09.04.15
Frühjahrsreise nach Südtirol

Frühjahrsurlaub machen? Nachts fast überall Minusgrade, Neuschnee im Allgäu… ‚Überetsch‘ heißt die Lösung, ein kleines Gebiet in Südtirol, südlich von Meran gelegen und durch einen Höhenrücken von der Etsch und der Brennerautobahn getrennt. Am Mittwoch nach Ostern geht’s über die traumhaft leere A7 nach Süden. Das Allgäu ist frisch gezuckert. Strahlender Sonne.

Also weiter über den Fernpass aufs Mieminger Plateau: Hotel Stern in Obststeig hat immer etwas zu Essen für Durchreisende. Nur kleine Karte aber leckere Schlutzkrapfen, dann weiter zum Brenner. Immer noch kein Verkehr.

Um 19:00 Uhr landen wir in unserer Herberge. In Oberplanitzing haben wir ein Zimmer im Strengherrenhof gemietet: ein 400 jahrer alter, befestigeter Gutshof mitten im Weinberg. Es ist jetzt 00:17 Uhr und draußen sind 17 Grad!  Geht doch!

Am nächsten Tag setzen wir uns aufs Rad, um bei herrlichem Wetter die Gegend zu erkunden. Sorgenvoll registrieren wir, das es auf dem Weg nach Kaltern ständig bergab geht.  Das Städtchen liegt übrigens nicht an dem bekannten See, der dem Wein hier den Namen gibt. Zum See geht es noch ein paar Kilometer weiter bergabwärts.

Die Wege sind alphaltiert und schmal und führen ständig durch Wein- oder Apfelplantagen. Es ist nicht viel los: Nebensaison. Dennoch tummelt sich einige Urlauber auf den Wegen. Der Campingplatz am See sagt uns nicht zu: dicht nebeneinander stehen die großen Wohnmobile ohne trennende Hecken oder dergleichen. Keine Alternative zu unserem Ansitz!

Der Rückweg führt auf der anderen Seite der Ebene wieder über Wein und Apfelwege, nur dass es jetzt ständig bergauf geht, bzw. bergauf/bergab, denn es gilt einige Höhenrücken zu überwinden, die wir ungeschickt allesamt in unsere Route eingebaut haben.

Irgendwann sind wir dann wieder auf unserem Ansitz: unsere als gemütliche Kennenlernrunde geplanter Ausflug geriet mal wieder zu einer ausgiebigen Radtour.

Zum Abendessen kehren wir im ‚Speckkeller‘ ein, eine Weinstube im Gewölbe mit redseligem Wirt. Der Wein kommt gleich als Flasche auf den Tisch, gezahlt wird was getrunken wird. Zum Essen gibt es Knödel-Tris.

Montiggler Seen

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts im Überetsch lassen wir die Räder stehen und wandern quer durch die Ebene zu den Montiggler Seen. Natürlich geht es zunächst wieder bergab und dann auf der gegenüberliegenden Seiten durch den Wald zu den Seen. Die Wege sind gut und trocken. Schnee hat es hier den ganzen Winter nicht gegeben. Das Wetter ist schön, aber dies ist noch nicht lange so. Noch an Ostern soll es hier sehr ungemütlich gewesen sein.

Auf dem Rückweg kommen wir wieder durch Kaltern, wo wir auf dem Markt eine Pause machen und die anderen Leute beobachten.

Höhenweg

Schloß ?? in Kaltern

Am dritten Tag unserer Frühjahrsreise wollen wir es etwas ruhiger angeghen lassen und gehen den Höhenweg in Richtung Kaltern. Die steile Bergbahn zum Mendelpass macht grade Mittagspause, wir nehmen den Citybus nach Kaltern und gehen später über den Weinweg nach Oberplanitzing zurück.

Zum Abendessen gehen wir wieder in den Tannhof, der besondere Gäste hat: zwei rivalisierende American Football Teams aus Mailand und aus Meran die am morgigen Sonntag ein Spiel austragen werden. In unserem Ansitz bekommen wir davon nichts mit.

Über den Mendelpass zu ‚Christel im Loch‘

Kaltern vom Mendelpass

Am heutigen Sonntag treffen sich Motorradfahrer im beschaulichen Oberplanitzing. Es soll eine Segnung geben und Rockmusik. Kurzerhand hat man die einzige Durchgangstraße durch den Ort gesperrt. Harley-Davidsons, Oldtimer und Oldtimerinnen. Auf einem Parkplatz direkt vor unserem Ansitz halten die Footballer der Mailand Seamen ihre Taktikschulung ab.

Wir nehmen das Auto und kurven zum Mendelpass hinauf, eine teilweise spektakkuläre Straße mit tollen Blick. Insgesamt ist hier nur wenig Betrieb. Etliche Radfahrer haben sich bei der Bergpassage ausgetobt. Etwas abgelegen finden wir das Skigebiet Roman. Auf der Piste liegt noch Schnee, aber der Liftbetrieb ist eingestellt.

Gleitschirm am Mendelpass

Wir fahren auf der anderen Seite talwärts. Hier sind wir jetzt im ‚richtigen‘ Italien. Wir fahren durch eine schöne hügelige Gegend, die ans Allgäu erinnert. In der Ferne sieht man das Ortlermassiv. Wir möchten mit dem Roen einen weiteren Berg (per Auto) erklimmen, aber die Straße ist leider gesperrt.

Apfelblüte bei Tramin

Über Mezzolombardo geht es zurück ins Überetsch. In Tramin blüht es bereits in den Apfelplantagen.In Am Kalterer See und in Kaltern herrscht nur Ausflugsbetrieb. Der erste Frühlingssonntag hat viele angelockt.

Wir fahren zur Jausenstation „Christel im Loch“, die wir auf unserer Radtour entdeckt haben. Es gibt eine monströse Jause, am Nachbartisch feiern Italiener „Premiera Communione“.

In Oberplanitzing sind immer noch die Motorrad-Oldies zugange. Warmes Essen fällt heute aus: wir machen Vesper im Zimmer und gucken Handball Championsleague im Internet. Der THW Kiel verliert mit zwei Toren bei Pick Szeged.

Nach Algund

Im zweiten Teil unserer Frühjahrsreise wollen wir dann doch wieder Camper sein, wir fahren in die Gegend um Meran. Unser Ziel ist Lana, doch das gefällt uns überhaupt nicht.  Es ist uns viel zu städtisch, der Campingplatz liegt mitten im Industriegebiet. In Algund gefällt es uns dann besser. Den Campingplatz ‚Via Claudio Augusta‘ kennen wir bereits . Hier standen wir schon mal zwei Stunden vor dem verschlossenen Tor, um dann nach der  Mittagspause zu erfahren, dass kein Platz frei ist.

Dieses Mal habe wir mehr Glück. Wir bekommen eine Platz am Ententeich zwischen anderen Bussen aus Norddeutschland und freiem Blick auf ein tolles Bergpanorama. Weniger Glück haben wir beim Abendessen. Wir finden eine Art Pizzeria.  Es ist nicht sehr gemütlich, aber das Essen ist OK.

Algunder Waalweg

Direkt hinter dem Campingplatz Via Claudia Augusta führt der Radweg an der Etsch entlang. Zum Frühstück radle ich in sieben Kehren eine Rampe in den Vintschgau hinauf.  Oben wird es flach, im ersten Dorf kehre ich um.

Heute steht die Bewanderung auf dem Algunder Waalweg auf dem Programm. Nach dem Frühstück geht es auf der gleiche Strecke wie zuvor bis zum Ende der Steigung, dann auf den Waalweg. Waale sind Bewässerungskanäle auf denen frisches Bergwasser durch die Apfelplantagen geleitet wird. Die Waalwege führen an diesen Kanälen entlang.

Das Wetter ist herrlich, 25 Grad sind vorhergesagt, die Apfelplantagen sind in voller Blüte. Der Weg ist eben und bietet tolle Ausblicke ins Meraner Land. Unterhalb von Dorf Tirol geht es nach einer kurzen Passage auf der Straße zur Tappeiner Passage, ein gepflegter Weg der als botanischer Garten ausgebaut ist und der bis in die Meraner Innenstadt führt.

Hitze! Die Sonne brennt!  Im Café Schlehdorf machen wir Pause bei Marillenknödeln und Hirtenmakaroni, dann geht es weiter nach Meran. Dort kaufen wir – wie immer – getrocknete Tomaten, finden keinen Bus nach Algund und machen uns zu Fuß auf den Rückweg.
Das Abendessen im Römerhof ist kein schönes Erlebnis. Das Essen ist ok, der Service miserabel. Egal!

23.06.15
Kieler Woche Tag

Wir hatten Glück mit dem Wetter bei unserem Kieler Woche Tag in Schilksee. Obwohl schlechtes Wetter vorhergesagt war, schien fast durchgehend die Sonne. Die Segler fanden das Wetter nicht so gut, denn der Wind fehlte. Erst am Nachmittag frischte es auf und alle Bootklassen wurden gleichzeitig losgeschickt. Das Gewimmel war entsprechend groß.

15.08.15
Reise nach Schweden

Urlaub zur Ferienzeit: In fast allen Ländern in Europa sind im August Schulferien, im Süden wechseln sich zudem Hitze und Unwetter ab. Wo soll man nur Urlaub machen? In letzter Minute die Idee: Schweden! Es liegt vor der Tür, wir waren lange nicht dort und im Gegensatz zu Resteuropa verheisst der Wetterbericht 14 Tage Sonne bei 20-25 Grad.

Wir kramen unser altes Kanu heraus und wir wählen den Weg über die Brücken – Kleiner Belt, Großer Belt, Öresund. Das Ziel ist Karlskrona, die alte Marinestadt auf den Schären mit Weltkulturerbe.

Der Dragsö Camping liegt auf einer eigenen Schäre, das Stadtzentrum ist gut mit dem Rad zu erreichen. Zunächst mutet der Platz überfüllt an, aber je weiter man vordringt, desto ruhiger wird es. Im hintersten Winkel finden wir unseren Stellplatz

: Blick aufs Wasser mit Sonnenuntergang und abendlicher Karnickelshow. Nur zwei andere Camper in Sichtweite. Der Start ist geglückt.

Ich will noch mehr schreiben, z.B. über

  • Fotoshooting für Merian
  • Wanderung
  • Bootsfahrt in die Schären
  • Langsjönäs
  • Südschwedische Landhäuser
  • Sandstrand mit Blick auf Bornholm

31.08.15
Erste Schritte in Den Haag

Unser Kind ist nach Den Haag gezogen. Naja, so richtig eingezogen ist sie noch nicht: sie hat eine Wohnung, dort stehen auch schon ihre Möbel und Umzugskartons. Aber das ist es auch. Also fahren wir zusammen nach Holland, um den Umzug zu vollziehen und natürlich auch, um die neue Umgebung kennen zu lernen.

Die Bezeichnung ‚Holland‘ ist in diesem Fall sogar korrekt, denn Den Haag liegt in der Provinz ‚Zuid Holland‘ die zusammen mit ‚Nord-Holland‘ in den Augen vieler unserer Nachbarn den wichtigsten Teil der Niederlande bilden, weshalb sie beim Fußball auch immer ‚Holland, Holland‘ rufen (Parallelen zu ‚Bayern‘ halte ich aus mehreren Gründen für unangemessen).

Die ersten Nächte verbringen wir auf dem Campingplatz „Duin Horst“. Er ist nördlich von Den Haag gelegen und mit dem Fahrrad zu erreichen. Das  Abendessen gibt es in Form einer Pizza in der Innenstadt. Unserer Räder parken in einem kostenlosen bewachten Fahrradparkhaus. Guter Auftakt!

Am nächsten Tag erkunden wir mit den Rädern das Umland und sind erstaunt, wie schnell wir an der Nordsee sind. Nur fünf Kilometer sind es vom Stadtzentrum bis nach Scheveningen, dem Strand von Den Haag.

Die Bebauung in Scheveningen gehört zum hässlichsten, was ich bisher an Strandpromenade gesehen habe. Der Strand selbst ist gigantisch breit. Es bläst ein kräftiger Sturm.

Beim Besteigen des Bungee-Turms habe ich Mühe, mich festzuhalten. Meine Mütze sucht das Weite, sie segelt von dannen. Da wo die Promenade endet, beginnt ein Dünengebiet. Toll, man muss nur der Promenade den Rücken zukehren.

Am dritten Tag radelt wir durch einen der vielen Parks der Stadt ins nördliche Dünengebiet. Nordsee pur! Man denkt, man sei auf Sylt! In der Ferne die Hochhäuser von Den Haag. Mittendrin in den Dünen ein Pfannkuchenhaus mit reichlich Wespen.

In Wassenaar zu wohnen, muß man sich leisten können. Eine Prachtvilla reiht sich an die nächste. Oft sieht man nur ein Eingangstor und einen großen Park. Dem Vernehmen nach wohnte hier auch der Holländische König, als er noch Prinz war. Am Abend gibt es einen gewaltigen Regenschauer, der weite Teile der Campingwiese unter Wasser setzt.

Am nächsten Tag stehen Großeinkäufe an: ein original Hollandrad für den Personentransport und eine Schlafcouch für die Gäste. DIe Couch lassen wir klugerweise liefern: um 21:00 Uhr abends werden fünf gewaltige Pakete über das enge, steile Treppenhaus in die Wohnung gebracht.  Zum Schlafen müssen wir aber noch ein letztes Mal zum ‚Dünenhorst‘ radeln.

Am Folgetag bauen wir die Couch auf, kaufen eine Waschmaschine und freuen uns darüber, daß diese nicht nur durch das enge Treppenhaus sondern auch millimetergenau in die vorgesehene Abstellkammer passt. Es folgt die erste Nacht auf der Schlafcouch. Leider wird die Nachruhe durch einen Wassereinbruch im Dach gestört. Es tropft! Holland und Wasser, das geht zusammen.

Bemerkenswert sind die Parkregeln: alle Parkplätze sind kostenpflichtig. Manche immer, manche nur von 18:00 bis 24:00 Uhr. Die Kosten sind mit 1,70 € pro Stunde heftig, da kommen für einen Abend schon mal 10 € zusammen. Bezahlen ist unbedingt zu empfehlen, sonst droht der Abschleppwagen oder die Parkkralle. Die angenehme Seite: es gibt immer reichlich freie Parkplätze und als Fußgänger ärgert man sich nicht über zugeparkte Wege. Und: Anwohner können eine Gästekarte erwerben, die ein ganzes Jahr gilt. Na also!

Am Wochenende bewegen wir uns wieder wie Touristen. Am Geburtstag eine lange Radtour durch das südliche Dünengebiet bis nach Kijkduin und zurück durch einige Parks.

Am Sonntag dann ein Stadtbummel. Ab Mittag sind alle Geschäfte geöffnet, die Stadt ist voll mit Menschen, überall gut gefüllte Straßencafés. Wir belegen zwei Tische, die Wirtin meint, einer reiche doch. Als wir dann Pfannkuchen bestellen ändert sie ihre Meinung.

Abends dann radelt das Kind „kurz zum Meer“, baden. Wohl dem, der an so einem Ort wohnen und arbeiten darf. Unsere ersten Schritte in Den Haag machen Lust auf mehr. Zum Glück gibt es ja die Schlafcouch.

16.10.15
Karwendel im Herbst

Im Karwendelgebirge gibt es ein Hochtal in dem ein großer Bestand an Bergahorn wächst. Laubbäume kommen solch großen Höhen eher selten vor. Im Herbst, wenn sich das Laub färbt ist das Tal ein sehenswertes Ausflugsziel.

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23.10.15
Herbstmarkt

Der Herbstmarkt lockt jedes Jahr viele Besucher  ins Freilichtmuseum Kiel Molfsee.

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28.10.15
Schiffe und Schiffe

In Kiel wird viel gebaut, da bietet der Abriß einiger Gebäude ungewohnte Ausblicke. Aber nicht nur Häuser sondern auch Schiffe werden in Kiel gebaut, z.B. „A“ die größte Segelyacht der Welt.

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