17.02.20
Sankt-Peter Ording

Ich wache in der Morgendämmerung auf und beobachte aus meinem Zimmer den Sonnenaufgang. Verstärkt wird die Idylle durch ein paar Schafe. Ich rapple mich auf und gehe kurz nach draußen, um ein paar Bilder zu machen.

Von Wiebke ist nichts zu hören, aber irgendwann riecht es nach Kaffee. Das ist das Zeichen, aufzustehen. In den Vorräten finden wir einen Käse, der uns wahnsinnig gut schmeckt. Es sieht aus wie Tilsiter, schmeckt aber ganz anders. Rahmig, nussig, oberlecker. Wiebke nimmt Kontakt mir ihrem Bruder auf, um herauszufinden, was es für ein Käse ist, doch leider ohne Erfolg. Er stamme von der größten Käsetheke Schleswig-Holsteins und heisst: „Der da!“

Nach dem Frühstück fahren wir nach Sankt-Peter Ording. Wir fangen beim Yachtclub an, wo wir vor vier Jahren unseren Strandsegelkurs absolviert haben. Wind und Wellen der vergangene Tage haben heftig an den Dünen gezehrt. Es ist erstaunlich, wie viele Leute hier an einem Montag im Februar unterwegs sind. Wiebke meint, dass es viele Kurgäste seien. Es stürmt ohne Pause, es ist ganz schön anstrengend, sich am Strand zu bewegen.

Noch voller ist es an der bekannten Seebrücke. Wir gehen bis zum Wasser und beobachten, wie Leute von ihrem Lenkdrachen über den Strand gezerrt werden.

Am schönsten ist es in Sankt-Peter Dorf. Hier ist es ruhiger und auch die Bebauung ist weniger hässlich. In einem kleinen Restaurant essen wir eine Kleinigkeit und fahren nach Westerhever. Vom berühmten Leuchtturm sind im Gegenlicht nur Umrisse zu sehen. Dafür sieht man in der anderen Richtung den Leuchtturm von Pellworm im Dunst. Wir gehen bis zur Wasserkante, einige Leute sind bis auf die Sandbank gegangen, kehren nun aber zurück, weil das Wasser aufläuft.

Die letzte Station ist der kleine Hafen Tümmlauer Koog. Wir schauen kurz, ob das Wasser noch da ist und der Leuchtturm noch steht und machen uns auf den Weg nach Hause.