18.02.20
Krokus und Krabben

Der vorzügliche Käse, dessen Namen wir nicht kennen, überlebt das Frühstück nicht. Wir packen und beladen Wiebkes Auto.

Es geht nach Tönning. Das Eidersperrwerk war in letzter Zeit ständig in den Medien. Vier aufeinanderfolgende Sturmfluten hatte das Sturmtief ‚Sabine‘ mitgebracht und das Sperrwerk war ständig geschlossen. Folglich staute sich das Wasser auf der Binnenseite, sodaß die großen Regenmengen nicht abfließen konnten. Zu diesem Zweck gibt es Überflutungsflächen, die auch genutzt wurden. Angenehm ist, wie ruhig und sachlich dies von den Verantwortlichen kommuniziert wird, die allgegenwärtigen Panikmacher haben Sendepause. Wir laufen auf dem Sperrwerk herum und haben Mühe, uns zu halten: auch das aktuelle Tief ‚Veronika‘ lässt es kräftig blasen.

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Neben dem Sperrwerk liegt das Katinger Watt. Hier hat Wiebke als Kind noch gebadet, nach der Eindeichung haben sich Wiesen, Wäldchen und Brutgebiete entwickelt. Hier weiden im Sommer auch Wasserbüffel, aus deren Mich schleswig-holsteinischer Büffelmozarella hergestellt wird. In Tönning halten wir im Hafen und freuen uns, dass der Fischladen geöffnet hat: endlich kommen wir zu unserem Krabbenbrötchen. Rund um den Hafen gibt es einige Restaurants, Krokusse blühen. In der Nähe liegt auch ein Campingplatz. Ich denke, wir werden mal einen Ausflug mit dem Camper hierher machen.