10.05.11
Zwischenstop in Schwangau

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Beim Zwischenstop in Schwangau trafen wir Hanna in der Blumenwiese.

11.05.11
Von Füssen zum Comer See

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Von dee Blumenwiese ging es über den Fernpass mit ziemlichem Gezockel nach Landeck, von dort auf menschenleerer Straße den Inn entlang ins Engardin, dort dann Seite an Seite mit einem Zug der Räthischen Bahn bis nach St.Moritz.

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Der Einkaufbummel im Nobelskiort geriet indess karg: Zenga zu! Prada zu! D&G zu! Alle Hotels zu, selbst der Campingplatz zu! Was blieb, waren Riesencroissants vom Coop zu 1.30 €  sowie 1.50 € Parkgebühr. Also, ich finde St. Moritz nicht so teuer… nur der Kaviar bei Coop war happig, aber sowas kaufen wir eh nicht im Supermarkt!

Weiter gings, am Silvaplanasee entlang nach Maloja und schwupps, waren die Alpen überquert, ohne das Gefühl, geklettert zu sein. Deutlicher dann die Abfahrt, in engen Kehren kurven wir in kurzer Zeit von 1850m über Chiavenna bis auf 300m zum Comer See.

Die Fahrt am Westufer nach Tremezzo war schrecklich, der dort erwartete Campingplatz existierte nicht (mehr), wir kehrten um und überachteten entnervt in Dongo (Magic Lake).

Statt Tremezzo Dongo

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Der im Reiseführer genannte Campingplatz an der Villa Edy in Tremezzo existiert nicht, auch das Touristenbüro weiß von nix. Die Alternativen in Menaggio sind indiskutabel,  endlich dann ein Platz in Dongo, nett gelegen, direkt am See und um diese Zeit extrem ruhig, aber etwas vom Schuss, keine Villen, Gärten etc.Doch die Dolci-Versorgung scheint zu klappen.
Mal sehen, was der regionale Busverkehr und die Lago-Schifffahrt so möglich machen.

Politisch korrekt…

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…verläuft unser Weinkonsum, wie dieser Beleg zeigt. Für jede Flasche wird in Sierra Leone ein Brunnen gebaut. Na, wird das ein  Fest!

12.05.11
Statt Clooney Carlotta

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Mit dem Linienbus fuhren wir nach Tremezzo. Gute Idee, das mit dem Bus: für 1,80 € stressfrei von  Tür zu Tür, mit freiem Blick auf den See.
Ziel war nicht die Villa von George Clooney, sondern die Villa Carlotta. Obwohl die berühmte Azaleenblüte schon fast vorbei war, ein sehr schöner Park.
Überraschung: die Zirusfrüchte waren schon reif, und das zwei Wochen nach Ostern. Schlechter Service in der Cafeteria, aber lecker Bruschetta!

13.05.11
Anfreunden mit Dongo

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Langsam grooven wir uns ein (alte Menschen brauchen wohl etwas länger). Heute haben wir die versteckte Geschäftswelt von Dongo entdeckt. Es gibt alles, man muß es nur finden: Hundezubehör, Handyshop und drei Supermärkte. Somit sollte es mit der Versorgung klappen. Die Salsiccie gestern schmeckten gar nicht. Das war neu, denn Salicices sind die besten Bratwürste, die wir kennen und die schmeckten bislang immer. Toll ist die Pasticieria, die auch Café, Enoteca und Alimentaria ist.

Nachmittags bin ich mit dem Rad den Berg hochs Stazzona-Garzeno-Catasco. Schöne Strecke, mit Ausblicken (Foto).

Blöder Sturz beim Versuch, auf der Abfahrt mit dem Handy ein Video zu drehen. Nix passiert: Knie aufgeschlagen, Handy blieb heil, Video wurde nichts.

Morgen soll das Wetter schlechter werden. Erst mal abwarten und sehen, wohin uns das treibt.

15.05.11
Wochenende

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Erst störte ein Gewitter, dann rücksichtslose Dauercamper aus der Schweiz die Nachruhe (wieso sind die überhaupt einreiseberechtigt in die EU?).
Der Samstag verlief dann ereignisarm: ein wenig Radeln am See, Seglern, Surfern, Kiteboardern zuschauen, einkaufen, kochen, essen, abwaschen. A pros pros Essen: Ravioli in Salbeibutter, dann Rindfleischscallopine unter einer Sauce aus roten Zwiebeln und getrockneten Tomaten. Douze Points!
Sonstiges: ich habe heute meinen Handyakku zweimal verloren und zweimal wieder bekommen, Fratello Luigi kann Kitesurfkunststücke, unser gemütlicher holländischer Nachbar war in Südafrika und hat drei deutschen Frauen das Leben gerettet, die sich mit ihrem Landrover überschlagen hatten.
Nochwas? Achja: F. hat cyanfarbene Croqs und morgen hauen wir ab von hier und fahren ins Rentnermekka Meran!

16.05.11
Tirol, deutsch

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Am gestrigen Sonntag fuhren wir vom Comer See nach Meran.  Wir wählten die Strecke über Sondrio und den Tonalepaß, für das Stilftser Joch war das Wetter zu schlecht.
Oben auf dem Tonalepaß schneite es leicht, die Hänge waren weiß vom Neuschnee, ein Lift war in Betrieb, ein paar Leute kamen vom Snowboarden.
Auf kurvenreichen Straßen und über mehrere kleine Pässe kamen wir nach Meran. Nach der erfolgreichen Durchquerung der Stadt – Sonntag nachmittag ist eine gute Zeit dafür in diesem Kurort, der die Umgehungsstrasse erst noch erfinden muss – erreichten wir das Passeier Tal und kurz später unser Ziel, den Passeier Camping in Saltaus.

Auf F’s italienische Begrüßung antwortete der Platzchef etwas pikiert: “Wir können auch italienisch reden“. Au ha! Im Passeier Tal, dem Geburstort ihres Freiheitskämpfers Andreas Hofer nehmen es die Südtiroler wohl besonders Ernst mit dem Deutschtum.

Trotz schöner, ruhiger Lage hat der Platz einen gravierenden Nachteil: kein Ort, keine Wirtschaft, kein Laden. Nur „gehobene“ Gastronomie plus Golf, Reiten, Wellness…

Mit dem Rad fuhren wir ins 7 km entfernte St.Martin. Im dortigen Martinerhof gab’s gutes Bier und Pizza. Guter Wein und Specknödel wäre mir zwar lieber gewesen, aber das scheint es hier gar nicht so häufig zu geben. Dafür hing im Keller eine gewaltige Fahne mit Eisernem Kreuz und Stahlhelm, sowie der Aufschrift “Frontkämpferverband“. Nochmal: Au ha!

Meran per Rad

Der Passerweg ist ein gut befahrbarer Schotterweg, der entlang des Passerflusses von Meran nach St.Leonard führt. Flussabwärts ein Traum, bergauf etwas mühsamer, vor Allem dann, wenn der starke, kalte Wind vom Alpenhauptkamm entgegen weht. Man kann der Weg direkt vom Campingplatz aus erreichen, dies machten wir und rollten gen Meran.

Die Stadt war voller Touristen,  hohe Preise in den Geschäften, es roch nach Nepp. Spektakulär die topmoderne Therme und der zugehörige Park. Garnicht so neppig die Preise für getrocknete Tomaten.

Per Rad fuhren wir zum Schloß Trautmannsdorf, einer mit 10 Jahren noch jungen Attraktion Südtirols. Um das Schloß herum hat man viele unterschiedliche Gärten mit Pflanzen aus aller Welt geschaffen, dazu spektakuläre Ausichtsplattformen hoch über Meran. Alles erinnert etwas an eine Bundesgartendchau.

Vor der Rückfahrt deckten wir uns noch mit Lebensmitteln ein und kurbelten dann alles 10 km gegen den Wind und gegen den Berg zum Campingplatz. Dort schafften  wir uns, was uns die lokale Gastronomie versagte: Speckknödel, Spinatknödel, Scalloppine und Apfelstrudel.

Den Apfelstrudel gibt es jetzt, daher ist dieser Beitrag nun auch zu Ende.

17.05.11
Hirzer zu Fuß


Blauer Himmel und kein Wind, besser hätten wir es für unseren Wandertag nicht treffen können. Direkt über unserem Platz verläuft die Gondelbahn auf den Hirzer, was liegt näher, als dieses Angebot zu nutzen. Eingefercht in die enge Gondel werden wir in zwei Etappen um ca. 1500 Höhenmeter auf knapp 2000 m gehievt. Oben ist es noch recht frisch aber sonnig und wir haben eine grandiose Aussicht auf Meran, den Vintschgau und die zugehörigen Berge vom Ortler bis zum Timmelsjoch.

Wir widerstehen der Empfehlung des Reiseführers gleich in die Bergstation einzukehren und wählen den Almenweg, der uns über Videgg zur Mittelstation bringen soll. Der Weg ist einfach zu gehen und überrascht neben der grandiosen Aussicht mit tausenden von Enzianen in voller Blüte. Spannend wird es, als der Weg zunächst zum Klettersteig wird („teilweise ausgesetzt“), und dann völlig verschwindet, weil er durch einen Erdrutsch verschüttet wurde oder auch mit ins Tal rutschte. Vorsichtig und teilweise auf allen Fünfen tasten wir uns vor und bewältigen die kritische Stelle heldenhaft und ohne Zwischenfälle.

In einer Bergwirtschaft bei Videgg gibt es zur Belohnung Strudel, Rotwein und Knödelsuppe und dann geht es weiter – teilweise etwas langweilig die Straße entlang – bis zu Mittelstation der Hirzerbahn.

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An die Rückkehr zum Campingplatz schließt sich eine sportliche Einkaufstour an: es geht mit dem Rad den Passerweg aufwärts nach St.Martin. Dort wechseln Knödel, Kaiserspeck (mhhh, von Metzger Hofer aus Moos) und Rotwein den Besitzer. Zurück am Campingplatz werden diese Köstlichkeiten Zutaten unseres Abendmahls. Alles muss man selber machen! Die fehlende Gastronomie ist und bleibt das Manko dieses Platzes.

Morgen fahren wir nach Deutschland, allerdings nicht ohne uns vorher mit dem ‚Nötigsten‘ einzudecken.

Sicher ist sicher

Die Ausstattung der Toilette des einfachen Berggasthofs in Südtirol war bemerkenswert. Der Vorrat an Toilettenpapier sogar rekordverdächtig.

Die Zahl und der unterschiedliche Umfang der Rollen verleitet zu der Vermutung, daß hier jeder Gast seine persönliche Rolle hat.

18.05.11
Ins Allgäu

In Meran  fallen wir den Eurospar Markt (Via Roma, [46.666667,11.166667] ) her  und in Sterzing über den Hofer Markt [nein, nicht der Aldi-Ableger]  und decken uns mit italienischen Leckereien ein. Dann fahren wir bei strahlendem Wetter auf leerer Brennerautobahn und über den Fernpaß nach Schwangau, zum Campingplatz Brunnen, wo wir bereits vor knapp zwei Wochen waren. Ein toller Regenbogen rahmt unseren Platz an. Noch ein Wunder: das Handy – dieses Tausendsassa – zaubert uns aus Arabien den Livestream vom Superglobefinale THW Kiel-Ciudad Real auf den Laptop. Wir gehen lieber aber essen. Hier gibt es nämlich Wirtschaften!

Vorsicht Schneeballen

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In Füssen verkauft ein Laden ‚Schneeballen‘, eine prächtig aussehende Süßigkeit (www.schneeballen.eu).
Unsere Erfahrung: klebrig, hart, geschmacksarm. Finger wech!

31.05.11
Rhabarbertarte

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Zutaten Boden

  • 150g Mehl
  • 100g Butter
  • Salz
  • 60 g Zucker (evtl. mehr)
  • 1 Ei

Zubereitung Boden

  • Zutaten kneten,
  • 30 Min. in Folie im Kühlschrank.
  • Ausrollen und in Tarteform (20 cm) auslegen.
  • 10 Min. blind backen (unter Alufolie und Erbsen).

Zutaten Füllung

  • 300 g Rhabarber, geschält
  • 25 g Himbeeren
  • 120 g Zucker
  • 2 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 30 g Mehl
  • Vanillezucker

Zubereitung Füllung

  • Rhabarber in Stücke (1 cm) schneiden,
  • zusammen mit Himbeeren, Vanillezucker, 80g Zucker 2 Stunden ziehen lassen,
  • dann bei 160 Grad im Backofen bissfest garen (ca. 10-15 Min.) ,
  • Eier, Sahne, Milch, Mehl, 40 g Zucker, Vanillezucker mischen und 30 Min. stehen lassen,
  • Kompott auf dem Boden verteilen, Eiersahne darüber geben und bei 160 Grad 30 Min. backen.

02.06.11
Vatertag

 

 

 

Am Vatertag sind wir bei herrlichem Wetter nach Bissee geradelt und haben dort im Antikhof lecker feinheimisches Essen und Rharbarberschorle genossen. Danach Kunst im Dorf und über Gut Bothkamp zurück nach Hause.

 

Schwarzer Mann

Trojanischer Fisch

05.06.11
Es blüht!

Das Himmelfahrtswochende sorgte mit tollem Wetter für prächtige Blüten in unserem Garten.

newdawn

Neu bei uns: New Dawn soll klettern und ein Loch in der Hecke schliessen.

island

Angeregt vom Islandmohn in Meran und Trautmannsdorf, ein weiterer Versuch auch bei uns.

mohn

Klatschmohn, immer wieder toll und leider viel zu schnell verblüht.

bauern

Umdiewettestrahlen

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Unsere Antwort auf EHEC: Selbstversorgung!

selbstversorgung2

Leider wohl zu wenig Anbaufläche.

vorfreude

Vorfreude auf Erdbeeren

02.07.11
Frauenfußball WM


AUA! In den Kittelschürzen sieht das Team USA aus, wie die Betriebssportmannschaft eines Krankenhauses.

22.07.11
st-Schwäche

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Wie schön: trotz st-Schwäche, isd man im Gartenmarkt nicht chancenlos.

25.07.11
Lang her…

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…dass ich im Kasseler Auestadion war: das letzte Mal vor über 40 Jahren beim KSVHessen Kassel.

Die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften waren ein guter Anlass, mal wieder hinzugehen. Leider war das Wetter nicht so schön, wie das Foto vorgibt: 11 Grad, Regen, kalter Wind.

30.07.11
Freie Sicht

 

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  Wenn nicht gerade ein Kreuzfahrer die Sicht versperrt, hat man zur Zeit freien Sicht auf die Kieler Nikloaikirche.

20110731 kieler ansichten

 Der Abriss des Karstadt-Gebäudes ermöglicht diesen seltenen Anblick. Aber nur solange, bis der Neubau steht.

21.08.11
Gaddafi in Barmbeck oder Zufall?

Nahezu zeitgleich kamen eben folgende Twittermeldungen:

Gaddafi in Barmbeck

31.08.11
Fishtown reloaded

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Seit ich Kind bin, war ich immer wieder mal in Bremerhaven. Als Steppke sah ich hier noch die Ozeanriesen aus USA ankommen. Viel hat sich seither in Bremerhaven geändert, so z.B. die Skyline, die ich überhaupt nicht kannte. Neu war mir auch, das am Wochenende kein freies Hotelzimmer zu bekommen ist. Boomtown statt Fishtown?

Für uns begann hier unsere Urlaubsreise mit einer Geburtstagsfeier, zu der Wolfgang auf das Dach des Alfred Wegener Institutes eingeladen hatte.

Volle Dröhnung Fronkraisch

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Nach sonntäglicher Fahrt quer durch Deutschland landeten wir schließlich in Metz. Wir kamen ohne große Erwartungen und suchten nur einen vernünftigen Übernachtungsplatz sowie die Möglichkeit, etwas zu essen.

Den Platz fanden wir auf dem Camping Municipal, direkt an der Mosel gelegen und nur wenige Fußgängerminuten vom Stadtzentrum entfernt. Im Stadzentrum gab es dann die volle Dröhnung Fronkraisch.

Es war bereits dunkel und sehr stimmungsvoll. Wir staunten über die prächtigen Gebäude und Plätze, die allesamt angestrahlt wurden.

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Wir setzten und ins erstbeste Restaurant an einem großen Platz und bekamen Quiche Lorraine sowie tolle Vorspeisen zu einem Spotpreis. Wir schauten den Franzosen beim Boule zu.

Sur le Pont d’Avignon

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Nicht ’sur‘, aber ‚vis-a-vis‘ der besungenen Brücke übernachteten wir auf dem Camping du Pont d’Avignon. Per Satellit schauten wir den Deutschen Leichtathleten und dem THW beim Gewinnen zu. Den imposanten Papstpalast und die schönen Gebäude sahen wir bei nächtlicher Beleuchtung an. Das Geburtstagsessen gab es im Hotel du Palais de Pape…

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Coer de Boef

Ochsenherztomaten haben wir in unserem Garten auch, selbstgezogen aus Samen, die wir aus Levico Therme mitbrachten. Nur gedeien sie bei unserem Jahrhundertsommer nur mühsam. Mal sehen, was bei unserer Rückkehr daraus geworden ist.

01.09.11
WM Lounge

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Technik macht’s möglich: Wir sitzen am Mittelmeer, verfolgen per Satellit die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Südkorea und schreiben gleichzeitig per Smartphone  Zeitungsberichte über die Leichtathletik-Kreismeisterschaften ins Kiel.

So geht Sommer…

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Schneefall in Kanda, Dauerregen in Kiel. Zur Erinnerung: es ist Sommer. Wie das geht, sieht man in Südfrankreich: Sonne, Luft 27°, Wasser 23°, abends etwas kühler.

03.09.11
Marching Ants

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Nach vielen, vielen Jahren Campingerfahrung nun doch mal was Neues: Ameisen. In endlosen Linien marschieren sie über unser Auto und nutzen dabei die tollsten Wege: zunächst ging es eine Markisenstütze hoch, über die Markise zum Dach, dort dann die Regenrinne entlang und so weiter…

Abhilfe brachten mit Wasser gefüllte Töpfe, in die wir die Markisenstützen stellten. Gut, dass die sechsbeinigen Krabbler weder fliegen noch schwimmen können, so war der Nachschub erstmal unterbrochen. Der Besen beförderte die restlichen Tierchen zurück auf den Erdboden.

Vorerst! Denn am nächsten Morgen krabbelte es im Bett. Zum Glück nur vereinzelte Exemplare, aber trotzdem: wie kamen die ins Auto?

Ein Rundgang brachte die Lösung: die Tierchen hatten das Kabel entdeckt, welches das Auto mit 220V versorgt. Über das Kabel ging es zum Auto, dann zum Dach hoch, die Regenrinne entlang, auf der anderen Seite über die Markise und die Stütze herunter bis zu Plastiktüte mit Abfall, die dort vermeindlich ameisensicher aufgehängt war.

Leider offenbarte die Untersuchung des Autos, daß etliche der Krabbler sich mehr für das Wageninnere interessierten als für die Mülltüte.

Im nahen Lädchen war man auf das Problem vorbereitet: ein großer Vorrat “Lucifers Anti Fourmis“ versprach Hilfe. Der Preis von 8€, legt den Verdacht nahe, der Ladenbesitzer würde die Tierchen züchten und auf dem Campingplatz aussetzen. Wir komplettierten unser Anti-Ameisenarsenal dann noch mit einem Hausmittel: Backpulver oder ‚Levure chimique‘, wie der Franzose sagt. Der Preis von 73ct für 7 Tütchen lässt vermuten, dass die Ameisen-vergraulende Wirkung von Backpulver hierzulande nicht bekannt ist.

Mal sehen, was die Ameisen davon halten…

Bohrende Fragen

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Was essen/kochen wir? Wohin geht es als nächstes? Das sind die bohrenden Fragen im Urlaub.

06.09.11
Ameisen

Um die lange Geschichte kurz zu beenden: Backpulver und ‚Anti Fourmis‘ brachten zwar Teilerfolge, aber die zahlenmäßige Überlegenheit der Krabbler gab den Ausschlag: wir suchten das Weite.

Arm und reich

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Im Hafen von Antibes liegen einige der teuersten Yachten der Welt.

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Das Beispiel hier ist ein Model, welches durch konsequenten Verzicht auf Chrom und Glanz besticht.

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Etwas verkrampft wirken da die Versuche mit  Edelholztreppchen, Yachtlogo auf der Fußmatte oder  Klingel mit Sprechanlage am Steg zu imponieren.

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Da beeindrucken der Hubschrauber im maßgeschneiderten Staubschutz…

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… oder der Müllberg von Gourmet Deliveries  (“Finest Quality delivered directly to your yacht or villa“) schon eher.

Erschütternd hingegen, was sich im Hafenbecken davor abspielt: ein Stelldichein  der Looser. derjenigen, die es nicht geschafft haben: nur ein einziges Deck, kein Personal und der Eigner muß selber steuern. Die Welt ist ungerecht!

07.09.11
Antibes II

 

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Die Yachten der Superreichen dominieren das Bild von Antibes. Aber nicht alles ist Protz und Pomp, es gibt auch Stilvolles.

antibesstrand

Während die Reichen am Heck ihrer Megayachten planschen, bleibt dem Volk ein herkömmlicher Sandstrand.

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Über Allem trohnt Schloss Grimaldi mit dem Picassomuseum. Am Besten gefiel uns die “Nackte auf blauem Sofa”.

08.09.11
Höhepunkte

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Weg vom Meer, rein in die Berge. Über die höchste Straße Europas, den Col de la Bonette (2802 m) und den Col de Vars (2109 m)  kamen wir nach Guillestre.

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Die Tiefs über Mitteleuropa brachten auch uns einige Wolken, aber die Sicht war dennoch gut.

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Obwohl bestes Wetter herrscht, ist hier im September die Saison schon beendet. Nur vereinzelt sieht man Touristen – nicht unangenehm.

Mont Dauphin

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Das Pulvermagazin der Festung Mont Dauphin vor dem mächtigen Viertausender ‚Barre des Ecrins‘ (4102m) mit dem Glacier Blanc. Die Festung baute ein Vorgänger von Nicolas Sarkozy, um sich im 16 Jh. vor Angriffen eines Vorgängers von Silvio Berlusconi zu schützen. Auch der Vorgänger von Berlusconi traute seinem westlichen Nachbar nicht: auf italienischer Seite gibt es vergleichbare Bauwerke. Die Festung Mont Dauphin, die ein ganzes Dorf umschließt, gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Das Erbe der genannten Herren wird in der Zukunft wohl weniger Touristen anziehen – aber wer weiß? Vielleicht gehören die Schuldenberge und Müllberge unserer Zeit in ein paar Jahrhunderten zu den schützenswerten Kulturgütern.

Wie wirksam der Schutz durch Mont Dauphin war, wissen wir nicht, aber mit Schiebung konnte man hier nichts ausrichten, wie man unten sieht.

SAMSUNG

Und ewig grüßt….

20110908_france11_37Der ‘Sentier de Marmotte’ verspricht die Begegnung mit Murmeltieren. Wir bauten den Weg in unsere Tour ein und schoben mit viel Mühe unsere Räder bergab über den schmale Steig. Wir sahen… kein einziges Murmeltier.

Wir kennen das schon: kein Elch in der Wildnis, dafür im Vorgarten oder kein Bär in der Wildnis dafür auf den Bahnschienen. Nun also auch die Murmeltiere: kein einziges auf dem ‘Pfad der Murmeltiere’, dafür ein mächtiges Exemplar auf der Straße nach Mont Dauphin. Es war so zutraulich, dass man fürchten konnte, es würde seine mächtigen Zähne in den Fahrradreifen schlagen.

Nachtrag (oder Ameisen III)

Wer sich über den Beitrag Ameisen II wunderte, bzw. Ameisen I vermisst, dem sei geholfen: durch ein Versehen wurde Ameisen I (was in Wirklichkeit Marching Ants heißt) nie veröffentlicht. Das wurde jetzt geändert: einmal zurückblättern zum 3. September: dort gibt es Marching Ants!

10.09.11
Alpenpässe

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Nach dem Col de la Bonette und dem Col de Var ließen wir uns von unserem Auto über einen weiteren berühmten Alpenpass tragen: den Col d’Izoard . Immer umschwirrt von nervenden Menschen, die es als besondere Leistung empfinden, einen Berg mit dem Motorrad zu überqueren und sich nach erbrachtet Leistung stolz gegenseitig fotografieren.

Bei den ebenfalls zahlreichen Hobbyradlern – wie die Motorradfahrer in der Mehrzahl ältere, wohlgenährte Herren – haben wir dieses Verhalten nicht beobachtet, obwohl die m.E. mehr Grund hätten, sich zu feiern.

Unsere Etappe endete in Les Vigneaux auf einem tollen Campingplatz zu Füßen der Barre des Ecrains, die wir in Guillestre schon aus der Ferne bewundern konnten.

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Begrüssungspaket

begruessungspaketSchon wieder etwas Neues nach über 30 Jahren Campingreisen: Auf dem Campingplatz in Les Vigneaux, gab es ein Begrüßungsgeschenk! Die französische Ernährungsindustrie schenkte uns ein Paket mit Müsliriegeln, Chips, Eistee, Mundwasser etc.

11.09.11
Wir auch…

2011-09-10 12.29.12Nach dem wir einige mythischen Tour-de-France-Pässe mit unserem Auto überquerten, haben wir uns nun auch mal mit dem Rad bergaufwärts bewegt. Wohlwissend, dass wir ohne Doping nicht konkurrenzfähig sind, ließen wir es ruhig angehen und kurbelten in Richtung Ailefroide. 

Auch hier im Parc National des Ecrins stellten wir fest, dass im September die Saison im Grunde vorbei ist: trotz bester Bedingungen sind nur noch wenige Touristen hier unterwegs und die meisten Einrichtungen sind bereits geschlossen.

Glacier Blanc

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Frühstart ohne Frühstück. Die Straße zur Hütte Pre de Madame Carle ist nur noch einen Tag geöffnet, also wollen wir die Gelegenheit nutzen, dort hinaus zu fahren um dann zum Glacier Blanc aufzusteigen. Das ist der Gletscher, den wir auf dieser Reise schon mehrfach aus der Ferne bewundern konnten.

Also Frühstart, um der Hitze zu entgehen. Die Straße ist menschenleer – gerade am Sonntag hätten wir schon etwas mehr Betrieb erwartet. Die Überraschung dann am Straßenende: die anderen waren alle schon da, wir waren die letzten. Ca. hundert Autos standen schon auf dem geräumigen Parkplatz, keine Leute zu sehen, alle schon im Berg, offenbar alles Frühaufsteher.

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Das Straßenende liegt in 1800 m Höhe, die Felswände steigen bis auf 3800 m hoch. Für den Weg zum Gletscher benötigen wir in 2 Stunden, er ist nicht schwierig, aber wegen der für uns ungewohnten Höhe anstrengend. Die Ausblicke sind überwältigend.

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15.09.11
Querschlag

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So, die Französischen Alpen sind toll, das Wetter ist toll, aber wir wollen mal wieder unter Leute. Hier ist absolut “tote Hose“, (fast) alles zu, kein Mensch weit und breit. Unvostellbar und unverständlich.

Also packen wir unsere Sachen, ein letzter Blick auf unseren Hausberg und ausgeholt zum Langschlag quer durch die Alpen. Ziel: Südtirol, der Vintschgau.

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Über Cesana geht es nach,Turin, Mailand und zum Comer See. Dann nach Bormio und im letzten Tageslicht über das Stilfser Joch (2720 m, 39 Kehren hoch, gewaliger Blick auf den Ortler (Foto) , 49 Kehren runter) in den Vintschgau.

Der Campingplatz ist voll, wir bekommen den drittletzten Platz. Man spricht deutsch.

Vintschgau

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“Geringste Niederschläge im Alpenraum“, “Apfelgarten Europas“, “Wandern, Fahradfahren im Flachen und über Berge“, so wirbt der Vinschgau um Besucher. Alles ist recht chic hier, die Orte die Geschäfte, der Camping. Wir bleiben!

Reschenpass

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Der Vintschgau-Radweg führt auf den Reschenpass zur Österreichischen Grenze. Es ist eine eigene asphaltierte Trasse. Von Prad zum Reschenpass sind es 30 km und ca. 500 Höhenmeter. Die Hinweistafeln  weisen ein gleichmäßiges Höhenprofil aus. Das sollte auch mit einem 7-Gang-Tourenrad zu machen sein.
War es auch – zumindest die erste Hälfte – die Strecke verlief entlang der Etsch, nahezu flach. Das dicke Ende begann in der zweiten Hälfte. Von wegen gleichmäßiges Profil! Immer wieder knackige Steigungen, angeblich bis zu 16%. Mit dem Tourenrad nur schiebend zu bewältigen. Am Ende dann die Umrundung des Reschen-Sees mit großem Blick auf den imageOrtler. Und… rosa gebratenes Rehfilet auf Salat… damit die abgestrampelten Kalorien nicht gleich wieder zugeführt werden.
Schöne Sache, aber nur mit bergtauglichem Fahrrad – oder nur bergab, wie die zahlreichen Gelegenheitsradler, die sich oben ein Rad leihen, mehr oder weniger gekonnt zu Tal rollen, ihr Leihfahrrad dort wieder abgeben und mit dem Bus zurückfahren.

16.09.11
Leichte Wanderung

imageNach der Radtour zum Reschenpass sollte es heute eine leichte Wanderung werden. Von Prad nach Stilfs und zurück – “Keine übermäßige Steigung, zurück längs eines Waalwegs (=Wege entlang künstlicher Bewässerungskanäle)“, das klang gemütlich.

Na ja, irgendwie lesen wir wohl immer das Falsche aus den Beschreibungen heraus. Zunächst ging es knackig steil bergan, die Sonne brannte, der Schweiß rann in Strömen. Dann schmale Pfade mit tollem Ausblick  auf die Gipfel der Ortler-Gruppe. Dann Abstieg nach Stilfs. Jede Gasse in diesem Ort ein Kandidat für die “steilste Straße der Welt“. Der Beschreibung folgend stiegen wir ab bis zum Talgrund, dort sollte der Waalweg beginnen. Tat er auch und zwar indem er sich den Berg wieder hochschraubte, den wir uns gerade heruntergemüht hatten. Scheinbar ein Waalversprechen.

Uns blieb nichts übrig, als dem Weg zu folgen, die Alternative “Regionalbus“ hatten wir verschmäht (“Erst ab 65, oder bei Verletzungen“). Nach ca. 5 Stunden war unsere leichte Wanderung beendet.

Morgen soll das Wetter im Vintschgau schlechter werden. Wir packen und fahren nach Meran.

17.09.11
Meran geht nicht…

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Vor der Fahrt in Richtung Meran ging es erst einmal nach Sulden. Tolle Lage unterhalb des Ortlers. Drei Seilbahnen als Aufstiegshilfe. Der Ort besteht aber fast nur aus Hotels, alles sehr fein.

Dann also ab nach Algund/Meran. Bei unserer Ankunft hatte der Campingplatz “Via Claudia Augusta“  Mittagspause, auch die  Rezeption war nicht besetzt. Wir inspizierten den Platz, sahen, daß er noch etwas frei war und warteten knapp zwei Stunden auf das Ende der Mittagspause. Als Madame endlich erschien, erfuhren wir, daß die freien Plätze reserviert seien, wir können lediglich eine Nacht bleiben. Eine Frechheit! Diese Information hätte man Neuankömmlingen auch per Aushang übermitteln können und ihnen damit die Warterei erspart. Aber so ist halt der Traum des Gerwerbetreibenden: mehr Nachfrage als Angebot. Abgesehen davon: welches Hotel leistet es sich wohl, in der Hauptsaison um die Mittagszeit für drei geschlagene Stunden, die Rezeption zu schliessen?

Wir bekamen den Eindruck, Meran zur Hauptsaison sei nicht unser Ding und lösten unser Unterbringungsproblem indem wir zurück nach Prad fuhren. Genau dorthin also, wo wir am Morgen aufbrachen um dem schlechten Wetter zu entfliehen (sic!).

Um wenigstes etwas Neues zu haben, wählten wir den zweiten Campingplatz am Ort. Nett gelegen, viel Platz. Als wir unseren Platz einnehmen, fängt es an zu regnen. Hoffentlich auch in Algund!

18.09.11
Schlechtes Wetter

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Jetzt haben wir zum ersten Mal auf dieser Reise schlechtes Wetter. Bisher hatte es nur einmal geregnet: am Mittelmeer.
Derzeit haben wir 10°C bei Dauerregen. Die Ausichten für den Tag: Zunahme des Regens, Abkühlung auf 4°C, Schneefall. Morgen dann kein Regen, aber nur 7°C. In Meran (nur 50 km entfernt) 23°C, aber Meran geht nicht, wie wir erfahren mussten. Vollgestopft mit Wurstwagen und Bademantelträgern 🙁

19.09.11
Wintereinbruch I

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Seit 24 Stunden regnet es in Prad. Schnee gab es bei uns nicht, aber wenige Meter höher ist es weiß.

Wintereinbruch II

 

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20110919_france11_247Vor zwei Tagen waren wir schwitzend mit unseren Fahrrädern auf dem Reschenpass angekommen und hatten auf einer sonnigen Terasse dieses leckeres Rehfilet genossen. Heute war die gleiche Szenerie nicht wieder zu erkennen. Ca 10 cm Neuschnee, Schaumkronen auf dem Reschensee, eisiger Wind.

Wir flüchten zum Bodensee!  Dort war es zwar trocken, aber mit 15°C auch nicht gerade sommerlich. Toll das Bühnenbild der Bregenzer Festspiele 2011/2012,20110919_france11_249

20.09.11
Abschlussradeln

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Die Entscheidung, an den Bodensee zu fahren, war dann doch nicht so schlecht. Heute war es trocken und später sogar sonnig. Nur die September-Temperaturen entsprachen mit 15°C nicht ganz dem, was man als Nordlicht vom Süden erwartet. So waren es dann ganz gute Bedingungen zum Radfahren. Wir kurbelten mit ca.10.000 anderen alten Menschen am See entlang von Linda[u] bis Friedrichshafen. Ganz nett dort am Hafen, am Himmel kreiste ein Zeppelin.

Beim Anblick der Fähre Friedrichhafen – Romanshorn (CH) kamen wir auf den Gedanken, einmal die Tour Lindau – Friedrichshafen – Romanshorn – Bregenz – Lindau als Tagesausflug (ca. 70km) zu machen, eine Bodenseehalbumrundung sozusagen – nächstes Mal… vielleicht.

01.10.11
Alsterschippern

Nach 40 Jahren im Norden erstmals als Tourist in Hamburg.

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Spannertour über Alster und enge Kanäle zu den Gärten der Pfeffersäcke.

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Neu in Hamburgs Skyline: die Elbphilharmonie.

 

Später dann nachgeholtes Geburtstagsessen in der Bullerei. Tip: Wenn man mit der Karte nicht klarkommt, einfach Überraschungsmenü bestellen. Immer gut.

17.10.11
Endlich…

…gibt es im örtlichen Buchhandel Adventskalender! Komisch, man hat garnicht gehört, dass Leute vorm Eingang übernachtet haben, um die Ersten zu sein…

04.11.11
Weg da!

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Gemeint ist: unser neuer Weg ist da. Besser gesagt, er ist fertig. Von Harald Renner liebevoll aus bunten Natursteinen unterschiedlicher Herkunft zusammengepusselt.

05.11.11
Neulich beim THW

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Nichts für Kleinwüchsige: Fernsehinterview mit Thierry Omeyer

26.11.11
Flüssig rausgerutscht

ARD SPORTSCHAU LIVE, Samstag 26.11.2011,
13:40: ”.. Claudia Pechstein drückt lang und flüssig..”
15:10: “…Mit Wut in den Knochen hauen sie die Pinguine ins Eis…”

30.12.11
Puzzelwahn

 

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Geschafft: das sind ca. 100 von 3000 Teilen. Der Schreibtisch ist wohl für Jahre blockiert.