29.07.19
Im Hillerhouse

Nach einer ungewöhnlich warmen Nacht, in der keiner gut schlafen konnte, frühstücken wir gemeinsam. Karin und Wolfgang packen ihr Klamotten und machen sich auf den Weg nach Kiel. Aus ihrer Fährfahrt über die Elbe wird aber nichts, denn 2 1/2 Stunden Wartenzeit an der Fähre wollten sie sich nicht antun, also wählen sie den Weg über Hamburg.

Linda teil freudig mit, daß ihre Promotion zur Verteidigung zugelassen ist.

In Bremerhaven ist es immer noch recht warm und wir haben keine rechte Lust zu Unternehmungen. Also entscheiden wir und für einen Spaziergang durch den nahen Speckenbüttler Park.

In der Nachbarschaft entdecke ich an einem Haus den Namen ‚Schendel‘. Ich weiß, daß meine Mutter und ihre Schwester eine Bekannte dieses Namens in Bremerhaven hatten. Sie wohnte damals in einem Hochhaus im Zentrum. Ich war einmal dort und es war das erste Mal dass ich in einem derartig hohen Haus war.

Im Park entdecken wir einige Dinge, die neu für uns sind: einen ‚Motorikpark‚, wo man über gespannte Gummileinen steigen, unterschiedlich Untergründe laufen und andere Übungen machen kann, diverse Spielmöglichkeiten, ein kleines Baumhaus mit Rutsche (Rutschen funktioniert bei mit nicht mehr), eine Kneippanlage, die „Allee der heilenden Bäume“ und das Weidenschloss.

Letzteres ist ein aus Weiden geformter Raum, in dem auch Veranstaltungen stattfinden. ‚Rundsingen um die Feuerschale‘ hätte mich interessiert, aber leider passt der Termin nicht. Ihm Nachhinein (sprich ‚im Netz‘) lernen wir, dass es sich beim Speckenbütteler Park um eine ‚Gesundheitspark‘ handelt. Hätte das meine Mutter noch erlebt, die vor ca. 100 Jahren hier beim ATSB Sport getrieben hat.

Im Haus am See war in den letzten Jahren nicht viel los, „nur gelegentlich gab es Kaffe und Kuchen“, erzählt man uns beim neu eröffneten Biergarten. Jetzt gibt es einen anderen Besitzer und der betreibt dort einen Biergarten, ein Café und ein Restaurant gleichzeitig. Es gibt Liegestühle, riesige Sitzkissen, reichlich Platz und einen schönen Blick auf den See. Wir besorgen uns Getränke und machen es uns gemütlich. Auf dem See rudert ein Pärchen, es weht eine frische Brise und nach und nach füllt sich der Biergarten. Seit Mai ist er wieder eröffnet, anfänglich lief es noch etwas zäh, die Leute hatten Probleme mit dem Konzept. Aber mittlerweile läuft es gut, erfuhr ich.

Auf dem Heimweg gehen wir beim Bäcker vorbei und prüfen, ob der Butterkuchen noch die gewohnte Qualität hat. Wir sind zufrieden und gehen ’nach Hause‘. Immer schön auf der richtigen Seite, die Rüge der Bremerhavener Bürgerwehr wegen Radelns auf dem falschen Radweg habe ich nicht vergessen.

Dieser Text enthält Spuren von unbeauftragter und unbezahlter Werbung für ‚Haus am See‘ Bremerhaven und ‚Kraßmanns Backstube‘ Bremerhaven.

Harry Hirsch
Über diesen Account können alle Beiträge (auch private) gelesen, geschrieben und korrigiert werden Es wird keine Admin Leiste gezeigt