13.12.19
Märchen und Wunder

👻Dieser Beitrag enthält Werbung (unbezahlt) wegen Namensnennung👻

…obwohl es eigentlich keine Werbung ist.

Ich bekomme eine neue Brille. Beim Optiker treffe ich mich mit Friedel und wir gehen zum Essen in ein nahegelegenes Restaurant, ein „Garten-Paradies mitten in Kiel“, welches eine „Welt der Märchen und Wunder“ sowie „Erlebnisgastronomie“ verspricht. Was das bedeutet, sollten wir erfahren.

Wir wollen gar nichts besonders und nur schnell etwas essen. Wir bestellen Gulaschsuppe und Rotwein bzw. Apfelschorle. Diese Bestellung sollte auch bei gut gefülltem Lokal keine Herausforderung sein. Als 15 Minuten ohne Getränk oder Suppe verstrichen sind, fragt Friedel mal nach. Nein, man habe uns nicht vergessen. Kurz darauf bringt ein Jüngling die Getränke: der Rotwein ist eiskalt, süß und schmeckt nach Gewürzen. Ich sage zur Serviererin: „Das ist kein Rotwein“. Sie erwidert: „Er lernt noch“ und meint nicht den Wein, sondern den Kollegen. Kurze Zeit später kommt ‚Er‘ und sagt es sei Rotwein, das stünde jedenfalls auf der Flasche. Er sei besonders fruchtig, aus frischen Trauben.  Oke, da das Lokal ‚Fresco‘ heisst, sind frische Trauben nur konsequent. Und warum soll ein winterliches Gartenlokal in Kiel nicht im Dezember frische Trauben ernten und Rotwein daraus fabrizieren der nach Gewürzen schmeckt und eiskalt serviert wird. Märchen und Wunder halt und Erlebnisgastronomie. Aber es bleiben Zweifel.

Endlich kommt die Suppe, aber ohne Löffel. Als nach 2-3 Minuten der Löffel immer noch fehlt, geht Friedel erneut zum Tresen. Mittlerweile hat man sich drauf verständigt, dass mir anstatt Rotwein Punsch serviert wurde. ‚Er‘ bringt die Löffel und bekennt: „Ich bin auch Weintrinker und fand auch, dass er eigenartig schmeckt“. Er verspricht mir richtigen Wein, der dann auch kommt.

Die Suppe ist ok, heiss und schmeckt nach Gulaschsuppe. Ein Wunder?