19.03.20
Alles Corona🩠

Alles dreht sich nur noch um Corona. Wir erleben etwas noch nie dagewesenes. Die Politik ist sauer, weil die angeordnete ‚Social Distance‘ zu wenig beachtet wird und droht zunehmend mit Ausgangssperren. Corona zeigt Möglichkeiten fĂŒr KreativitĂ€t und SolidaritĂ€t, enttarnt aber auch Egoismus und Gier. Statt den gebotenen Abstand zu halten, feiern Menschen „Coronaparties“, statt die Gesundheit anderer zu schĂŒtzen werden Gefahren ignoriert und Risiken verharmlost.

So im tiroler Ischgl, wo ein infizierter Barkeeper den Skiort zur Virenschleuder Europas macht. Obwohl seine Infektion bekannt ist, macht er weiter und die zustĂ€ndige Politik verharmlost. „Eine Übertragung des Coronavirus auf GĂ€ste der Bar ist aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich“, erklĂ€rte eine Mitarbeiterin der LandessanitĂ€tsdirektion Tirol. Als Grund fĂŒr vergleichsweise viele Infektionen in Hamburg wird nun ausgemacht, dass Hamburg zur besagten Zeit Ferien hatte. Die meisten Infizierten sind RĂŒckkehrer aus dem Skiurlaub. FĂŒr Kiel sieht es Ă€hnlich aus: die meisten Infizierten brachten das Virus aus Ischgl mit. Ich schĂ€tze, da noch einige Strafanzeigen auf die Verantwortlichen zukommen werden.

Offenbar gibt es eng begrenzte ‚Spread Points‘, von denen aus sich das Virus besonders stark ausbreitet: so die Bar „Kitzloch“ in Ischgl, ein Starkbierfest in Mitterteich an der tschechischen Grenze und ein Karnevallsball in Heinsberg (NRW). Sich dort zu infizieren kann man als unvermeidbares Pech ansehen, mindestes im Fall Ischgl ist es aber auch verschuldet. Durch Gier und Verantwortungslosigkeit.

Zu den schon bekannten Unsicherheiten im Zusammenhang mit unserem neuen Auto mĂŒssen wir uns auf Schwierigkeiten mit der erforderlichen BehördengĂ€ngen fĂŒr Anmeldung, Abmeldung und Ummeldung einstellen. Die Zulassungsstellen sind geschlossen und es baut sich eine Halde unerledigter VorgĂ€nge auf.

Wir kamen dem Virus vermutlich vor knapp zwei Wochen nahe. Beim Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen in der Ostseehalle. Die Mannheimer Mads-Mensch Larsen, Yannick Kohlbacher und Trainer Martin Schwalb sind infiziert und die Mannschaft ist in QuarantÀne. Vom THW sind eigenartigerweise nur diejenigen Spieler betroffen, die nach der Begegnung beim Nationalmannschaftslehrgang waren und dort erneut mit dem infizierten Jannik Kohlbacher zusammentrafen.

Unter den Zuschauern des Spiels gab es ĂŒbrigens eine Infizierte Frau: sie nahm sechzig weitere mit in die QuarantĂ€ne.

Wir bekĂ€mpfen die Viren in unserem Haus und machen FrĂŒhjahrsputz. Schließlich wollen wir nicht eines Tages als „Spread Point“ des Wollmausvirus bekannt werden😉. Unsere hervorragende HauskĂŒche produziert Nussecken und eine GrĂŒnkohl-Feta-Quiche, bei der Friedel den GrĂŒnkohl mangels VerfĂŒgbarkeit durch Spinat ersetzt.