kiel schon wieder der Winter ein. Stürmischer Wind und gewaltige Schneemengen gaben den Dingen neue Formen. So erhielt dieses Autos ein echtes Stromliniendesign und auch unser Tannenbaum, der im Garten auf Weihnachten wartet, ist nicht wieder zu erkennen. 

05.12.10
Mädchen vom Dach…

Norddeutsche Flachdächer sind nicht unbedingt für Schneemassen ausgelegt, wie wir sie derzeit haben.  Also musste das Mädchen erst aufs Dach…

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und dann wieder runter…

06.12.10
Wintersport in SH

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Nicht nur der ostholsteinische Bungsberg, der in keiner Nachrichtensendung mehr fehlen darf, sondern auch der Kieler Stadtrand bietet Möglichkeiten zum Wintersport.

Während der das Eis auf dem kleinen Kiel wohl noch nicht tragfähig ist, bietet das Langlaufzentrum Russee/Eidertal viele Kilometer ungespurter Loipen.

Mädchen auf dem Dach-1

22.12.10
Standhaft…

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Nordische Schneemänner haben nicht in jedem Jahr die Möglichkeit, sich zu zeigen. Doch wenn es drauf ankommt, sind sie standhaft, auch wenn sie angepisst werden

25.12.10
Weihnachtsgruß

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Blechwichtel Hein grüßt alle, die sich hier her verirrten und wünscht frohe  Weihnachten!

27.12.10
Moderne Zeiten

Hinweise auf der Homepage unseres Geldinstituts motivierten mich, unser Online-Banking auf das chipTAN-Verfahren umzustellen. Da ich aus der Angebotsfülle des institutseigenen Online Shops nicht richtig schlau wurde, stattet ich der Geschäftsstelle einen Besuch ab, um mich dort beraten zu lassen und ein passendes Gerät zu erwerben.  Leider erfolglos: die Beratung erschöpfte sich im Hinweis auf den Online Shop.→ weiterlesen

31.12.10
Das schaff’ ich nie…

Silvester, Michael Jackson auf 3SAT… das Volk johlt, bloß weil er einen Hut aus dem Koffer holt. Okay, ich kann aber länger…leben. Guten Rutsch!