01.01.20
Frohes Neues Jahr!

Mein Vorsatz für 2020: ich übe Selfies, denn eigentlich wollte ich mit diesem Bild vorgaukeln, ich sei in Berlin. Na ja.

Wir spulen das übliche Neujahrsprogramm ab. Faul rumliegen, Skispringen gucken und  trotz schönem Wetter nicht rausgehen. Zwischendurch vertilgen wir die Reste vom Sylvesteressen.

09.01.20
Volleyball

Der Termin dauert kaum länger als die Parkplatzsuche: der Arzt meint: „abwarten“ (nach mittlerweile mehr als drei Monaten! ) und verpasst Friedel ein Pflaster. Den Rest des Tages erholen wird uns vom frühem Aufstehen und guckten TV Sport.

Der Einzug der Volleyballer ins Finale des Qualifikationsturniers für Olympia begeistert uns und motiviert mich zu einer Anfrage bei Barney, ob wie ihn in Berlin besuchen können und gemeinsam zum Volleyball gehen wollen. Die Antwort steht aus. Das Finale ist morgen.

Der Mann im Fernsehen sagt, die Weltwirtschaft würde unter dem Handelskrieg zwischen USA und China leiden. Die Schwellenländer hingegen würden sich gut entwickeln , da sie nicht so abhängig wären. Das gefällt mir und ich verdreifache mein Engagement in Emerging Markets ETFs. Allerdings vergesse ich zu prüfen, ob mein ETF China mit zu den ‚Emerging Markets‘ zählt.

10.01.20
Berlin? Nö!

Da Barney sich bis Mittag nicht meldet, entscheiden wir nicht zum Volleyball Finale nach Berlin zu fahren. Kurz darauf ruft er dann doch an und meint, es könnte klappen und er könnte Karten besorgen. Aber jetzt ist uns das zu knapp und wir wollen nicht mehr. Ich hätte ja auch gleich anrufen können, aber ich gebe zu, ich habe es auch ein wenig als Lotterie gesehen.

Die deutschen Volleyballer verlieren das Finals sang- und klanglos und fahren nicht zur Olympiade. Wir sehen das Spiel im Fernsehen und denken, dass es vielleicht ganz gut war, nicht nach Berlin zu fahren.

18.01.20
Große und Kleine

Bei der Handball EM kassiert das deutsche Team ein knappe Niederlage gegen Kroatien. Dule macht ein ganz großes Spiel. Die deutsche Mannschaft führt fast die ganze Spieldauer unterliegt aber am Ende mit einem Tor. Damit ist ein Weiterkommen im Turnier ausgeschlossen.

Bob Hennig nervt die Handballwelt mit geschmackloser Kleidung, idiotischen Zielvorgaben und ständigem Infragestellen des Trainers. Dabei gäbe es mit dem Kampf gegen die unverantwortliche Belastung der Spieler doch ein Thema an dem er als Verbandsvize für seine Sportler positives bewirken und gleichzeitig seinen Geltungsdrang befriedigen könnte.

29.01.20
Blogwerker

Im Kochblog cookin’ finde ich in einem Text über ‚Microgreens’ folgende Bemerkung, die mir aber aus dem Herzen gesprochen ist:

Ein zentraler Pfeiler des kapitalistischen Systems unserer Zeit ist der tief sitzende Zwang, in immer kürzeren Abständen eine immer fettere Sau durchs Dorf treiben zu müssen. Dieses Diktat basiert auf der tief sitzenden und – vermutlich begründeten – Angst, dass der Verbraucher seine völlig überforderte Aufmerksamkeit nur dann einem Thema zuwendet, wenn man es ihm mindestens als mittlere Revolution verkauft.

Ansonsten beschäftige ich mich an diesem trüben Tag mit meinem Blog. Ich bin immer noch dabei, das Design umzustellen und möchte, daß die Überschriften der nicht öffentlichen Beiträge so gestaltet sind, dass man sie leicht erkennt. Die Standardmethode von WordPress, einfach das Wort ‚Privat‘ voranzustellen gefällt mir aber nicht. Schlußendlich gelingt es mir durch Modifikation des PHP Codes des Themes und Beigabe von einem Hauch CSS.

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Am Nachmittag kommt eine Lieferung Orangen 🍊 aus Portugal, darunter ein Riesenexemplar, welches fast ein Kilo auf die Waage bringt.

Abends macht der THW in Hamburg ein Testspiel gegen HSV Handball. So etwas hätte man sich auf dem Höhepunkt der ‚Uwe hat’s bezahlt‘-Affäre auch nicht vorstellen können. Dule, der mit einen Kroaten noch in Zagreb seine EM-Silbermedaille gefeiert hatte, kam vom Flughafen direkt zum Spiel in die Alsterdorfer Sporthalle.

30.01.20
Macke

Das Wetter ist fürchterlich, ich habe das Haus nicht verlassen. Friedel war abends im Theater (‚Die Vögel‘).

Heute ist das Buch ‚Erinnerungen aus August Macke‘ gekommen, Ich habe es im Internet gebraucht erstanden. Es wurde von Mackes Frau Elisabeth Erdmann-Macke geschrieben und ich bin beim Lesen der Kandinsky/Münter Biographie auf das Buch aufmerksam geworden. August Macke war mit Franz Marc befreundet und ist wie dieser im ersten Weltkrieg gefallen. Im Gegensatz zu Marc, Kandinsky und Werferin scheint mir Macke – ähnlich wie Gabriele Münter – nicht so  verkopft zu sein.  Da ich gerade auf Expressionisten-Schmonzetten stehe, ist das ja vielleicht etwas für mich.

Ich habe den Umbau dieses Blogs jetzt abgeschlossen. Ich habe ein neues ‚Theme‘ ausgewählt und dann aber noch kräftig daran herumgebastelt, bis alles so war , wie ich es haben möchte. Der gesamte Blog lässt sich jetzt gut in PDF wandeln, z.B. zu Archivzwecken. Weiterhin haben ich  neue Möglichkeit geschaffen,  Beiträge zu suchen, das geht jetzt über den Menüpunkt  ‚Alle Beiträge‘.

31.01.20
Lady Marmelade

Friedel hat sich daran gemacht, einen Teil unserer Orangenlieferung zu Marmelade zu verarbeiten. Dabei zeigte sich, daß die ganz dicken Dinger problematisch sind. Sie sind schwanger mit einer Miniorange und die wiederum schmeckt bitter.

01.02.20
Heisse Luft

Die Briten sind raus aus der EU und hinterlassen heiße Luft: am heutigen 1. Februar hatten wir in Kiel ein Nachttemperatur von 10 Grad Celsius 🥵.

03.02.20
Campingbus zu verkaufen

Unser neuer Campingbus wird im April geliefert, da können wir schon einmal anfangen den alten zum Verkauf vorzubereiten. Ich sammele Information über unseren Bus, gestalte einen Zettel für den Aushang und mache Fotos.

04.02.20
Was man will und was man tut…

Mich ärgert, dass ich ständig Texte, Bücher und Videos sammle und speichere, diese Dinge aber gar nicht nutze. Vor lauter Sammeln und Sortieren komme ich nicht dazu, die Texte und Bücher zu lesen oder die Filme anzusehen. Ich nehme mir vor, das zu ändern. Ausserdem will ich endlich mal wieder rudern.

Doch es kommt wieder anders: zum einen möchte unser Autobauer ein paar Maße aus unserem Bus wissen, dann muss ich ein Brot ansetzen, zum schließlich musste ich noch Königsberger Klopse kochen. Und schon war der Tag vorbei. Naja, ich bin allerdings auch erst recht spät aufgestanden. Die Klopse werden Klasse, aber die Sauce misslingt: ich hätte nicht den Saft der ganzen Zitrone nehmen dürfen.

Friedel fragt bei unserem VW Händler, was wir für unser Auto auf dem Gebrauchtmarkt erlösen können. Zwar wird der uns keinen guten Preis machen können, aber er kennt das Auto und den Markt. Die Antwort steht aus.

05.02.20
Sonne!

Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit haben wir schönes Wetter: die Sonne scheint, es gibt kaum Wind und es ist recht kalt, wie es sich für Winter gehört.

Ich erfahre, dass unser Fahrradträger am neuen Bus nicht passen wird. Also können wir den Träger mit dem alten Bus verkaufen und müssen uns einen neuen besorgen. Das wird dann wohl ein rentnertauglicher Träger für die Anhängerkupplung werden.

Ich kaufe ein und umrunde den Russee, Friedel geht auf den Wochenmarkt. Anschließend backen wir zwei Brote und gehen am Abend zum Handball. Der THW schlägt den Titelverteidiger Vadar Skopje in der Championsleague mit 32:22. Nicola Bylek wirft nicht, wie einst Kim Anderson.

Ein FDP Mann lässt sich in Thüringen von Nazis zum Ministerpräsidenten wählen und Trump wird vom Senat von der Anklage des Amtsmissbrauchs freigesprochen: Der Zerfall der westlichen Welt schreitet fort.🤦‍♂️

06.02.20
Teurer Tag, auch für den DHB

An diesem trüben Tag bastele ich wieder viel am Raspberry Pi. Endlich klappt es: ich habe auf dem Raspi einen Streamingserver, über den ich per WLAN bewegte Bilder einer Kamera abrufen kann. Wozu ich das brauche? Äh, naja….

Teuer wird es für den Deutschen Handballbund: Christian Prokop wird entlassen und Alfred Gislasson wird neuer Bundestrainer. Uwehatsbezahlt Schwenker steckt dahinter. Heiner Brand wird zufrieden sein, denn er hat doch immer gefordert, dass der THW Kiel mehr für die Nationalmannschaft tut.

08.02.20
Expressionistische Zicken

Ich lese endlich mal wieder in der Münter/Kandinski Biographie. Beim Blauen Reiter gab es Zickenkrieg: Insbesonders Maria Marc und August Macke aber auch Franz Marc stichelten gegen Münter. Else Lasker-Schüler beschimpfte Münter öffentlich. Man hielt sich für etwas Besseres, Münter hingegen für eine Null. Kandinsky aber hielt bedingungslos zu seiner „Ella“.

11.02.20
Fehler vom Amt

Bei Studium der Unterlagen des Busses entdecke ich eine blöde Sache: Unser Bus war uns als 5-Sitzer verkauft worden und wir haben ihn auch so genutzt. Aber in den Papieren sind nur drei Sitze eingetragen. Auch das Gutachten spricht von fünf Sitzen… Da hat wohl die Zulassungsstelle einen Fehler gemacht…. und wir haben es nicht gemerkt.

13.02.20
Freude vom Amt

Seit langem habe ich mal wieder den Wecker gestellt. Wir haben heute strahlenden Sonnenschein und Kälte, der Radweg ist abgestreut.

Ich radle zur Zulassungsstelle, um mich zu informieren, was ich tun muss, um fünf Sitzplätze eingetragen zu bekommen.

Kurz vor acht bin ich da und komme sofort dran. Ich schildere mein Anliegen und habe kurze Zeit später einen nagelneuen Kraftfahrzeugschein der heute „Zulassungsbescheinigung I“ heißt. So machen Behördengänge Freude.

Noch mehr Freude dann am Nachmittag. Wiebke meldet sich und fragt, ob wir sie Sonntag/Montag nach Eiderstedt begleiten möchten. Sie soll das Haus ihres Bruders hüten und mag dort nicht alleine sein. Wir haben große Lust dazu mit Wiebke ihre Heimat zu besuchen. Leider hat Friedel hat am Montag einen Zahnarzttermin, aber ich werde die Chance nutzen das angekündigte Sturmwochenende mit einer Einheimischen an der Nordsee zu erleben.

16.02.20
Eiderstedt

Wiebke kommt zum Frühstück, anschließend fahren wir nach Eiderstedt. Bis Dienstag wollen wir das Haus ihres Bruders hüten, es ist das Haus in dem auch sie aufgewachsen ist. Wiebke möchte nicht alleine in dem Haus sein, daher hat sie uns gefragt.  Friedel kann leider nicht mitkommen, weil sie einen Zahnarzttermin hat.

Es regnet viel. Auf den Feldern sind man große Pfützen. Wir kommen an einer großen Gruppe Schwäne vorbei, die kreisförmig eine ebenso große Gruppe von grauen (jungen) Schwänen behütet.

Zu meiner Unizeit war ich schon einmal in Wiebkes Elternhaus. Aber ich habe kaum noch eine Erinnerung daran. Nachdem wir ‚eingezogen‘ sind,  besuchen wir Wiebkes Cousin, der mit seiner holländischen Frau und einem verrückten Hund in einem toll eingerichteten Haus lebt. Die Frau hat auch in Leiden studiert und ich erzähle von unseren Erlebnissen in Holland. 

Auf den Wiesen sieht man schon Lämmer. Wiebke schimpft auf den Bauern. Lämmer gehören bei derartigen Wetter in den Stall. Bei derzeitigen Dauerregen sind ihre Überlebenschancen gering. „Kälte können sie ab, aber Nässe nicht“, hat sie von ihrem Vater gelernt. 

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Direkt vom friesisch-holländischen Kaffeebesuch fahren wir nach Garding in die berühmte Tapasbar. Der Laden ist ständig ausgebucht, Wiebke hat bereits vor ein paar Tagen angerufen und konnte trotzdem nur einen Platz zu einem sehr frühen Termin bekommen. Das ist wirklich erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, daß der Februar nicht gerade zur Hochsaison in Nordfriesland zählt. Nach dem leckeren Essen verbringen wir den Rest des Abends von der Glotze.

Es regnet immer noch.

17.02.20
Sankt-Peter Ording

Ich wache in der Morgendämmerung auf und beobachte aus meinem Zimmer den Sonnenaufgang. Verstärkt wird die Idylle durch ein paar Schafe. Ich rapple mich auf und gehe kurz nach draußen, um ein paar Bilder zu machen.

Von Wiebke ist nichts zu hören, aber irgendwann riecht es nach Kaffee. Das ist das Zeichen, aufzustehen. In den Vorräten finden wir einen Käse, der uns wahnsinnig gut schmeckt. Es sieht aus wie Tilsiter, schmeckt aber ganz anders. Rahmig, nussig, oberlecker. Wiebke nimmt Kontakt mir ihrem Bruder auf, um herauszufinden, was es für ein Käse ist, doch leider ohne Erfolg. Er stamme von der größten Käsetheke Schleswig-Holsteins und heisst: „Der da!“

Nach dem Frühstück fahren wir nach Sankt-Peter Ording. Wir fangen beim Yachtclub an, wo wir vor vier Jahren unseren Strandsegelkurs absolviert haben. Wind und Wellen der vergangene Tage haben heftig an den Dünen gezehrt. Es ist erstaunlich, wie viele Leute hier an einem Montag im Februar unterwegs sind. Wiebke meint, dass es viele Kurgäste seien. Es stürmt ohne Pause, es ist ganz schön anstrengend, sich am Strand zu bewegen.

Noch voller ist es an der bekannten Seebrücke. Wir gehen bis zum Wasser und beobachten, wie Leute von ihrem Lenkdrachen über den Strand gezerrt werden.

Am schönsten ist es in Sankt-Peter Dorf. Hier ist es ruhiger und auch die Bebauung ist weniger hässlich. In einem kleinen Restaurant essen wir eine Kleinigkeit und fahren nach Westerhever. Vom berühmten Leuchtturm sind im Gegenlicht nur Umrisse zu sehen. Dafür sieht man in der anderen Richtung den Leuchtturm von Pellworm im Dunst. Wir gehen bis zur Wasserkante, einige Leute sind bis auf die Sandbank gegangen, kehren nun aber zurück, weil das Wasser aufläuft.

Die letzte Station ist der kleine Hafen Tümmlauer Koog. Wir schauen kurz, ob das Wasser noch da ist und der Leuchtturm noch steht und machen uns auf den Weg nach Hause. 

18.02.20
Krokus und Krabben

Der vorzügliche Käse, dessen Namen wir nicht kennen, überlebt das Frühstück nicht. Wir packen und beladen Wiebkes Auto.

Es geht nach Tönning. Das Eidersperrwerk war in letzter Zeit ständig in den Medien. Vier aufeinanderfolgende Sturmfluten hatte das Sturmtief ‚Sabine‘ mitgebracht und das Sperrwerk war ständig geschlossen. Folglich staute sich das Wasser auf der Binnenseite, sodaß die großen Regenmengen nicht abfließen konnten. Zu diesem Zweck gibt es Überflutungsflächen, die auch genutzt wurden. Angenehm ist, wie ruhig und sachlich dies von den Verantwortlichen kommuniziert wird, die allgegenwärtigen Panikmacher haben Sendepause. Wir laufen auf dem Sperrwerk herum und haben Mühe, uns zu halten: auch das aktuelle Tief ‚Veronika‘ lässt es kräftig blasen.

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Neben dem Sperrwerk liegt das Katinger Watt. Hier hat Wiebke als Kind noch gebadet, nach der Eindeichung haben sich Wiesen, Wäldchen und Brutgebiete entwickelt. Hier weiden im Sommer auch Wasserbüffel, aus deren Mich schleswig-holsteinischer Büffelmozarella hergestellt wird. In Tönning halten wir im Hafen und freuen uns, dass der Fischladen geöffnet hat: endlich kommen wir zu unserem Krabbenbrötchen. Rund um den Hafen gibt es einige Restaurants, Krokusse blühen. In der Nähe liegt auch ein Campingplatz. Ich denke, wir werden mal einen Ausflug mit dem Camper hierher machen.

22.02.20
Hunde und Katzen.

„Bei diesem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür!“
Woher kommt eigentlich dieser Spruch? Auf meiner kurzen Einkaufstour durchs Viertel begegne ich jedenfalls ausschließlich Menschen mit Hund und es nicht nicht wenige.

Das war’s dann auch schon für heute. Den Rest des Tages: Couch, TV Sport und warme Gedanken an Leif, der anläßlich eines Junggesellenabschieds in Kiel weilt und unter anderem ein Fußballspiel besuchen muss.

05.03.20
So grün….

Im Internet finde ich Abbildungen von VW Transportern in Bayleave Green Metallic, also der Farbe, die unser neues Auto haben wird. Ich bin etwas überrascht, daß die Farbe deutlich heller (=grüner) ist, als wir es uns vorgestellt haben.

Bayleaf Green auf der VW Webseite
März 2020

Daran muss ich mich erst einmal gewöhnen. Auf Bildern, die auf Messen gemacht wurden, wirkt es sogar noch knalliger als auf den Fotos der VW Webseite. Ich glaube nicht, daß wir den Wagen in dieser Farbe bestellt hätten, wenn wir diese Bilder vorher gesehen hätten.

Bayleaf Green auf der Messe in Stuttgart 

Nach dem ersten Schock finde ich es schon nicht mehr so schlimm, vor allem die Farbe auf dem Messefoto finde ich ganz pfiffig.

Nun will ich aber doch wissen, was wir gekauft haben. Ich telefoniere mit unseren Wohnmobilbauer und bitte um ein paar aktuelle Fotos. Das Ergebnis beruhigt und verwirrt mich zugleich: unser Auto hat zum Glück die ursprünglich gewünschte Farbe. Warum unter derselben Bezeichnung auf der VW Webseite und an anderen Stellen im Internet ein völlig anderer Farbton herumgeistert, verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht mehr: hier die ersten Fotos unseres neuen Autos:

Bayleaf Green, wie wir es bekommen. Das Hochdach und die Fenster sind schon montiert, die Markise fehlt noch.
Bodenplatte, Gas- und Stromanschluss sind montiert. Das Bett fehlt noch.

08.03.20
Eine Schwalbe schockt noch keine Zebras

Höhepunkt dieses ereignisarmen Sonntags war das Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Die zuletzt erfolglosen Mannheimer hatten ihren Trainer gefeuert und kamen nun von ihrem neuen Coach Martin Schwalb frisch motiviert im Bus seines Ex-Clubs HSV Handball nach Kiel. Sie begannen stark, aber in der zweiten Hälfte legten die Zebras zu und gewannen schließlich verdient und klar mit 6 Toren Vorsprung. Die schwachen Schiedsrichter verteilten ihre Fehler gleichmäßig, sodaß niemand benachteiligt wurde.

Wenn unser neues Auto zugelassen wird, werde ich mich um die Nummer KI-DM 2020 bemühen. Leider ist die Wahrscheinlichkeit, diese Nummer zu bekommen deutlich geringer als die des Titelgewinns.

09.03.20
Crash🦠

Ups, jetzt schlägt Corona aber voll bei der Börse zu! -7% zur Eröffnung im Dax. Alle nicht realisierten Gewinne der letzten Jahre sind hin und nicht realisierte Verluste stellen sich ein. Da hilft nur warten. Irgendwann wird Vernunft greifen, denn das viele Geld will ja irgendwo hin.

Das Wetter ist trübe wie die Börse,  vom Hersteller meines Wunschfahradträgers bekommen ich ein paar Händleradressen genannt, unser lokaler Höker ist auch dabei.  Ich gebe dem Hersteller dafür ein paar Hinweise zur nicht funktionierenden Händlersuche seiner Webseite. 

Ich suche den Fahrradhändler auf: der Wunschträger ist sogar vorrätig: superleicht, sehr klein zusammenzufalten und abklappbar, damit man an die Heckklappe kommt. Der wird es werden!

Im Internet finde ich einige Vorbehalte gegen den Träger. Wenn der Lenker des ersten Rades zu breit ist, würde er die Heckscheibe berühren und wenn der Lenker des zweiten Rades zu breit ist, liesse sich der Träger nicht weit genug zurückklappen um die Heckklappe öffnen zu können… Ich frage per Mail beim Hersteller an, wie breit ein Lenker sein darf.

Die deutschen Handballer trainieren erstmals unter Bundestrainer Gieslason. Ihr erstes Spiel werden sie ohne Zuschauer bestreiten müssen.

Bei dem trüben Wetter und den bevorstehenden Aufregungen (Auto, Reisen, Linda) wäre es klug, jetzt schon einmal die Steuererklärung zu machen. Meine Begeisterung ist allerdings noch gedämpft.

10.03.20
Panik🦠

LEERE REGALE ! Dieses Foto hätte das Zeug zum Panikauslöser: Corona? AFD Machtergreifung? Die Börse? Der Dauerregen?

Nervt alles, aber nichts von alledem sorgt für die leeren Regale. Der Supermarkt sortiert mal wieder seine Waren um. Der Kunde will ja gefordert werden…

Ich erhalte Auskunft vom Hersteller des Fahrradträgers. Wegen unterschiedlicher Bauformen der Anhängerkupplungen kann er nicht sagen, welche Lenkerbreite möglich ist, ohne dass die Räder an der Heckscheibe anstossen. Er empfiehlt, es beim Fachhändler auszuprobieren. Das werde ich tun.

Friedel telefoniert mit ihrer Freundin Angela. Als diese erfährt, dass wir unseren Bus verkaufen, will sie ihn sofort haben. Das ist natürlich Pech, aber wir sind im Wort. Da werden wir jetzt auch nichts mehr dran ändern. Aber es  gibt uns Sicherheit: sollte mit dem geplanten Verkauf doch noch etwas schief gehen, haben wir einen Plan B.

Es regnet wieder den ganzen Tag!

11.03.20
Corona und die Machtmenschen🦠

Das anhaltend schlechte Wetter verhindert Aktivitäten im Freien. Ich nenne es ‚Quarantäne“ und will die Zeit nutzen um die Steuererklärung machen, außerdem will ich meine Gymnastikübungen wieder aufnehmen.

Dazu treffen ich zunächst Vorbereitungen: die Steuerunterlagen packe ich in eine Kiste und trage sie zum Schreibtisch im Dachzimmer, für die Gymnastik fehlt ein Deuserband, wir machen einen Spaziergang zum Einkaufszentrum und werden fündig. Damit ist aber auch genug vorbereitet für heute, morgen geht’s weiter. 😜

Heute ist das Wetter schön. Endlich mal kein Regen, dafür Sonne und Wind. Die Natur ist schon sehr weit, ich schätze mal drei bis vier Wochen früher als üblich. Vieles blüht, erste Blätter sind zu sehen.

Die Corona Epedemie bestimmt die Nachrichten und bewirkt erste Konsequenzen: Absagen von Messen, Tagungen und vor allem Sportveranstaltungen. Auch der THW ist betroffen. Zwei Heimspiele ohne Zuschauer und möglicherweise die Verschiebung der beiden Final 4 Turniere und den DHB Pokal und um die Championsleague. Nur Herr Bach kann sich nicht vorstellen, dass die Olympiade von Corona beeinflusst wird. Er versucht es wie Trump und andere mit Verharmlosung und Ignoranz.

Es besteht Hoffnung, dass die Epedemie (seit heute: ‘Pandemie‘) diesen Machtmenschen schadet. Mit Ignoranz kommt man nicht durch, Corona lässt sich nicht durch Lügen, Zölle, Mauern oder Grenzen stoppen.

Es geht den Verantwortlichen darum, die Verbreitung der Seuche zu verlangsamen, und das Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren. Es geht um Verzögerung der Ausbreitung der Seuche, nicht um deren Verhinderung. Aber einige Schwachköpfe verstehen das nicht und sprechen von Panikmache. Wenn sie es begreifen ist es zu spät.

Meine schönen Börsengewinne sind dahin, von weiteren Zinssenkungen ist die Rede. Das Fragezeichen wird größer: wo soll man sein Geld hinlegen?

Morgen mache ich Gymnastik und die Steuererklärung (und Hausputz). Bestimmt!

12.03.20
Corona hilft Rechts🦠

Die Hoffnung, Trump würde durch Corona Schaden nehmen könnte trügerisch gewesen sein: Er sperrt ohne Vorwarnung Einreisen aus Europa und stellt sich als Retter dar. In den USA ist die Zahl der Infizierten gering, die Zahl der Messungen auch. Verunsicherte Menschen suchen starke Führer, ein Heimspiel für Autokraten. Aber was wird passieren, wenn er 1000 Tote hat?

So könnte man auch einmal eine Verschwörungstheorie starten: „Corona ist ein globaler Terrorakt der Rechten“. Sie verseuchen die Welt, prangern das Versagen der „Altregierungen“ an und platzieren ihre Heilsbringer als Lösung.

Das klingt gruselig, aber auch das kann Trump besser: Journalisten würden sich absichtlich infizieren, um ihn anzustecken, vermutet er. Dabei er ist doch bestimmt immun, wie Chuck Norris. Der wurde gerade 80 und „Coronaviren lassen sich gegen Chuck Norris impfen“.

Verbindungsgang mit farbigen Fensterlaibungen bei Lubinus

Wir gönnen und ein Mittagessen in Holtenau. Es stürmt immer noch aber man kann weit über die Förde blicken. Es sind kaum Schiffe unterwegs.

13.03.20
Reifenwechsel, sonst noch was…?🦠

Nun ist unser Auto endgültig fertig für den Verkauf: wir haben die Sommerbereifung montieren lassen. Ob der Verkauf wie tatsächlich geplant statt finden kann, wird sich noch zeigen, denn die Corona Epedemie veranlasst die Behörden zu immer drastischeren Maßnahmen.

Glänzend, wie Karl-Heinz Rummenigge sich für notleidende Fußballclubs einsetzt.

Veranstaltungsverbote, Schließung von Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen. und siehe da: nach langem Zögern sogar die Unterbrechung des Fußball Bundesliga. Kurz zuvor hatte „Rolex“ Rummenigge noch in einem glänzendem Auftritt (siehe Foto) die Durchführung des aktuellen Spielstags wegen finanzieller Interessen der Clubs verteidigt.

Ein besonderer Reiz dieser Epedemie liegt in der Demaskierung von Blendern, deren Fehleinschätzungen kurz nach ihrer Äusserung bereits widerlegt werden. Auf den anderen Seite rücken bislang weniger bekannte Menschen in den Vordergrund. Zum Beispiel der Virologe Christian Drosten, der mit seinem Podcast über die Epidemie zum heimlichen Star wird.

Keiner weiß, wohin, mir nach!

Beim amerikanischen Präsidenten ist eine Demaskierung nicht erforderlich. Nachdem er Corona zunächst verharmloste, macht er nun Europa (außer Großbritannien) dafür verantwortlich, schließt die Grenzen (auch für Gütertransport – ahh nee doch nicht) und ruft den Notstand aus.

An den Börsen beginnt jetzt das Spiel: wann ist die Talsohle erreicht, wann kann billig eingekauft werden?

Glück im Unglück hat Eckard, der mit seiner Familie bei der Rückkehr aus Norwegen von der Einstellung des Fährbetriebs zwischen Oslo und Kiel überrascht wird. Es ist eine organisierte Reise und der Organisator organisiert die Rückreise über Göteborg.

14.03.20
Durchblick verloren🦠

So musste es kommen: einen Tag nachdem wir die Sommerbereifung an unserem Bus montiert haben: Eis, kein Durchblick.

Corona ist bei unserem Bäcker angekommen. Als ich – umweltbewußt – meinen Stoffbeutel zum Befüllen über den Tresen reichen will, werde ich abgewiesen. Statt dessen werden die Brötchen – coronabewußt – mit plastikbewehrter Hand über den Tresen in den Beutel gesteckt. Mein Versuch, das Ganze als heiteres Zielwerfen zu durchzuführen, wird abgelehnt.

Abgesehen vom Eis auf der Scheibe haben wir heute schönes Frühlingswetter. Im Supermarkt tobt der Hamsterkauf.

15.03.20
Shutdown🦠

Das öffentliche Leben wird heruntergefahren, die Grenzen zu den Nachbarländern geschlossen. Die Bevölkerung bleibt anscheinend gelassen, zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich die Reaktionen in den Medien inklusive Internet betrachte. Allerdings kommt es zu Hamsterkäufen, die schwer nachvollziehbar sind: neben Mehl und Nudeln scheint vor allem Klopapier besonders gesucht zu sein.

Uns trifft es erstmal noch nicht so hart, lediglich Livesport in der Halle und im TV fehlen. Linda macht Homeoffice und wird wohl den Besuch einer geplanten Hochzeit verschieben müssen. Natürlich könnte auch die geplante Übergabe unseres neuen Autos betroffen sein und der Besuch der Monetausstellung in Berlin. Wenn das alles ist… Eckard und Familie sind heil und auf Umwegen aus Norwegen zurückgekommen. Statt mit der Colorline aus Oslo kamen sie mit der Stenaline aus Göteborg.

Interessant ist weiterhin die Beobachtung der Machtmenschen: Trump hat die 180-Grad Wende vollzogen und nach anfänglicher Ignoranz den nationalen Notstand verhängt. Und obwohl „America“ ja „the Greatest“ ist, will Trump ein kleines deutsches Pharma Unternehmen kaufen, welches einen Corona Impfstoff entwickelt. Das Mittel soll dann exklusiv in den USA zu haben sein. Das wiederum weiss der im Fadenkreuz der „Fußballfreunde“ stehende Dietmar Hopp zu verhindern: er ist der Hauptanteilseigner dieser Firma und meint, das Mittel soll „… Menschen nicht nur regional sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen…“. Zweitgrößter Aktionär ist die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, auch keine ausgewiesenen Freunde des Irren im Weissen Haus.

Ein Fels in der Brandung ist weiterhin Thomas Bach : „An eine Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio werde nicht einmal gedacht“, so der „Herr der Ringe“. Wieso auch, das wäre ja viel zu teuer, möchte ich anfügen, denn wie in allen anderen Fällen werden auch hier als allererstes die Kosten genannt, um die Schwere der Konsequenzen Corona-bedingter Absagen und Schließungen zu illustrieren. Alles andere ist nachrangig.

Morgen muss ich mich an die Front der Hamsterkäufer begeben: mir fehlt das passende Mehl für die Brote, die zu backen sind. Klopapier haben wir zum Glück genug…

16.03.20
An der Hamsterfront🦠

Zu den Schwierigkeiten beim Brotbacken gehört, wie ich schon schrieb, das Timing. Wie bekommt man den durch das Rezept vorgegeben Zeitplan mit dem persönliche Tagesablauf in Deckung? Mit gelingt es dieses Mal weniger gut: ich muss viel zu früh hoch, um ein Pane Pugliese zu backen. 

Den Vorteig hatte ich gestern angesetzt und dabei festgestellt, dass mir das passende Mehl fehlt (WM 550). Also bin ich der frühe Vogel und fahre um 7:00 Uhr zum Supermarkt. Die leeren Regale, die der Ansturm vom Wochenende hinterlassen hat, sind nicht zu übersehen. Ich behalte die Handschuhe an: Einkaufswagen gehören zu den Gefahrenquellen dieser Tage. 

Das Mehlregal ist geplündert und ich erbeute das letzte Paket Weizenmehl 550. BIO Produkte sind komplett ausverkauft und gemäß Zettel auch nicht lieferbar. Nur Billigmehl ist noch vorrätig. Boshaft, wie ich bin, erlaube ich mir Rückschlüsse auf das Sozialverhalten der Käuferschaft teurer Bioprodukte.

17.03.20
Bevor das Ausgangsverbot kommt…🦠

…schnell noch mal ans Meer. Die Einschränkungen wegen der Coronakrise werden täglich verschärft. Da die Appelle nicht fruchten, Abstand voneinander zu halten und vorsichtig zu sein, geht es nicht anders. Gestern waren die Spielplätze überfüllt, weil Schulen und Kitas geschlossen waren. Konsequenz: ab heute sind die Spielplätze gesperrt. Am Wochenende erlebte Sylt einen Ansturm wie Ostern: Konsequenz: erst die Inseln, dann ganz Schleswig-Holstein wird für Touristen gesperrt. Geschäfte sollen bis auf Ausnahmen geschlossen bleiben. Für Restaurants, werden die Öffnungszeiten eingeschränkt und strenge Hygienevorschriften erlassen. Die nächste Steigerung wäre: Ausgehverbot.

Wir fahren noch einmal schnell ans Meer, wer weiß, wie lange das nicht geht. Zwar haben wir keinen Sonnenschein, aber es ist trotz kräftigem Wind recht milde. Auf den Straßen fahren ungewöhnlich viele Autos. Klopapierhamster sichern ihre Beute.

In Strande ist die Promenade gut besucht, aber nicht so voll wie an Wochenenden. Viele sind mit Kindern unterwegs. Wie man Gesprächsfetzen entnehmen kann, legen einige Passanten den Begriff „Home Office“ recht großzügig aus. Erste Segler sind dabei, ihre Schiffe für das Slippen vorzubereiten.

Wir gehen bis zum Bülker Leuchtturm und zurück. Im österreichischen Strandcafé gibt es leckeren Germknödel. Wir müssen unsere Kontaktdaten hinterlassen, Tische und Stühle werden nach dem Besuch desinfiziert. Die Bedienung hat gerade einen Kurzarbeitsvertrag unterschrieben.

Die für dieses Jahr geplante Fußball EM wurde auf das nächste Jahr verschoben. Das IOS hingegen, sieht weiterhin keinen Grund, gleiches für die Olympischen Spiele in Tokio zu tun. Dabei werden nicht nur die Gesundheitsgefahren ignoriert, sondern auch der Umstand, dass viele Sportler derzeit weder trainieren, noch sich qualifizieren können, da Sportstätten geschlossen und Wettbewerbe abgesagt sind.

😬 – Gehässiger Vorschlag von der Seitenlinie: eSports wären die Alternative: kein Gegnerkontakt, keine Zuschauer, virenfrei und viel Geld – 😬

Corona deckt Schwachstellen in Verfahren, Abläufen, Organisationen und in Charakteren auf. Das macht es so spannend.

19.03.20
Alles Corona🦠

Alles dreht sich nur noch um Corona. Wir erleben etwas noch nie dagewesenes. Die Politik ist sauer, weil die angeordnete ‚Social Distance‘ zu wenig beachtet wird und droht zunehmend mit Ausgangssperren. Corona zeigt Möglichkeiten für Kreativität und Solidarität, enttarnt aber auch Egoismus und Gier. Statt den gebotenen Abstand zu halten, feiern Menschen „Coronaparties“, statt die Gesundheit anderer zu schützen werden Gefahren ignoriert und Risiken verharmlost.

So im tiroler Ischgl, wo ein infizierter Barkeeper den Skiort zur Virenschleuder Europas macht. Obwohl seine Infektion bekannt ist, macht er weiter und die zuständige Politik verharmlost. „Eine Übertragung des Coronavirus auf Gäste der Bar ist aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich“, erklärte eine Mitarbeiterin der Landessanitätsdirektion Tirol. Als Grund für vergleichsweise viele Infektionen in Hamburg wird nun ausgemacht, dass Hamburg zur besagten Zeit Ferien hatte. Die meisten Infizierten sind Rückkehrer aus dem Skiurlaub. Für Kiel sieht es ähnlich aus: die meisten Infizierten brachten das Virus aus Ischgl mit. Ich schätze, da noch einige Strafanzeigen auf die Verantwortlichen zukommen werden.

Offenbar gibt es eng begrenzte ‚Spread Points‘, von denen aus sich das Virus besonders stark ausbreitet: so die Bar „Kitzloch“ in Ischgl, ein Starkbierfest in Mitterteich an der tschechischen Grenze und ein Karnevallsball in Heinsberg (NRW). Sich dort zu infizieren kann man als unvermeidbares Pech ansehen, mindestes im Fall Ischgl ist es aber auch verschuldet. Durch Gier und Verantwortungslosigkeit.

Zu den schon bekannten Unsicherheiten im Zusammenhang mit unserem neuen Auto müssen wir uns auf Schwierigkeiten mit der erforderlichen Behördengängen für Anmeldung, Abmeldung und Ummeldung einstellen. Die Zulassungsstellen sind geschlossen und es baut sich eine Halde unerledigter Vorgänge auf.

Wir kamen dem Virus vermutlich vor knapp zwei Wochen nahe. Beim Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen in der Ostseehalle. Die Mannheimer Mads-Mensch Larsen, Yannick Kohlbacher und Trainer Martin Schwalb sind infiziert und die Mannschaft ist in Quarantäne. Vom THW sind eigenartigerweise nur diejenigen Spieler betroffen, die nach der Begegnung beim Nationalmannschaftslehrgang waren und dort erneut mit dem infizierten Jannik Kohlbacher zusammentrafen.

Unter den Zuschauern des Spiels gab es übrigens eine Infizierte Frau: sie nahm sechzig weitere mit in die Quarantäne.

Wir bekämpfen die Viren in unserem Haus und machen Frühjahrsputz. Schließlich wollen wir nicht eines Tages als „Spread Point“ des Wollmausvirus bekannt werden😉. Unsere hervorragende Hausküche produziert Nussecken und eine Grünkohl-Feta-Quiche, bei der Friedel den Grünkohl mangels Verfügbarkeit durch Spinat ersetzt.

20.03.20
Leider kein Notfall🦠

Unser neuer Camper ist fertig! Mit der Post kommen die Papiere und ein Schreiben von Herrn Werz. Wir sollen uns mit den Papieren das Auto zulassen, und Schilder besorgen und dann können wir es abholen.

Schön wär’s. Die Zulassungsstelle fertigt nur ‚unaufschiebbare Notfälle‘ ab. Da sehe ich kaum Chancen, in der nächsten Zeit eine Zulassung zu bekommen. Das Online Verfahren zur Zulassung ist in Vorbereitung, aber es erfordert einen elektronischen Personalausweis mit eID. Den Ausweis habe ich, aber die eID ist nicht aktiviert. Um die eID zu aktivieren, muss ich aufs Amt. Aber das Amt bearbeitet derzeit nur Notfälle…

Ich telefoniere mit unserem Ausbauer, der hat aber auch keine Idee, wie ich das Auto zulassen könnte. Zur nicht vorhandenen Zulassung kommt noch die Frage, ob ich überhaupt nach Süddeutschland fahren darf. Die Einschränkungen im öffentliche Leben nehmen zu. Bayern erlässt bereits ein Ausgehverbot.

Ich telefoniere mit dem Käufer unseres alten Autos. Er hatte ja auf einem Liefertermin bestanden. Da er jetzt ohnehin nicht verreisen kann, sieht er die Sache entspannt.

Einen winzigen Erfolg erziele ich doch. Ich reserviere die Nummer KI F 5257 für uns. Gerne hätte ich KI DM 2020 gehabt, aber die ist schon vergeben,                                                                          

21.03.20
Früher Vogel 🦠

‚Püppi‘ war der wenig schmeichelhafte Spitzname einer ehemaligen Kieler Oberbürgermeisterin, der der Ruf anhaftete, nicht sehr viel zu bewegen. Ihre auffälligste Maßnahme erfreut die Kieler bis heute: die Bepflanzung öffentlicher Räume mit Blumen, speziell mit Tulpen und Narzissen.

Die Wochenmärkte verzeichnen seit Beginn der Epidemie 30-40% mehr Umsatz. Der frischen Luft vertrauen die Leute mehr, als der Enge der Supermärkte. Da ich einen Ansturm befürchte, fahre ich sehr früh zum Exerzierplatz. Die Sonne scheint, aber eisiger Ostwind  macht die Sache ungemütlich, zumal er die ganze Zeit von vorne kommt. Gestern war Frühlingsanfang.

Ich bin schon vor der offiziellen Öffnungszeit auf dem Wochenmarkt, aber es lohnt sich: es sind nur sehr wenige Leute da. Mit Absperrungen, Flatterbändern und Barrieren versuchen die Marktbetreiber dafür zu sorgen, dass die geforderten Sicherheitsabstände eingehalten werden. „Öko Jochen“ ist noch am Aufbauen, als ich an den Stand komme. Er bittet mich, mit sechs Eiern Vorlieb zu nehmen, „damit für alle etwas da ist“.  Schnell habe ich Gemüse, Lachsforelle und Tulpen gekauft und mache mich auf den Heimweg, dieses Mal mit Rückenwind. Im Supermarkt kaufe ich noch Wein. Notdürftig schützt sich die Kassiererin mit Plastikfolie in einem Holzrahmen vor infektiösen Kunden.

Die schlimmsten Corona Nachrichten kommen aus Italien: die Zahl der Toten ist drastisch in die Höhe gegangen: über 600 in 24 Stunden.

Am Nachmittag bittet mich Hans-Heinrich ihm zu helfen, seinen Fernsehsessel aus dem Keller hochzuholen. Das Erdgeschoss ist seit Tagen leer geräumt, weil der Fußboden neu gemacht wurde. Die Zeiten sind ungünstig in Situationen, in denen man ein paar helfende Hände gebrauchen kann.

22.03.20
Früher Vogel II🦠

Ostwind. Es ist sonnig, kalt und windig. Ich will früh beim Bäcker sein, Corona wird die übliche Warteschlange  in die Länge ziehen und ich will nicht lange an der zugigen Ecke stehen müssen. Der Plan geht einigermaßen auf, aber den Gedanken habe ich nicht als einziger. 

Ich mache ein Foto, um das hier dokumentieren zu können. Beim Betrachten des Bildes fällt mir zum ersten Mal auf, wie häßlich diese Ecke mit ihren Stälen und Stangen eigentlich ist.

Die Länderchefs beschliessen kein Ausgehverbot, aber ein Kontaktverbot. Alles was nicht als „Kernfamilie“ einen gemeinsamen Haushalt teilt und mehr als vier Ohren hat, ist eine verbotene Versammlung und wird belangt. 

Bei wunderschönem, sonnigen Frühlingswetter machen wir als Kernfamilie einen langen Gang an der Eider entlang. Es sind viele Leute unterwegs, die meisten bemühen sich, Abstand zu halten. 

23.03.20
So kann man sich irren 🦠

Wenn mir Anfang dieses Jahres jemand prophezeit hätte, Google und Facebook würden radikal und umgehend Fakenews löschen, weder der FC Bayern noch der THW Kiel würden Deutscher Meister werden, Daniel Günther würde Markus Söder loben und  Menschen würden sich in Geschäften um die letzte Packung Klopapier prügeln, dann hätte ich diesen Menschen schlicht für verrückt erklärt.
So kann man sich irren.

David Hockney schickt der Welt aus der Quarantäne in der Normandie einen Blumengruß und nennt ihn: Don’t forget: they can’t cancel the spring. Beim mittlerweile täglichen Spaziergang im herrlichen Frühlingswette mache ich ein paar Fotos zum Thema.

24.03.20
Fit mit Friedel 🦠

Friedel dreht mit dem iPad einen Film, in dem sie Gymnastikübungen für ihre Seniorengruppe vorführt. Der KTB sammelt solche Beiträge auf seiner Seite, um seinen Mitgliedern Anregungen für das Training zu Hause zu geben. Der Ton des Filmchens ist nicht so doll, aber mit Bordmitteln gelingt es, das Hintergrundrauschen etwas zu unterdrücken. 

Zwar bin ich mit technischen Dingen vertraut, aber es erstaunt mich immer wieder, wie einfach es für jedermann geworden ist Dinge umzusetzen dir früher unvorstellbar waren. Zum Beispiel also, einen kleinen Film produzieren und ihn für andere zur Verfügung zustellen.

Abends erreicht mich eine Nachricht unseres Wohnmobilbauers: er wolle prüfen, ob wir nicht noch das Auto mit einer Kurzzeitnummer abholen können.

25.03.20
Quarantäneträume 🦠

Da hat sich unsere Bildungsministerin wohl gedacht, sie nutzt nach ihrer Quarantäne auch noch mal eben die Krise, um sich auch als entscheidungsfrohe Führungsperson zu profilieren. Hatte doch der Ministerpräsident schon viel Lob fürs Land eingeheimst, als Schleswig-Holstein als erstens Bundesland drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschloss. 

Die Ministerin beschloss in Schleswig-Holstein die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen und statt dessen die Abiturnoten in einem Bewertungsverfahren zu ermitteln. Und damit das bundeseinheitlich wird, mögen sich möglichst viele Bundesländer diesem Vorstoß anschliessen. Mit diesem Vorstoß überrascht  Prien nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch ihre Kabinettskollegen und den Ministerpräsidenten.

Die Amtskollegen der anderen Bundesländer, in denen teilweise schon Prüfungen stattfinden, erteilten dem Vorstoß prompt eine Watschen. Kleinlaut zog Priem den Vorschlag heute zurück.

27.03.20
America First 🦠

Mr. Trump hat es geschafft: America is first. Als erstes Land überflügeln die USA China bei der Zahl der mit Sars-Cov-2 infizierten Personen. Dabei ist ein Ländervergleich auf Basis der Zahlen der Johns Hopkins Universität mit Vorsicht zu geniessen, denn die Zahl der infizierten Personen ist ja in Wirklichkeit die Zahl der positiv getesteten Personen und die Testabdeckung ist in den Ländern viel zu unterschiedlich um aussagekräftige Vergleiche zu erlauben. Dennoch war dieser traurige Rekord angesichts der Verharmlosung durch die US-Regierung zu erwarten und es fällt schwer, Häme zu unterdrücken angesichts der Äusserungen des Großmauls im Weißen Haus.

Ich frage mich, warum Trump, Bolsonaro und Konsorten die Krise eigentlich so verharmlosen. Ich hätte eher erwartet, sie würden die Angst der Leute nutzten um sich dann als Krisenmanager zu inszenieren.

Credits: Bild Bolsonaro: Palácio do Planalto  CC BY 2.0. – Bild Trump: Shealah Craighead – White House Gemeinfrei – Bild Rutte : https://www.rijksoverheid.nl/copyright   CC0 

Ähnlich peinlich verlief der Versuch unserer Bildungsministerin, ihren nicht abgestimmten Vorstoß bezüglich der Abiturprüfungen damit zur rechtfertigen, dass sie die KMK damit endlich zu einem einheitlichen Beschluss gezwungen habe: die Unruhe, die ihr Hin und Her bei Schülern, Lehrern und Eltern auslöste, wurde heute auf breiter Front gerügt. Es zeigt sich immer wieder: diese Krise offenbart, wer sein Handwerk versteht und wer nicht. Karin Prien gehört zu ihren Opfern.

Ich merke, wie dieser Blog, der ursprünglich nur zur Aufzeichnung von privaten Reiseerinnerungen diente, sich zunehmend mit öffentlichen Themen befasst. Auch das ist sicher ein Zeichen für die ungewöhnliche Situation.

Unser Wohnmobilbauer hatte vor, bis heute herauszufinden, ob es einen Weg gibt unser neues Auto mit einer Sondernummer zuzulassen, er hat sich aber nicht gemeldet. Nach meinen Informationen könnte das mit einer „Kurzzeitnummer“ klappen. Warten wir es mal ab.

Neben dem Hausputz stand heute Fitness auf dem Programm. Ich habe es tatsächlich geschafft, zu rudern und den Waterrower dafür sogar auf die Terrasse verfrachtet. Motivierend waren die vielen Beiträge im Internet, in denen Spitzensportler zeigen, mit welchen Mitteln sie sich zu Hause fit halten.

Friedel ergattert eine Großpackung Klopapier. Das Gymnastikvideo wurde 46 mal geklickt.

Unterhosen statt Schutzmasken. 🦠

Mir kommt die Krise manchmal vor, wie ein großes, mehrtägiges Sportveranstaltung. Natürlich ist das verharmlosend, aber ich habe nichts, außer Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele erlebt, was unsere Gesellschaft für eine längere Zeit in einen derartigen Ausnahmezustand versetzt hat. Die komplette Aufmerksamkeit wird absorbiert, der Tagesablauf der meisten Menschen wird von dem Ereignis bestimmt.

Die Nachrichtenkanäle sind voll mit persönlichen Schicksalen und kreativen Versuchen, die Krise in den Griff zu bekommen. Solidaritätsaufrufe, Bierspenden, Gutscheinaktionen, Lieferservice oder Produktionsumstellungen. Das Bibelzitat „Schwerter zu Flugscharen“ war eine Parole der Friedensbewegung, heute heisst es „Schutzmasken statt Unterhosen“, „Beatmungsgeräte statt Autos“ oder „Desinfektionsmittel statt Kräuterlikör“.

Das Adjektiv „systemrelevant“ wird zum Reizwort: Warum sind so viele schlecht bezahlte Frauen systemrelevant? Ist Journalismus systemrelevant? Ist es unmoralisch, wichtige Informationen und Einschätzungen hinter einer Paywall zu verbergen?

Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des „Lockdowns“ nehmen zu und erste Stimmen fordern, nicht zu lange damit zu warten, die Einschänkungen wieder zu lockern. Die beste Strategie scheint es zu sein, möglichst viel zu testen und die infizierten Menschen dann zu isolieren. Doch das scheitert derzeit an der Verfügbarkeit von Tests. Südkorea hat es vorgemacht.

Wir kochen ein Gratin franc-comptois nach einem Rezept von Lamiacucina. Die dort verwendete „Saucisse de Morteau“ oder auch die als Alternative empfohlene „Schweizerwurst“ können wir in Kiel nicht besorgen, wir versuchen es mit einer Kochwurst vom Russeer Schlachter. Das Ergebnis ist hervorragend und der Kochwurst blüht neben ihrer Rolle als ständige Begleitung des Grünkohls eine Zweitkarriere.

28.03.20
Marktheld🦠

Um ungefährdet die Markteinkäufe zu erledigen, stehe ich wieder früh auf. Um 6:00 Uhr morgens gibt es schon einen kleine Schlange beim Bäcker. Grund ist eine ältere Dame, die sich vorschriftsgemäß als einzige Person im Laden aufhält. In aller Seelenruhe plaudert sie mit der Bedienung und dann packt dann in aller gebotenen Sorgfalt ihre Täschchen ein. Sie ignoriert dabei die wachsende Schlange schnupfengefährdeter Männer, die sich draußen an der zugigen Ecke aufbaut.

Auch auf dem Markt bin ich trotz der frühen Stunde nicht alleine, doch es gibt zunächst nichts zu kaufen, denn die Händler sind noch am aufbauen. Etliche Kunden lungern ebenfalls herum. Als es losgeht, streikt das Kartenlesegerät beim Kartoffelbauern. Hat er nun? Hat er nicht? Irgendwann klappt es. Die Digitalisierung des Alltags schreitet voran. Öko Jochen nimmt nur Bargeld.

Uns kommen Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee ist, jetzt nach Süddeutschland zu fahren, um unser Auto abzuholen. Abgesehen von der Frage ob es (noch) erlaubt wäre, gehören ja mit uns beiden und dem designierten Käufer unsers Altfahrzeugs fast alle Beteiligten der Aktion der Risikogruppe an, ganz zu schweigen von den Schwiegereltern, bei denen wir ja Übernachtungsstopps geplant haben, um die 1600 km lange Reise in Teilstecken zu zerlegen. Unabhängig davon ist das Problem mit der Zulassung bzw. dem Überführungskennzeichen weiterhin ungeklärt, unser Händler wollte sich vor zwei Tagen melden, das hat er aber nicht getan. Ein unzumutbares Einschränkung währe eine Verschiebung ohnehin nicht, da wir den Wagen vorerst kaum nutzen würden: Reisen sind nicht möglich und für den Nahverkehr bevorzugen wir das Fahrrad.

Bei meiner steten Suche nach einer vernünftigen Software zur Verwaltung von Fotos auf Mac und iPad ist mir nur Pixave unter die Finger gekommen. (Die Nennung dieses Produktnamens stellt Werbung dar. Ich haben dafür keine Gegenleistung erhalten). Es sieht erstmal ganz gut aus, allerdings entspricht die Synchronisation zwischen Desktop und Mobile noch nicht meinen Wünschen, da sie iCloud voraussetzt und keine alternativen Cloud Services wie NextCloud unterstützt. Ich schreibe es dem Entwickler, vielleicht hilft es ja.

Wir kochen ein leckeres Gulasch. Es wird drei Tage reichen.

29.03.20
Sommerzeit 🦠

Heute beginnt die Sommerzeit, die ganze Nacht hat es gestürmt und als ich aus dem Fenster schaue, ist trotz der Dunkelheit zu erkennen, dass es geschneit hat. Damit ist das schöne Wetter, welches bislang die Coronakrise begleitete wohl erst einmal vorbei.

Ich gehe wieder sehr früh zum Bäcker, denn bei diesem Wetter möchte ich nun überhaupt nicht in der Corona-Schlange vor der Tür warten müssen. Es klappt, ich bin der Erste, aber als ich den Laden verlasse stehen schon fünf Leute im Schneesturm und warten.

Der Oststurm lässt die Wellen an der Kiellinie auf die Straße schwappen, in Strande sind sogar Wellenreiter unterwegs. Wir sehen das ganze nur auf Fotos im Internet und im Fernsehen. In Stande machen Wohnmobilisten Ärger, die alles zuparken und es unmöglich machen, Abstand zu halten, in Schwedeneck wiederum beschimpfen Anwohner die zahlreich angereisten Besucher. Die vielbeschworen Solidarität ist nicht überall anzutreffen, wie schon bei Politikern und Managern deckt Corona auch beim Mitbürger Defizite auf. ‚In de Krise zeigt sich der Charakter‘ soll Helmut Schmidt gesagt haben.

05.04.20
Corona Sonntag🦠

So nun habe ich auch mein System zum Taggen von Fotos renoviert. Es war viel Arbeit, die 30000 Fotos umzustellen. Dabei stellte sich heraus, dass die auch ‚Kategorien‘ in XnView proprietär sind, genauso wie hierarchische Tags. Am besten eignet sich DigiKam. mit dieser Software kann man  IPTC Tags korrekt behandeln. Pixave ist auch gut, ich habe es aber noch nicht so richtig erforscht. Aber es zeigt die IPTC Tags richtig an. Mal sehen wie es ich in der Praxis bewährt. Ich möchte in der Lage sein Bilder auf den Mobilgeräten offline zu sortieren und zu taggen und sie dann später in meinen heimischen Bildervorrat integrieren, das ist das Fernziel.

Es deutet sich ein schönes Wetter an, heute ist es noch etwas frisch aber morgen geht der Frühling richtig los. Corona wir langsam zum Normalfall. Momentan gibt es wenig Perspektiven, alles stagniert. Lediglich der Wetterbericht und die Börsenkurse bringen noch Abwechslung, dazu der täglich Blick auf die Corona Kurve. Ich befürchte ich muss mich nun wirklich langsam um die Steuererklärung kümmern. Und wenn ich das hinter mir habe droht: der unaufgräumte Keller. Wenn nicht jetzt, wann dann?