16.02.12
Fertig

Nach ca 8 Wochen sind die 3000 Teile gefügt. Hier ungefähr ein Zehntel davon.

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Italienischer Kochabend

Gestern haben wir ein tolles Weihnachtsgeschenk eingelöst: ein Kochabend zu Hause beim Hobbykoch, Reiseveranstalter, Sizilianer und Kieler Sebastiano Galina.

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20120215_Bei Sebastiano

Risotto ai Funghi Porcini, Bruschetta di Pomodori e Mela, Involtini di Zucchini, und Crema di Mascarpone. Nicht im Bild: Patate alla Sorrentina und Petto d’Anatra in Crescione all Arancia

Mehr darüber hier

23.02.12
Energiewende-Wende

Na da haben uns die gelb-schwarzen Engergiewendehälse ein schönen Frosch in den Topf gelegt: unsere bescheidene 5 kWp Photovolatikanlage ist seit Januar bestellt und wegen der Ost-Ausrichtung ohnehin nicht sonderlich rentabel. Das würde nach den RöRö Plänen zur Kürzung der Solarförderung noch schlechter werden, wenn die Anlage nicht bis zum 8. März betriebsbereit ist. Solarförderung wird nach Biosprit (E10) der nächste Öko-Flop von Schwarz-Gelb.
Unser Lieferant meint, es klappt rechtzeitig mit der Inbetriebnahme, nächste Woche soll es losgehen. Na hoffen wir mal… Hier eine Simulation:

25.02.12
Überblick

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Aaaah! Android 4 auf dem Handy beschehrt einen neuen Panoramamodus in der Handykamera. Endlich Überblick am Arbeitsplatz 🙂

01.03.12
Rechtzeitig fertig: unsere PV Anlage

Es klappte doch noch rechtzeitig mit unserer Photovoltaik-Anlage. Drei Tage steigen uns die Leute von Sirius aufs Dach. Am heutigen Nachmittag war die Anlage fertig.

Schon Montag geht sie ans Netz und wird trotz ungünstiger Verhältnisse (OST-Ausrichtung, steiles Dach) mehr Strom erzeugen, als wir verbrauchen. Wir ersparen uns auf diese Weise etliche Euro und der Umwelt pro Jahr 2000 kg CO2.

Hier gibt es Bilder vom Aufbau

Fertig

07.03.12
Es strömt…

DIe PV-Anlage ist seit vorgestern am Netz. Gleich gestern gab es schon mal 12,8 kWh.

15.04.12
Reif für die Insel?

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“Ein Sylter kommt eher nach Las Vegas als nach Hörnum”, sagte man uns. Viel besser sind wir auch nicht: als Schleswig-Holsteiner haben wir mehr als 25 Jahre gebraucht, um mal wieder auf die Insel zu kommen.

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Stoßstange an Stoßstange mit einem Porsche Carrera ging es zur Insel der Reichen und Schönen. Tolle Häuser, tolle Autos, tolle Menschen.
Der schöne Schein ist wichtig, doch man sollte nicht zu genau hinschauen: so sieht schon mal ein “Friesenhaus in hervorragender Lage”, wie hier angepriesen,

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in Wirklichkeit so aus:

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Wie zu erwarten war, tummeln sich allerlei sonderbare Gestalten in den Dünen und am Strand.

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Großartig ist das Verpflegungsangebot: Gosch, Fitschen am Dorfteich, Kupferkanne: Alles prima! Und es gibt jede Menge wirklich schöne Ecken, wie zum Beispiel in Hörnum (wo der Sylter ja nicht hinkommt, wie wir hörten)

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oder auch die Wattseite, wo ich am Rantumbecken reichlich einsame asphaltierte Pisten fand, auf denen ich endlich mal wieder meine Skikes ausprobieren konnte, die lange ungenutzt im Keller lagen.

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17.05.12
Vatertag

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Zum Vatertag – ohne Bollerwagen – Ausstellungsbesuch in Schloß Gottorf: Pop Art – Amerika und Europa. Auch hier wieder – wie auf Sylt – kreuzten komische Gestalten. unseren Weg. Anschließend Nordisches Essen im Hafen von Eckernförde.

26.05.12
Endlich Wärme

Lange hat es in diesem Jahr gedauert, bis die Wärme in den Norden kam. Zu Pfingsten dann endlich tolles Wetter. Die Beete sind frisch eingefasst, die Wege neu gepflastert.
Heute dann Eröffnung der Freiluftsaison mit Final4 in unserer Freiluft-TV-Arena.

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02.06.12
Meistersause

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…und was bringt das gebührenfinanzierte Fernsehen: Berichte über mehr oder weniger talentierte Balltreter 🙁

03.07.12
documenta 13

Kasselbesuch mit documenta -Bummel. Es gab ein paar neue Schuhe und das alte Paar wurde zu unserem ganz persönlichen doumenta-Beitrag. Ob es jemand endeckt und würdigt?

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Gerne gebe ich zu, den Text hier geklaut zu haben.

08.07.12
Auf dem Rennsteig

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Wanderung von Oberhof zum Schneekopf, dem högschten Berg des Thüringer Waldes. 16 km, 5 Stunden, Fuß-Aua, Blauer Zeh. Schön wars.

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09.07.12
Weimar

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Wir besuchten in Weimar Goethes Gartenhaus, aber der Hausherr war nicht da.

Das römische Haus hat Goethe von seiner Italienischen Reise mitgebracht.

Ebenfalls aus Italien hat Goethe Giancalo mitgebracht. Der eröffnete in der Schillerstraße ein Cafe gleichen Namens. Dort pausierten wir mit Kafee und Torte und lauschten einem Konzert des Strasenmusikernachwuchses.

Floethe bei Goethe

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Beim dem Kalauer darf ein Hinweis auf einen anderen großen Frankfurter – gemeint ist F.K. Waechter – nicht fehlen: https://www.zeigermann.com/oldblog/images/2009/02/12/goethe_floete.jpg

Nicht zu vergessen ist die sensationelle Bratwurst, die wir am Markt genossen. Unser Weimarbuch enthält dazu die passenden Verse von Marie Louise von Bartels:

Einst duftete es von allen Ecken,
In allen Gäßchen hat’s geschwelt,
Für uns´re Gaumen gab’s zu schlecken –
Die Rostbratwurst, die heut uns fehlt.

[…]

Auch klassisch ist sie unvergessen,
Mit diesem Titel macht sie Staat!
Man weiß, daß gern zum Bratwurstessen
Frau Goethe die Bekannten bat.

O Würstchen, bist du auch entschwunden,
Hat nichts auf dieser Welt Bestand?
Wann kehrst du wieder, uns zu munden?
Gehörst auch du ins Märchenland?

 

10.07.12
Nochmal Weimar

Frühstück beim Bäcker, dann zweiter Versuch, Anna Amalia Bibliothek.
Leider Fehlanzeige!

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Seiffen

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Von Weimar fuhren wir nach Seiffen,
Auf Erzgebirges luftger Höh‘,
Doch eines könn‘ wir nicht begreifen:
das wir hier keine Gäste seh’n.

Man schnitzt hier Zierrat und verkauft ihn
In den Geschäften schmuck und klein
Das sollte viele Gäste anziehn,
Doch sie stellen sich nicht ein.

Mit schwarzem Bier löscht man hier Durst,
Ich mag mich daran nicht gewöhnen.
Aus Weimar brachten wir Bratwurst,
Sie taugt, uns abends zu verwöhnen.

11.07.12
Camping in Seiffen

Ausser uns sind nur noch vier andere hier auf dem Platz.  Das Wetter ist kühl aber trocken. Der Ort liegt 2,5 km bergab, recht steil. Also erstmal ein stärkendes Frühstück, die Brötchen werden uns gebracht.

Rundgang durch Seiffen

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Klick aufs Bild für alle Erzgebirgsbilder

 

Diese Kirche kennt wohl jeder, der schon mal auf einem Weihnachtsmarkt war. Im Dorf beherbergt nahezu jedes Haus eine Schnitzerei. Überall riesige Nussknacker und Pyramiden. Was fehlt?  Amis und Japaner.

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Schwarteberg

Der “Dorfrundgang“ führt uns bis auf den Schwarteberg. Blick bis nach Böhmen (CZ).

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12.07.12
Oberwiesenthal

Heute sind wir etwas durchs Erzgebirge gefahren und zuletzt in Oberwiesenthal gelandet. Ein Spaziergang führte uns auch an der Fichtelbergschanze vorbei, der Heimanlage von Jens Weissflog, der hier ein Hotel betreibt.

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Ansonsten fiel uns eine neuseeländische Bar auf.

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Erstmals stehen wir auf einem Wohnmobilstellplatz. Eingepfercht zwischen möbelwagengroßen Scheußlichkeiten mit eigenartigen Bewohnern. Das ist nicht unser Fall und wird die Ausnahme bleiben.

Jens-Weissflog-Hotel

Für den kargen Stellplatz belohnten wir uns mit einem Abendessen in Jens Weissflogs Hotel.

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Schickes Haus, tolle Lage (ohne Blick auf eine der vier Sprungschanzen) und leckeres Essen. Zu DDR-Zeiten war das Haus Stasi-Mitarbeitern als Urlaubsdomizil vorbebalten und wurde im Volksmund ‚Erich-Mielke-Heim‘ genannt.

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Überall Medaillen, Pokale, Erinnerungsfotos. Nicht zu vergessen: Jens-Weissflog-Souvenirs und freitags: Kaffeklatch mit Jens. 9,90 € inkl. Kaffee und einem Stück Kuchen.

13.07.12
Karolvy Vary (Karlsbad)

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Heute habe wir bei (fast) Dauerregen einen weissen Fleck auf unserer Reisekarte beseitigt: erstmals waren wir in Tschechien!

Borniert wie Amis hatten wir kaum Ahnung von unserem Reiseziel. Schengen? Euro? Schaun wir mal!

Schengen: ja. Plötzlich verstanden nichts mehr: alle Schilder ausländisch, wir waren wohl “drin“. Nach ca. 30 km waren wir in Karolvy Vary, den Ort, den Herr Goethe noch “Karlsbad“ nannte.

Euro: nein. Wie zahlt man eine Parkuhr in einem fremden Land ohne einen Cent Landeswährung? Des einzige in deutsch gehaltene Satz war: “Wer nicht zahlt, wird abgeschleppt.“

Die liebe Frau trottete los, tschechische Kronen zu organisieren, ich schützte unser Auto vor Abschleppern.

Und schon ward ich tschechischer Parkplatzexperte: ein Auto hielt, der Fahrer fragte mich etwas auf (vermutlich) tschechisch. Ich machte ihm klar, daß ich nichts verstand, woraufhin er es auf englisch versuchte: ob ich ihm erklären könne, wie das hier mit dem Parken funktioniere. Ich zeigte ihm den Automat und sagte, dort könne er bezahlen. Wenn er tschechisch könne, würde er auch herausbekommen, wieviel. Er bedankte sich und sagte, er könne tschechisch. Ich schaute auf das Autokennzeichen: es war ein tschechisches.

So gestärkt machten wir uns auf den Besuch von Karlsbad, einem der berühmtesten Kurorte de Welt. In die Liste der berühmtesten Gäste bei Wikipedia schaffen wir es wohl nicht.

Wir sahen eine beeindruckende Ansammlung von Villen, Hotels und anderen Prachtbauten, alle Nobelmarken waren mit Boutiquen vertreten, auf der Straße parkte oder fuhr jede Menge teures Blech .

Dazwischen Touristen und andere, die das heilbringende Wasser aus neckischen Schnabeltassen schlürften.

Nach ausgiebigem Rundgang ging es zurück nach Sachsen
über Klingenthal nach Schneeberg.

14.07.12
Schneeberg

Nach unserem eintägigen Tschechien-Ausflug übernachten wir auf einem Campingplatz bei Schneeberg ‚von Dauercampern geprägt‘, wie der Campingführer schreibt. Hier stürmt es wie an der Nordsee. Nachher Dresden oder so.

Elbland

Von Hohndorf ging es entspannt über die Autobahn Richtung Dresden. Nun sind wir in Coswig, direkt an der Elbe. In der Nähe liegen Radebeul, Meissen und natürlich Dresden. Empfangen wurden wir mit einem Gewitter und kräftigem Regen.

Nun gibt es Gaffee und Kürschschdreusel. Der Sachsenspruch dieses Urlaubs fanden wir übrigens schon in Seiffen. Er stand auf einem Souvenirzollstock, man kann ihn z.B. anwenden, wenn wie eben gerade der dritte Regenschauer den zweiten ablöst:

15.07.12
Dresden

Klick aufs Bild für mehr!

Mit dem Rad sind wird auf dem Elberadweg von Coswig nach Dresden gefahren. Dort dann Touristenprogramm (jetzt mit Japanern). Die restaurierten Fassaden am Alten Markt wirken – nicht nur auf den Fotos – wie Kulissen. Dann weiter nach Loschwitz, Riesenbetrieb auf dem Radweg. Kaffeetrinken am Blauen Wunder, dann zurück nach Coswig. Trocken geblieben!

16.07.12
Meissen

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Wieder beginnt der Tag mit Regen. Wieder bleiben wir trotzdem trocken. Heute mit dem Rad nach Meissen (wo Breißen beginnt):

„Warum ist denn die Älwe
bei Dräsdn so gälbe?
Sie härmt sich ze schanden,
weil sie muss aus den Landen,
Denn gleich hinter Meißen,
– pfui Spinne!- liecht Breißen.

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Unklar ist, ob man Meissen mit ’ss‘ oder ‚ß‘ schreibt. Selbst in offiziellen Broschüren und Schildern werden beide Schreibweisen verwendet. Folgende Bilder zeigen ein Schild, angebracht am Rathaus und einen Briefkasten unterhalb des Schildes.

 

Imposant liegt die Albrechtsburg hoch über der Stadt, man kann sie auf einem Weg umrunden. Wir stärkten uns in der Kleinmarktschänke und radelten dann durch den Friedwald zurück nach Coswig.

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17.07.12
Über Moritzburg zum Harz

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Wegen schauderhafter Wetterprognosen haben wir heute das Auto genommen und sind nach Moritzburg zum Jagdschloss gefahren. Dort langer Spaziergang im Park zum Fasanenschlösschen.

Auffällig ist, dass hier überall die Hand aufgehalten wird, möglicherweise ist es anderswo ähnlich, aber heute nervte es: Parkgebühr selbst auf weit entfernten Dreckplätzen, Eintritt Schloss, Eintritt Fasanenschlösschen, Eintritt Tierpark, Benutzung der Toilette…

Man kommt sich schon etwas geneppt vor. Wurden diese Sachen nicht auch mit Steuergeldern, Soli etc. finanziert, also von uns? Eine vierköpfige Familie ist hier schnell mal 50€ los. Und das, wo sie nebenbei noch die Banken retten muss.

Von Moritzburg ging es dann nordwärts über die Autobahn nach Dessau. Dort haben wir das Bauhaus (lecker Apfelkuchen) und die Meisterhäuser besichtigt. Dann weiter in Richtung Harz.

In der Magdeburger Börde gibt es noch immer noch die riesigen Felder wie sie in der DDR üblich waren. Wer sind eigentlich die Rechtsnachfolger der LPGs?

Der Campingplatz bei Werningerode bot wenig, das Restaurant war um 19:00 Uhr bereits geschlossen: Mitte Juli, Hochsommer, Ferienzeit! Da Beste am Platz ist die Nähe zu Werningerode. Also mit dem Rad nach talwärts. Im Ort schönes Fachwerk, Essen im Hexenkessel. Wir hätten gewarnt sein sollen: auf der Karte standen auch ‚Schnitzel mit Ananas, Käse überbacken , Pommes und Sauce Hollandaise‘ sowie ‚Schnitzel, gefüllt mit Harzer Käse‘. Harzgastronomie ist nicht meine Sache.

18.07.12
Heute Harz

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Brockenwanderung: Regen – Sonne – Regen …  Abbruch? Nein – Ja – Nein. Zweiter Anlauf mit Schirm. Der Schirm hilft, es bleibt trocken. Von Schierke auf den Brocken sind es 8 km 500 Höhenmeter. Schöner Weg, ständige Abwechslung zwischen schwitzen und frieren. Dazwischen immer wieder das Pfeifen der Dampflock der Brockenbahn.

Oben beim Brockenwirt Bratwurst aus der Mikrowelle. Lecker! Draussen kalt und windig, kaum Sicht. Als wir die Hütte verlassen, das Wunder: Sonne, klare Sicht in alle Himmelsrichtungen. Glücksschweine, die wir sind!

19.07.12
Abflug

Der Tag begann wie oft: mit Regen. Wir fuhren nach Goslar und liefen etwas durch die Stadt. Auch wie immer: bei Sonne. Danach Heimreise nach Kiel, weite Teile der Fahrt goß es in Strömen.

Aufgeräumt

Ich habe etwas aufgeräumt:

  • die Bildergalerien der Sommerreise 2012 erreicht man jetzt auch über den jeweiligen Beitrag durch Klick auf das Bild.
  • Außerdem stehen alle Bildergalerien jetzt in der linken Spalte in der chronologischen Reihenfolge: die neuste Galerie ist oben.

Auch ja: wir sind wieder zu Hause!

24.07.12
Die Queen in Kiel

Erstmals kam Luxusliner Queen Elizabeth nach Kiel. Anlaß für viele, schon am frühen Morgen zur Förde zu pilgern.

 

12.08.12
Public Viewing

Zum letzten Olympiatag endlich mal wieder Sommer. Public Viewing!

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09.09.12
Riesen-Rhabarber

Eigentlich stand am (angeblich letzten) Sommerwochenende des Jahres der Tag der offenen Tür des Schauspielhauses auf dem Programm. Die Türen waren offen, aber sie gewährten nicht – oder wir fanden nicht – was wir erwarteten: der Blick hinter die Bühne.

Also war der Besuch nur kurz und während die letzten Teilnehmer des Kiel-Laufs sich Richtung Ziel quälten besuchten wir den Botanischen Garten der Uni und entdeckten für uns den Gunner, den Riesen-Rhabarer (Gunnera manicata). Um zum Schauspielhaus zurück zu kommen: im ‘Kleinen Horrorladen’ hätte auch Gunner eine gute Figur gemacht.

BotanischerGarten Kiel: Mammutblatt (Gunnera)

30.09.12
Über Worpswede nach Italien

Irmtraud 60Bettenwechsler, Outlet-Shopper, HSV und Werder-Fans veranlassten uns, für den Weg nach Worpswede -dem Startpunkt unserer Herbstreise- über die Glückstädter Elbfähre zu wählen. Die ‚Künstlerdeponie‘ (Moritz Rinke) war das Ziel, weil die liebe, sechzigjährige, nach Schwaben immigrierte Irmtraud (aka Irmi, Irmel) uns in ihre norddeutsche Heimat eingeladen hatte, um ihren Geburtstag zu zelebrieren.

 

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Imrtrauds 60. in Worpswede

Die Elbquerung war gelinde gesagt herbstlich: Wolkenbruch, Hagel, Blitz, Donner, Sturm. Doch das Wetter besserte sich, je näher Italien kam. Bereits in Worpswede schien die Sonne. Natürlich nicht lange genug, um dem gemütlichen Abend mit alten Freunden bis zum Ende zu beleuchten.

 

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Das schöne Wetter liefert auch den Grund, nicht sofort am nächsten Morgen gen Italien zu starten. Nach Frühstück, Spaziergang und Friedhofsbesuch (neben Frau Broderson-Becker ruhen dort enorm viele Kücks, Moritz Rinke hat nicht übertrieben) schien uns Hofgeismar als Tagesziel angemessen, zumal wir uns die TV-Übertragung des THW Sieges beim CL Spiel in Madrid nicht entgehen lassen wollten.

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Leider zickte die Elektronik unseres Autos herum und wollte nicht aufhören den Partikelfilter zu reinigen. Also muss Italien weiter warten. Morgen geht es in die Werkstatt 🙁

01.10.12
Zwangspause

Das Auto gibt den Fachleuten Rätsel auf. Die Kontrollleuchten sagen, der Dieselpartikelfilter sei defekt, allerdings sieht der lt. Werkstattpersonal eigentlich noch gut aus. Wir entscheiden dennoch, einen neuen einzubauen, akzeptieren damit Kosten weit über 1000€ und einen weiteren Tag Anreisestopp.

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Wir entern zu Dritt Omas Küche und kochen und backen. Weil Opa schlecht hört, bloggt blockt Oma jetzt auch.

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02.10.12
Teurer Urlaub

Den Tagessatz unseres Urlaubs müssen wir dringend senken. Die ersten zwei Tage kosteten inklusive Autoreparatur mehr als ein 8 GByte MacBook Pro mit mattem 15“  Display.

Nun steht das Auto vor der Tür, der Partikelfilter ist erneuert, die Lämpchen sind aus und die Luft bleibt rein. Mal sehen wie lange das gut geht, denn 100% sicher war man sich in der Werkstatt nicht, ob der Partikelfilter die Ursache war…

Morgen versuchen wir unser Glück und steuern Füssen an. Immerhin hatten wir hier in Nordhessen schönes Wetter.

03.10.12
Wir kommen nicht weg…

Wir brechen auf, Richtung Süden. Nach 130 km fängt unser Auto wieder an zu zicken. Das gleiche Verhalten trotz Reparatur. Wir kehren um, zurück nach Hofgeismar. Heute ist Feiertag (für Einige), morgen geht es wieder zur Werkstatt…. Notfallpläne: Hotelurlaub mit Bahn, Flieger, Ersatzwagen. Kein Herbsturlaub, dafür Skilaufen…

04.10.12
Urlaub fällt aus

Die Leute vom VW Service sind freundlich aber ratlos. Die Anfrage ‘beim Werk’ dauerte inklusive Rückfrage fast den ganzen Tag. Ergebnis: eine Latte von Dingen, die geprüft, gemacht, gewechselt werden sollen. Da zu braucht es Dichtungen, die müssen erst bestellt werden. Morgen geht es also weiter, am Ende soll eine Messfahrt gemacht werden, deren Ergebnisse dann wieder ‘ans Werk’ gesendet werden sollen. Ja und dann haben wir Wochenende, es kann also dauern. Wenn wir dann irgendwann wieder fahren, dann bestimmt nicht in südliche Richtung. Urlaub fällt aus!

Hier ist jetzt richtig Herbst: um irgendwas zu machen, haben wir bei Sturm und Regen den Kelzer Berg bestiegen. Man kommt auf Ideen…

Weitere Zeitvertreibe: Kochen und Kuchen backen. Na ja, das machen wir im ‘richtigen’ Urlaub ja auch.

05.10.12
Kinder sammeln keine Kastanien mehr.

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Früher schmissen wir Knüppel in die Bäume, um an die reifen Kastanien zu kommen. Die wurden dann mit Streichhölzern zu Männchen verarbeitet, die später dann in Schuhkartons verschimmelten. Heute tut man das wohl nicht mehr. Kiloweise liegen die braunen Herbstfrüchte auf der Straße und werden platt gefahren. Ebenfalls ausgestorben: Drachen basteln und dann steigen lassen, bis sie zwangsläufig in irgendwelchen Bäumen hängen bleiben. Gibt es wenigstens schon eine Drachen-steigen-lassen-App?

Teilerfolg

Der halbe Freitag verging mit Warten auf neue Informationen “vom Werk“. Es wurden Ventile gereinigt, Öl gewechselt, Schläuche geprüft, Software aktualisiert. Probefahrt: nach kurzer Zeit leuchtet die Lampe Partikelfilterregeneration.

Neue Anfrage “beim Werk”, ewiges Warten auf eine Antwort. Anrufen kann man “das Werk” übrigens nicht. Die Werkstatt fragt per Mail und wartet auf Antwort. Bevor die Antwort nicht gekommen ist, darf sie keine neue Frage stellen.

Kein Vorwurf an die nordhessischen Mechaniker, aber nach einer Woche sind wir trotz Anfrage “beim Werk” keinen Schritt weiter Die Kosten sind auf die eines MacBook Pro mit 15“ Retina Display angestiegen, der Urlaub ist geplatzt und wir sitzen 400 km von zu Hause entfernt.

Um die Sache zu beenden, wagen wir es, trotz blinkender Warnlampen die Heimreise anzutreten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Auto im Prinzip OK ist und dass die Mischung aus Sensoren, Elektronik und Software uns in Form blinkender Lampen einen Streich spielt.

Hier die gute Nachricht des Tages und der Teilerfolg: ohne weitere Störungen bewältigt unser Auto mit leicht angespannten Fahrgästen die 400 km bis zur Heimat. Elektronik/Software/Sensorik verordnen dem Motor zwar den ‘Notlaufmodus’, der sich anfühlt, als habe er 30 PS weniger. Egal, wir kommen an!

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Noch so ein Späßchen: seit dem letzten Eingriff der Mechaniker läuft der Ventilator der Motorkühlung, sowie man den Motor anstellt.  Und er läuft weiter, wenn man den Motor sofort wieder ausstellt. Liegt bestimmt an der Software, oder am Sensor oder an der Elektronik…. Die Menschheit hat einen Punkt erreicht, wo sie Maschinen baut, die von Menschen nicht mehr verstanden werden. Bei der Reparatur assistieren Computer oder anonyme Callcenter, wahrer Sachverstand stirbt aus. Das ist schlimm und betrifft nicht nur Autos. Hoffentlich bekomme ich noch einen rein mechanischen Rollator, wenn es mal soweit ist.

Schau’n wir mal, was dem Händler unseres Vertrauens zu unserem Urlaubserzählungen einfällt. Will ich das wirklich wissen? Ich weiß schon jetzt viel mehr über Dieselpartikelfilter, Drosselklappen, AGR-Ventile und Differenzdrucksensoren, als ich möchte.

Unsere Kind bietet an, sich ums Auto zu kümmern und uns einen Last Minute Flug nach Sizilien zu organisieren.

Hmmmm….kostet soviel, wie ’ne Dieselpartikelfilterreparatur … oder ein MacBook Pro……oder ein halbes Jahr jeden Tag in der Bullerei essen….ich glaube ich bin werde geizig..

09.10.12
Überraschung…

Der Serviceleiter der heimischen VW-Werkstatt hört die Geschichte unserer Reise mit Staunen und prophezeit einen Problemfall. Wir stellen uns für die nächsten Tage/Wochen auf ein Leben ohne Auto ein. Statt Italien nun also Kiel. Das Wetter ist sonning und kalt (7°C). Wir machen eine Radtour. Es gibt Traumschiffe, dicke Pötte, Landidyll…

Die Aida cara nimmt neue Gäste für eine Ostseekreuzfahrt auf.

Pferde bei Knoop.

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Containerfrachter im Nordostseekanal.

Großes Erstaunen dann bei der Heimkehr: der Serviceleiter der VW Werkstatt teilt uns mit Triumpfgeheul mit, der Fehler sei gefunden, wir könnten das Auto abholen. Ursache sei ein defekter Differenzdrucksensor, der so defekt sei, dass dieser Defekt noch nicht einmal im Fehlerspeicher abgelegt sei. In der Tat: dieses Teil wurde bisher weder geprüft noch gewechselt. Natürlich sind wir skeptisch.

Wir werden die Probe aufs Exempel machen: gleich morgen fahren wir bis zum nördlichsten Zipfel Dänemarks: nach Skagen am gleichnamingen Rak gelegen. Das hat Symbolkraft. Ich hoffe nicht, dass wir nach der Reise vor einem kleinlauten Serviceleiter stehen, der uns erklärt, wie kompliziert die Technik geworden sei.

Juhu: Auto packen! Dieses Mal die warmen Klamotten. Auf uns wartet ein nordischen Herbst mit Sonne und mückenfeindlichen Temperaturen.

14.10.12
Testfahrt

So sieht ein Differenzdrucksensor aus.

Das Vertrauen in unser Auto war nun erst mal dahin. Der Differenzdrucksensor wurde ersetzt. Eine Testfahrt sollte uns davon überzeugen, dass nun wirklich alles wieder in Ordnung ist. Weil wir wenig Lust hatten, erneut gen Süden aufzubrechen, suchten wir uns die 500 km entfernte Nordspitze Dänemarks aus: Skagens Greenen.

Warme Klamotten waren angesagt, denn es ging an die Nordsee. Wir übernachteten bei ungemütlichen 5°c auf einem verwaisten Platz in Aalborg. Das Auto lief störungsfrei.

Beim Stadtbummel in Aalborg bekamen wir den Eindruck, dass der Norden es in Sachen Schuhmode durchaus mit Italien aufnehmen kann.

Am nächsten Tag ging es weiter, bis es nicht mehr weiter ging. Am nördlichsten Ende Dänemarks tummelten sich reichlich Herbstouristen. Am Horizont sahen wir – wie an der Perlenkette aufgereiht – zahlreiche Frachter, die Skagen umrunden, um von der Ostsee in die Nordsee oder umgekehrt zu kommen.

Leider waren alle Campingmöglichkeiten in Skagen bereits geschlossen. Wir übernachteten in Tornby Strand südlich von Hirtshals. In Hirtshals suchten und fanden wir den Italiener wieder, wo wir vor ca. 15 Jahren erstmals Penne Salmone gegessen haben: sie schmeckten auch dieses Mal wieder sehr lecker (Ristorante Italiano Pizzeria Nørregade 9B).

Die  Temperaturen waren auch für den nordischen Herbst zu niedrig, am dritten Tag des Testfahrt machten wir uns auf den Heimweg. Der führte uns zunächst zur größten Wanderdüne Europas: Rudbjerg Knude.

Rudbjerg Fyr. Unglaublich, daß hier vor 10 Jahren noch ein Cafe und ein Flugsandmuseum 🙂 standen, d.h. sie stehen immer noch, sind aber vom Sand begraben. (siehe obigen Link)

Einen weiteren Zwischenstopp legen wir in Arhus ein. Das imposante Kunstmuseum AroS merken wir uns für später vor. Nach drei sonnigen, eiskalten Tagen kamen wir dann am Abend ohne weitere Zwischenfälle bei strömenden Regen wieder Hause an. Das Auto hat gehalten, den Werkstätten, die wir zwangsweise besuchen mussten, haben wir vom nördlichsten Punkt unserer ‚italienischen Reise‘  eine  Postkarte geschickt.

Weitere Bilder unserer Testfahrt nach Dänemark

20.10.12
Herbstvogel

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Der Herbstvogel ist geschlüpft und sitzt nun in unserem Schneeballstrauch

Hüttener Berge

Bis 1920 stand Herr Bismark in Apenrade (DK). Nach der Neufestlegung der Deutsch-Dänischen Grenze wollte ihn dort keiner mehr haben. Seiher blickt die Statue vom 91m hohen Aschberg ins schleswig-holsteinsche Land.

Wir nutzten das (vorgeblich letzte) schöne Herbstwochenende zu einer Radtour durch den Naturpark Hüttener Berge.

30.12.12
Weihnachtsbilder

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Weihnachtsschmuck und Weihnachtsbäckerei

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Orangen-Fenchel-Salat – Roastbeefbraten mit Pommes Duchesse und Speckbohnen – Baked Alaska

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Danach besinnliches Surfen unterm Tannenbaum

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Alles zusammen.