11.05.11
Statt Tremezzo Dongo

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Der im Reiseführer genannte Campingplatz an der Villa Edy in Tremezzo existiert nicht, auch das Touristenbüro weiß von nix. Die Alternativen in Menaggio sind indiskutabel,  endlich dann ein Platz in Dongo, nett gelegen, direkt am See und um diese Zeit extrem ruhig, aber etwas vom Schuss, keine Villen, Gärten etc.Doch die Dolci-Versorgung scheint zu klappen.
Mal sehen, was der regionale Busverkehr und die Lago-Schifffahrt so möglich machen.

Von Füssen zum Comer See

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Von dee Blumenwiese ging es über den Fernpass mit ziemlichem Gezockel nach Landeck, von dort auf menschenleerer Straße den Inn entlang ins Engardin, dort dann Seite an Seite mit einem Zug der Räthischen Bahn bis nach St.Moritz.

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Der Einkaufbummel im Nobelskiort geriet indess karg: Zenga zu! Prada zu! D&G zu! Alle Hotels zu, selbst der Campingplatz zu! Was blieb, waren Riesencroissants vom Coop zu 1.30 €  sowie 1.50 € Parkgebühr. Also, ich finde St. Moritz nicht so teuer… nur der Kaviar bei Coop war happig, aber sowas kaufen wir eh nicht im Supermarkt!

Weiter gings, am Silvaplanasee entlang nach Maloja und schwupps, waren die Alpen überquert, ohne das Gefühl, geklettert zu sein. Deutlicher dann die Abfahrt, in engen Kehren kurven wir in kurzer Zeit von 1850m über Chiavenna bis auf 300m zum Comer See.

Die Fahrt am Westufer nach Tremezzo war schrecklich, der dort erwartete Campingplatz existierte nicht (mehr), wir kehrten um und überachteten entnervt in Dongo (Magic Lake).

10.05.11
Zwischenstop in Schwangau

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Beim Zwischenstop in Schwangau trafen wir Hanna in der Blumenwiese.

31.12.10
Das schaff’ ich nie…

Silvester, Michael Jackson auf 3SAT… das Volk johlt, bloß weil er einen Hut aus dem Koffer holt. Okay, ich kann aber länger…leben. Guten Rutsch!

27.12.10
Moderne Zeiten

Hinweise auf der Homepage unseres Geldinstituts motivierten mich, unser Online-Banking auf das chipTAN-Verfahren umzustellen. Da ich aus der Angebotsfülle des institutseigenen Online Shops nicht richtig schlau wurde, stattet ich der Geschäftsstelle einen Besuch ab, um mich dort beraten zu lassen und ein passendes Gerät zu erwerben.  Leider erfolglos: die Beratung erschöpfte sich im Hinweis auf den Online Shop.→ weiterlesen

Weihnachtsgruß

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Blechwichtel Hein grüßt alle, die sich hier her verirrten und wünscht frohe  Weihnachten!

22.12.10
Standhaft…

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Nordische Schneemänner haben nicht in jedem Jahr die Möglichkeit, sich zu zeigen. Doch wenn es drauf ankommt, sind sie standhaft, auch wenn sie angepisst werden

06.12.10
Wintersport in SH

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Nicht nur der ostholsteinische Bungsberg, der in keiner Nachrichtensendung mehr fehlen darf, sondern auch der Kieler Stadtrand bietet Möglichkeiten zum Wintersport.

Während der das Eis auf dem kleinen Kiel wohl noch nicht tragfähig ist, bietet das Langlaufzentrum Russee/Eidertal viele Kilometer ungespurter Loipen.

Mädchen auf dem Dach-1

05.12.10
Mädchen vom Dach…

Norddeutsche Flachdächer sind nicht unbedingt für Schneemassen ausgelegt, wie wir sie derzeit haben.  Also musste das Mädchen erst aufs Dach…

Mädchen auf dem Dach (5)-1

und dann wieder runter…

03.12.10
‘Shaped By Nature’…

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20101202_schonwinter_06-1So lange ist das doch gar nicht her, als im April die letzten Streusandhaufen von den Kieler Gehsteigen verschwanden. Mit Begin der Adventszeit zog in Kiel schon wieder der Winter ein. Stürmischer Wind und gewaltige Schneemengen gaben den Dingen neue Formen. So erhielt dieses Autos ein echtes Stromliniendesign und auch unser Tannenbaum, der im Garten auf Weihnachten wartet, ist nicht wieder zu erkennen. 

Nord Art 2010

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Immer wieder einen Besuch wert: die Nord Art in der alten Gießerei von Büdelsdorf. Ermöglicht durch beispielhaftes Engagement der aco-Gruppe, die in Zeiten knapper Kassen auch der Orchester-Akademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals eine neue Bleibe gibt. Von dieser Art Steuersparmodell hat auch der Steuerzahler etwas.

Mehr Bilder

22.09.10
Panorama

Der Ritten ist eine Hochebene oberhalb von Bozen. Man erreicht sie per Godelbahn/ Schmalspurbahn oder – wie wir – per Auto. Von Kolbenstein aus gings per Seilbahn auf die Weißhornspitze und dann die letzten 200 m zu Fuß auf das Rittener Horn. Für unsere ledierten Bänder/Sprunggelenke kein Problem, denn die Wege waren bequem zu gehen. Nur die Luft wurde etwas knapp, da wir quasi direkt Meereshöhe auf 2000m kamen.

Zur Belohnung gab es bei toller Sicht ein Dolomitenpanorama mit Geißler, Plattkofel, Langkofel, Seiseralm, Marmolata und Latemar.

04.09.10
Levico – Radfahren

 DSC00348-1 Eine Entdeckung war für uns La ciclabile della Valsugana: ein 80 km langer Radweg vom Caldonazzosee bis nach Bassano del Grappa. Eben, asphaltiert und meistens als separate Trasse angelegt. Dazu Rastplätze, Imbisstationen (Bici-Grill) und Bed&Breakfast. Mit so etwas rechnet man nicht unbedingt in den Bergen. Genutzt wird die Piste von jedermann: Rennräder, Mountainbikes, Familien, Rentner. Leider verboten für Skater (und damit wohl auch für Skikes).

Die sportliche Variante heißt Monterovere (Kaiserjägerweg), DSC00342-1eine im ersten Weltkrieg angelegte Straße, die in 10 km von Caldonazzo (440m) auf 1255m führt, wo man auf die Straße 349 trifft, auf der man 4km weiter bis zum Passo di Vezzena (1402m) klettern kann.  Beim Erkunden bewältigte ich die ersten 2 km im kleinsten Gang: das Tempo war langsam genug, um die Alpenveilchen am Wegesrand zu bewundern.

Tags drauf startete ich meinen Angriff auf den Kaiserjägerweg. Im kleinsten Gang ging es an die erste Steigung, mein Tempo reichte um nicht umzukippen – ich gewann Höhe! Anfänglich war es recht beschaulich, ich fand meinen Rhythmus, es ging vorwärts, wenn auch langsam. Mit zunehmender Höhe wurde die Straße schmaler und Horden von Motorradfahren nervten. Dann der erste Tunnel 2,50m x 2,50m Querschnitt. 20100904_italien10_042a Ich ohne Licht dafür mit gehörig mit Schiß, dass ein Auto käme und es kam ein Auto. Und es hielt prompt auf mich zu,  ich hielt mich an der Tunnelwand fest. Der Fahrer merkte auf und korrigierte seine Fahrtrichtung: überlebt! So ging es weiter: rechts der Abgrund, die Straße 2,5 m breit, dann die die Felswand. Und immer, wenn es besonders kompliziert wurde (Kurve, Tunnel…) kam ein Auto. 20100904_italien10_038 Von hinten, von vorne oder von beiden Richtungen. Hinzu kam, dass meine Kräfte schwanden bei dieser zweiten Bergetappe meines Lebens. Nach dem zweiten Tunnel war Schluß! Abgrund, Straßenbreite und Verkehr raubten mit den Mut, weiter zu fahren.  Wie weit meine Kondition gereicht hätte, weiß ich nicht, vermutlich nicht bis zum Gipfel. Also: die letzten Fotos geschossen (allein das empfand ich angesichts der äußeren Umstände als Heldentat) und dann abwärts. Ich bremste, dass die Felgen glühten und erreichte trotzdem binnen kurzer Zeit das Tal. 20100904_italien10_039
Fazit: Monterovere ist für mich eine Nummer zu groß, für bessere Radfahrer als mich ist es sicher eine interessante Strecke.

02.09.10
Levico – Auf dem Campingplatz

Auf dem Campingplatz Lago di Levico in Levico Terme haben wir einen exklusiven Platz ergattert: nebenan nette Pinneberger, die uns mit der SZ versorgen, vor uns der See. Abends ist er still, morgens ruhig, nachmittags bevölkert mit sonnenhungrigen Urlaibern und planschenden Kindern.

Diese werfen nachmittags Kiesel in den See, am nächsten Tag füllen Männer vom Campingplatz den Kies wieder auf – nachmittags werfen Kinder wieder Kiesel in den See… Es ist vorhersehbar, dass der See eines Tages überläuft, sich in die Brenta ergießt und zum endgültigen Untergang Venedigs führt!

[Erdkunde: die Brenta pullert höchstens  30 cm breit knapp neben unserem Stellplatz aus dem Lago Levico, weitet sich zum respektablen Fluss, durchquert Padua und mündet schließlich bei Chioggia in die Lagune von Venedig. ]

Spannende Abendunterhaltung bot der Auftritt eines Anglers: Der Sportsfreund betrat forschen Schritts,  bewaffnet mit Freundin, Klappstuhl und einem gewaltigen Paket die Uferzone direkt vor unserem Platz. Zunächst platzierte er die Freundin auf dem Klappstuhl, dann warf er seine Angeln aus und fixierte sie in High-Tech Haltevorrichtungen mit elektronischen Bewegungsmeldern. Dann entnahm er einer Großpackung Köder und schoss Unmengen des Futters mit Hilfe einer Zwille dorthin, wo die zuvor platzierten Angelhaken auf die Beute lauerten. Schließlich montierte der Sportsfreund einen ca. 10 Quadratmeter großen Kescher der tauglich währe, einen Walfisch zu bergen und nahm schließlich Platz neben der Freundin, die das rege Treiben ihres Partners mit der Gelassenheit beobachtete, die man gemeinhin dem Angler selbst zuschreibt.

Leider endet die Geschichte hier, denn es tat sich nichts mehr. Zwar piepte die Anbeißelektronik hin und wieder, doch offenbar waren es Fehlalarme.  Wir gingen zu Bett schliefen ein und verpassten so das Ende.  Doch vermute ich, der Angler blieb ohne Erfolg. Weder wurden wir durch Kampflärm  Mensch-Fisch geweckt , noch fanden wir am nächsten Morgen Walskelette am Seeufer. Den Angler hingegen sahen wir in den nächsten Tagen mehrfach: immer mit Freundin, selten mit Klappstuhl, nie mehr mit Angel oder Zwille.

01.09.10
Levico – auf den Spuren der Avancinis

Dem Vater meiner Frau ihr Uropa kam aus Italien und hieß Avancini. Er stammte aus Levico im Trentinio. Was liegt also näher, als diesen Ort, der mittlerweile Levico Terme heißt, einmal aufzusuchen? Wir taten es, doch um bei der Wahrheit zu bleiben: wir kamen nicht ganz freiwillig nach Levico. Erklärter Startpunkt unserer Italienreise war Lazise am Gardasee, dort war es vor einem Jahr so schön, das wollten wir wiederholen… dann wollten wir wieder nach Verona und dort in den Giardino Guisti und  dann mal weiter sehen…

Die Anreise aus Kiel über Hofgeismar und Obststeig (Tirol, Hotel Stern) verlief außerordentlich flüssig und reibungslos, umso härter traf uns das Ende: Lazise empfing uns mit Menschenmassen, Autoschlangen und überfüllten Campingplätzen. Leider war um mittlerweile 19:OO Uhr der Tag auch schon weit fortgeschritten und die Suche nach Alternativen wurde durch Eintritt der Dunkelheit erschwert (Anfängerfehler!)

DSC00341Nach einigem Herumirren im Großraum Verona fanden wir bei tollem Sonnenuntergang zurück auf die Autobahn zum Brenner und rasten zurück gen Trento: dort hofften wir Campingplätze zu finden,  die uns aufnehmen würden.  So landeten wir dann im Dunklen in Valcanover am Lago Caldonazzo und einen Tag später in Levico Terme am Lago Levico. 

20100901_italien10_002Levico – noch ohne Terme – war der Geburtsort vom Uropa von meiner Frau. Avancini hieß er und baute in Thüringen Eisenbahnviadukte. Wenn er das nicht tat,  zeugte er 12 Kinder und sorgte damit letztendlich für italienisches Blut in den Adern meiner Frau und meiner Tochter – Migrationshintergründe überall!

Frei nach Goethe rufen wir aus: “Nun auch wir in Levico!” Kaum haben wir die Steigung zur Ortsmitte per Rad bewältigt, springt uns ein Straßenschild ins Auge: VIA AVANCINI!

 

Kurz danach ein Sportgeschäft: “Avancini Sport” .  20100901_italien10_006

Dann, nach einem Gang durch den Kurpark mit beindruckenden Baumriesen, das nächste Schild: VIA GUILIO AVANCINI… Es ist also wahr: wir sind bei den Wurzeln von meine Frau ihr sein Vater.

Gekrönt werden unsere Erkundungen durch die Entdeckung einer Gedenktafel am Haus Via Regina No.1: Gulio Avancini, berühmter Alpinist und Kämpfer sei hier geboren, ist dort in Stein gemeißelt. 20100902_italien10_019

Zur Einordnung: ähnliche Tafeln im Ort berichten von einer Übernachtung des Guiseppe Puccini oder von einer Durchreise des Napoleon Bonaparte auf dem Wege von Trento nach Bassaono del Grappa. Nun, von unserer Reise wird wohl keine Steintafel berichten, aber wir richten ja auch weniger Unheil an, als Napoleon.

Also berichten wir selber, z.B. vom Camping Lago Levico, auf dem wir uns in erster Reihe mit Seeblick von Tag zu Tag wohler fühlen.

27.06.10
Wenn Fußballer reden…

„… die wichtigen Spiele sind immer etwas Besonderes“
(Nationalspieler Lukas Podolski bei der ARD nach dem 4:1 gegen England)

21.04.10
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest…

ändere die Definition, die sagt, was ein “totes Pferd” ist:

“…die Entscheidung den Luftraum zu öffnen, sei gefallen, nachdem in Absprache mit den Herstellern die "Toleranz" der Flugzeuge in der Aschewolke neu definiert worden sei. Die CAA habe nun eine "größere Zone eingerichtet, in der es gemäß der Vereinbarungen der EU-Verkehrsminister sicher ist, zu fliegen". Die britische Regierung war immer mehr unter Druck geraten, das Flugverbot aufzuheben…” [Dienstag, 20.4.2010, Verkehrsminister Andrew Adonis (GB)]

12.04.10
Skikes

Zum 58. Geburtstag wünschte und bekam ich Skikes.

Der ungewohnt schneereiche Winter brachte mit die Möglichkeit, häufig auf Langlaufski unterwegs zu sein und ich hoffe mit Skikes Ähnliches in der schneefreien Zeit tun zu können. Meine Joggingaktivitäten wurden ja durch Sprunggelenksprobleme gestoppt, nun hoffe ich mit Skikes wieder Ausdauersport machen zu können.

06.03.10
Heute im Supermarkt

500-600 Delfine… nagut ganz nett. Aber ICH habe heute im Supermarkt mehr als 100 Osterhasen gesehn!

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Ach ja Neuseeland war auch vertreten:

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Und auf wen die hier wohl warten?

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Von wegen: Letzte Winterbilder

Kaum war alles getaut gab es nochmal 10 cm Pulverschnee als Nachschlag und Sonne satt. Weil es so selten ist: hier noch ein paar Kieler Schneebilder.

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28.02.10
Die letzten Winterbilder…

Nun hat es massiv getaut. Hier noch die letzten Bilder aus dem winterlichen Kiel. Wer weiß, wann es das wieder geben wird.

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25.02.10
Versprochen

Anstrengende Tage bei Olympia in Vancouver, auch Fernsehsprecher ‚gehen mal blau‘:

  • “Die Blumenzerimonie ist noch nicht in näherer Ferne”
    Yorck Polus (ZDF, 25.3.)
  • “Die Frostgrenze liegt ca. bei 0 Grad”
    Tarik El-Kabbani (ZDF, 25.3.)
  • “Es is immer ois wunderbar”
    Rosi Mittermaier (ZDF, 25.3.)
  • “Wir werden mal schauen ob sie ihn einholen und wenn ja, wann”,
    wenig später: 
    “Wichtig ist für ihn, wenn sie ihn einholen – und sie werden ihn einholen – dass er dranbleibt.
    Volker Grube (ZDF 25.3., Nordische Kombination)
  • Die einzige Chance, die er gehabt hätte, hat er jetzt nicht mehr.
    Volker Grube (ZDF 25.3., Nordische Kombination)

12.02.10
Die Ausnahme wird zur Normalität

Seit sieben Wochen hat uns der Winter im Griff. Die Nebenstraßen werden nicht mehr geräumt, Streugut wird knapp, Salz wird den Gemeinden zu Wucherpreisen angeboten. Die Wintersondersendung von N3 wird zur Daily Soap, Skilaufen vor der Haustür: die Ausnahme wird zur Normalität. Hier sind die Bilder…

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Damit uns das in ein paar Jahren noch jemand glaubt,  hier ein paar Bilder vom Jahrhundertwinter. Es sind Handy-Schnappschüsse vom mittlerweile ebenfalls täglichen (Fuß-)weg ins Büro:

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Schneewände in der Wilmersdorfer Straße …

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… Einfahrt zur Veloroute an der Au…

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… Schneesturm in der Saarbrückenstraße …

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… dichtes Schneetreiben am Theodor-Heuss-Ring …

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… der verschneite Südfriedhof …

DSC00170… mit gut geräumten Wegen.  Eine Alternative zum Weg an der Straße.

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11.02.10
Hurra Winter!

Der Winter hat uns im Griff. Autos versagen, Menschen entschleunigen oder ärgern sich (über Streudienste, Nachbarn, Eis auf der Straße, vereiste Parkplätze). Komisch: fast alle Winterprobleme haben mit Autos zu tun. Schon doof wenn das Brötchenholen mit dem Auto zum Abenteuer wird.

Ich geh – wie gesagt – zu Fuß und erfreue mich – offen gesagt – an der Auseinandersetzung des mobilen Menschen mit der Natur. Doch auch für den nicht-motorisierten Passanten lauern Gefahren und so fällt mir jahreszeitgemäß der alte Zappa-Song ein:

Well I turned around and I said ho, ho
And the northern lights commenced to glow
And she said, with a tear in her eye
Watch out where the huskies go, and don’t you eat that yellow snow

Also Leutz: achtet auf den gelben Schnee! Wer lieber hört und guckt: guckt bei YouTube:

13.01.10
Räumpatroullie

Seit Anfang des Jahres haben wir Winter, reichlich Schnee. Fahrrad fahren macht keinen Spaß, also bewältige ich meinen 3 km langen Arbeitsweg seit ca. zwei Wochen zu Fuß – mal was anderes. Ich sehe Dinge, die mir sonst entgehen. So fand ich zum Beispiel auch die Muße, die Haltung meiner Mitbürger zum Thema ‘Schnee räumen’ zu studieren. → weiterlesen

15.12.09
Vernetzt

Unsere Tochter sah auf dem Weg zum Einkaufen in Wellington (Neuseeland) sechs Orkas (siehe auch hier) und schickte uns zwei Fotos, die ihre Freundin Mirja schoss. 

Zeitgleich berichtete der NDR von der Entdeckung eines Wandgemäldes im Dom von Greifswald. Das Gemälde stammt aus dem 16 Jh. und zeigt einen Orca, der am 30. März 1545 in Greifswald-Wiek angespült wurde. Die Menschen glaubten an einen Fingerzeig Gottes und verewigten es an den Wänden aller drei Kirchen des Ortes. Hier das Bild in St.Marien.

Ich lernte, dass Orkas auch in Neuseeland ein echter Aufreger sind. So folgte ich einem Aufruf des Nationalmuseums TePapa und schickte ihnen die Bilder. Von Neuseeland nach Deutschland und zurück fanden die Fotos inklusive Hinweis auf das Greifswalder Wandgemälde Niederschlag im Blog des beliebten Museums. Freu!

Bei der Suche stieß ich auch auf eine digitalisierte Fassung des Fischbuchs von Konrad Gessner (1516-1565), der den Greifswald-Wal als Vorlage für seine Zeichnung eines Schwertwals nahm. Das Digitalisierung erfolgte im Rahmen des Humi-Projekts der Universität Keio, Japan…….

Merke:

  1. Das Netz bringt einen von Hütchen auf Stöckchen.
  2. Früher sorgten Orcas für Wandgemälde, heute für Blogeinträge.
  3. Vom Fund des Greifswald Wals bis zum Gemälde vergingen zwei Jahre, die Fotos waren nach wenigen Stunden im Blog (incl. einer Weltumrundung)
  4. Das Gemälde gibt es noch nach 500 Jahren. Was wird aus dem Blog-Eintrag?

10.11.09
Fluch und Segen

Unser Kind ist auf dem großen Trip nach Neuseeland und die moderne Technik ermöglicht es uns, auf nie gekannte Weise daran teilzuhaben.

Mit Hilfe von FligthWise und FligthAware konnten wir große Teile des Fluges NZ1 an das andere Ende der Welt live in GoogleEarth verfolgen.

Doch wie leicht eine ungünstige Mischung aus zuviel Information und keiner Information auch verunsichern kann zeigt die Zickzack-Route in der Nähe von Iqaluit im kanadischen Territorium Nunavut, gefolgt von der Meldung „The Flight has stopped sending location information“.

Nach ca. einer Stunde und Überqerung der Hudson Bay setzten die Signale aber wieder ein und ein paar Stunden später kam die beruhigende Meldung aus Los Angeles – fast schon altmodisch per SMS: „Wir sind jetzt in LA und es geht uns gut…“.

25.10.09
Queenland Ballet: Didgeridoo meets Spitzentanz

Gestern im Kieler Opernhaus: Queensland Ballet. Ein effektvoll in Szene gesetzter Multikörper. Hier steht mehr.

20.09.09
Dunkle Kunst

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Bei der NordArt09 in Büdelsdorf war ‚Lange Nacht der Ausstellung‘, Öffnungszeit bis 24:00 Uhr. Als wir kamen, war es bereits dunkel. Die Skulpturen im Park wurden effektvoll beleuchtet, auch in den riesigen 22.000 qm großen Fabrikhallen der 1980 stillgelegten Eisengieserei Carlshütte (s. auch Käthe Ahlmann) war es überwiegend schummerig. Eine eigenartige Atmosphäre, insbesondere die Szenerie vor dem alten Kupolofen wirkte wie aus einem eingefärbten Fritz Lang-Film .

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Leider waren etliche Exponate – insbesondere im Skulpturenpark – völlig ins Dunkel getaucht. Hier hätten wir gerne mehr gesehen. Mehr von dem, was wir sahen hier…

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04.09.09
Siena war zum Kotzen

Unerwartet verlief der Besuch in Siena. Der unbedingt empfehlenswerte  Campingplatz Colle Verde hatte nach einer Auszeit wieder geöffnet und bot uns eine guten Übernachtungsplatz.

In der Stadt schien etwas Besonderes vorzugehen: gedeckte Tische auf der Straße, zusätzlichen Lichterschmuck mit Leuchtern in den Farben der Contraden, junge Leute mit die Contradefahnen als Halstuch.→ weiterlesen

03.09.09
Niki de Saint Phalle again

Fahrt von Bolsena nach Sovano zur Joie de VivreAustellung der Niki de Saint Phalle. Toll: gleich gefunden im mächtigen Palazzo Orsini! Klein aber fein. Lithographien der Skulpturen aus dem Giardino dei Tarocchi, Californian Diaries und einige andere Dinge. Die dritte Niki Austellung in diesem Jahr und immer noch was Neues. Katalog leider ausverkauft.

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→ weiterlesen

01.09.09
Von Talamone nach Bolsena

Eigentlich sollte die Joie de Vivre-Austellung von Niki de Saint Phalle in Sovana das Tagesthema sein, doch es war Montag  – Ausstellung geschlossen. Also nur Transfer zum Bolsaner See. Auf dem Weg dorthin Schwefelbad in der Therme von Santurina. Abenteuerliche Zufahrt.→ weiterlesen

23.08.09
Von Berlin in die Dolomiten

Aufbruch von Berlin gen Italien. Zwischenstop im Altmühltal, Campingpark Kipfenberg. Guter Platz mit frisch gemachten Pommes und WLAN HotSpot. Den vorletzten WM-Tag mit dem Staffeldesaster und Raoul Spank im Hochsprung erleben wir dank DVB-T auf dem Laptop. → weiterlesen

21.08.09
Leichtathletik WM Berlin 2009

„Strom jibbet nich, Sie ha’m doch ’ne Batterie und ’nen Motor, watt wollse ’n Strom?“. Wenn man so empfangen wird, weiss man : man ist in der Hauptstadt.

Gut das wir reservierten: die Leichtathletik WM lockte nicht nur uns, sondern auch viele andere Besucher auf den vetrauten Platz in Gatow. Dank unserer Vorsorge bekamen wir das letzte freie Stück und fanden uns zwischen staubsaugenden und rasenwässernden Dauercampern wieder.

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Wenig WM Präsenz in der Stadt, wenig Zuschauer im Stadion, doch immer gute Stimmung. Der Höhepunkt am Donnerstag: 200m Weltrekord von Usain Bolt, gleichzeitig Hochsprungkrimi Ariane Friedrich vs. Blanca Vlasic. L. ganz dicht an Bolt, jedoch kein Autogramm, dafür eines von Valerie Villi, der Kugelstoß-Weltmeisterin aus Neuseeland.

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Was Bolt für die LA bedeutet sieht man, wenn im Weltmeister-Achter der deutschen Ruderer einer die ‚Bolt-Geste‘ macht oder wenn im FAZ Leitartikel zum Bundesliga-Topspiel Bayern-Wolfsburg, die Flügelflitzer Ribery und Robben mit Bolt verglichen werden: Leichtathletik wird wieder wahrgenommen, und zwar wegen Bolt und auch wg. Ariane Friedrich. Das sollten einige der feinen, ergrauten Herren die diesen Sport verwalten mal registrieren. Kaspern gehört zum Geschäft.

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10.08.09
Als David Kahn fehlte und Tante Paula Tomaten aß…

Zum Musikfest auf dem Lande ging es nach Pronsdorf. Picknicker über Picknicker, mittendrin Renate Kühnast. Schönes Ambiente tolles Wetter, Sommer auf dem Land.

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Im Kuhstall Multi-Kulti der besonderen Art: Ming-Cheng, ein 28-jähriger Chinese sang mit japanischer Klavierbegleitung Gassenhauer der früheren deutschen Schlagergeschichte: Tante Paula liegt im Bett und ißt Tomaten, Der kleine grüne Kaktus oder Für mich soll’s rote Rosen regnen. Hilde Knef, Zarah Leander, Heinz Rühmann alles kein Problem für den sangesfrohen Asiaten, der in Leipzig Informatik, Metallbau und … Sinologie (?!) studierte

Streß pur gab es für die Klezmer-Gruppe ‚The Painted Bird‘, denn ihr Chef Daniel Kahn hatte seine Mannen überraschend alleine aufs Land geschickt und ihnen zu Verstärkung eine russische Sängerin mitgegeben, die sie offenbar auch noch nicht lange kannten. Besonders hart traf es den Klarinettisten, dem die Rolle des Moderators zukam und der mit Sätzen wie „Ich weiß gar nicht, ob wir ‚Painted Bird‘ sind“, oder „Was erzähle ich hier eigentlich?“ die komische Note zum Abend bei steuerte. Gefühlte 30 Mal erwähnte er dass Daniel Kahn nicht da sei und referierte über Jiddisch, um dann zu zuzugeben, dass es heute keine jiddischen Texte gäbe … weil Daniel Kahn nicht da sei. Instrumentalstücke zu Dritt, die Russin a capella, dann doch ein paar vorsichtige Versuche gemeinsamen Musizierens….Irgendwie überstanden die Vier die vorgegebenen 60 Minuten und empfingen zumindest wegen ihres redlichen Bemühens warmen Applaus.

Das Publikum war gnädig, das Ambiente und das Wetter waren zu schön um dieses Fest nicht zu genießen. Bei Mondaufgang zum Ende des Abends dann ein Spaziergang auf dem Gottesacker der alten Bauernkirche. Schiller, lässt grüßen.

05.08.09
Montags backfrei…

Am Geburtstag unserer jüngsten Tochter fuhren wir mit unserer ältesten Tochter mal wieder nach Gottdorf und besichtigten die K20-Sonderausstellung. 61 Meisterwerke der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen finden dort vor den Umbaumaßnahmen ihrer Düsseldorfer Heimat Asyl.

Danach ging es mit unserer jüngsten Tochter zum Kuchenessen. Marion Kiesewetters Buch ‚Eine Sünde wert …‘ gab die Vorlage, nach Nieby in Angeln zu reisen, um opulente Torten zu genießen. Allein daraus wurde nichts: „Heute ist backfrei, heute is Gartentach!“ schnippte man uns an, als wir den Garten des Cafe Lichthof betraten. „Ärgert ihr euch?“ kam es noch dicker. Wer 24/7 will muss zum Amerikaner gehen, nordische Gastfreundschaft will erobert werden!

Also gab es am fast leeren Strand sitzend, den vom Töchterchen gebackenen Kuchen. Dann spazierten wir von Wackerballig zum den Rand der Geltinger Birk, mehr ging nicht wegen der fortgeschrittenen Zeit.20090803_linda20_004

Zurück in Kiel gab es das Geburtstagsessen in den spärlichen Resten der vormals größten Kornmühle Deutschlands. Zumindest der Harzer Käse im ‚Käse-Arrangement und das ‚Ketchup-oder-Mayo-Angebot‘ zum XXL-Schnitzel stehen dem ersten Stern der Alte Mühle noch im Weg.

Beim schwindendem Tageslicht staunten wir am Schwentineufer verdaunungswandelnd über die Wandlung der Kieler Fachhochschule, die boomt, seit sie gen Osten zog.

23.07.09
Promi-Krise

Es wird knapp mit Promis in der Nachbarschaft! Nachdem Weltklassehandballer Vid Kavticnik das Weite suchte (und nur bis Montpellier kam), haben wir nach dem Amoklauf von HPC wohl auch keinen Staatssekretär mehr in der Nachbarschaft.

30.06.09
Kackende Tauben

Doofe Tauben sitzen bräsig auf unserer Felsenbirne, fressen die Beeren und kacken dabei unaufhörlich blaue Fladen auf unseren Kies. Kämen doch die Nackschnecken und fräßen die Kacke, dann könnt‘ ich anfangen, sie zu mögen.

27.06.09
Versprechen-Versprecher

Finanzminister Per Steinbrück  sprach am 24.6.09  im ZDF Heutejournal  um ca. 21:50 Uhr von … Steuerversenkungsversprechen … 🙂

Der Link zu Panne

26.06.09
Spiegel-BILD

Spiegel-Online titelt heute:

MATHEMATISCHES GESETZ VERLETZT

Zahlenforscher findet Hinweise auf Wahlmanipulation in Iran

Sagenhaft! Erst knüppeln sie Demonstranten nieder, dann verletzen sie auch noch die Gesetze der Mathematik. Diesen Iranern ist wohl nichts heilig (äh, was uns heilig ist).

Dabei ist es der Persische Mathematiker Muhammad ibn Musa, Abu Dscha’far al-Chwarizmi, dem die Mathematik die Begriffe ‚Algebra‘ und ‚Algorithmus‘ verdankt und der unserem Zahlensystem die NULL beschehrte.

‚Zero Points‘ gibt es für Spiegel-Online, diese Schlagzeile hat BILD-Qualität.

17.06.09
Neue Bildergalerien

Ich habe mal wieder ein neues Layout für die Bildergalerien entdeckt. Frühling am Bodensee und Garten 2009 sind schon umgestellt. Es heißt Autoviewer funktioniert mit JAlbum. Es verzichtet auf Schnickschnack, die Bildgröße passt sich an das Browserfenster an und es gibt eine Diashow. Das Einzige was evtl. fehlt, ist eine Indexseite, um direkt an einzelne Bilder zu kommen. Das kann allerdings SimpleViewer, dem fehlt dann allerdings die Diashow.

11.06.09
Endlich

Wie befürchtet, war „Endlich Regen!“  eine Formulierung, die die der Wettergott mal wieder falsch verstand: „Endlich“ sollte ausdrücken, dass der Regen nicht unendlich andauern möge. Ein Paradies für Schnecken! Schlagartig schmecken die Erdbeeren sauer. Die Blütenblätter der Rosen verteilen sich im ganzen Garten. Hoffnung: laut Wetterorakel gibt es am Sonntag „endlich wieder Sonne“!

07.06.09
Rosenmonat

Nun sind die Rosen da und (endlich ?) etwas Regen und gute Abiturnoten auch. Der Sommer fängt ja gut an. Der THW hat auch die Meisterfeier überstanden und Nachbar Kavticnik zieht mit Freund Niko nach Montpellier. Wer nicht will, der hat schon und wenn es eine Tochter wird, nennen sie sie Mirjana :-).

01.06.09
Kunst auf dem Lande und Speisen der Saison

Bei Skulpturen-In-Bissee wird das ganze Dorf zur Kunstausstellung. Eine nette Idee, Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Skulpturen in ländelicher Umgebung zu präsentieren. Manchmal war der Übergang von  Kunstwerk zu landwirtschaftlichem Gerät fließend… vermutlich gewollt.

Für Kunstfreunde UND -banausen gab es im ortsansässigen Antikhof fein lecker Essen, z.B. Schafmilch-Mozzarella in der Lavendelhonigkruste und Husumer Salzwiesenlammfilets vom Grill, dazu Rhabarber-Chutney, Frühlingssalat und Röst-Ciabatta oder Bruschetta nach Holsteiner Art: Röst-Ciabatta mit zweierlei Pesto, Zucchini- und Tomatenwürfeln, frisch gehobeltem Parmesan und Basilikum-Frischkäse. Auch die Speisekarte also ein Kunstwrk, aber das Essen nicht minder.

Beim Nachhauseradeln sollte es im Kieler Drahtenhof noch Erdbeerkuchen geben, doch welch Ansinnen am Pfingstmontag!  „Erdbeerkuchen haben wird nicht, es gibt noch Pflaume-Walnuß oder Bratapfel“, erfuhren wir. Naja vielleicht klappt es dann ja in der Adventszeit mit dem Erdbeerkuchen.

23.05.09
Wilde Bienen

Heute am Schloss Gottorf in Schleswig. Wir waren wg. Niki de St.Phalles Nanas dort.

Bei einem Spaziergang im Schloßpark sahen wir, wie sich an einer Linde ein wildes Bienenvolk zu einer großen Traube sammelte, die innerhalb kurzer Zeit beträchtlich anwuchs.

Ungefähr eine Stunde später kamen wir an derselben Stelle vorbei: keine Biene mehr zu sehen!

20.05.09
Heckenschnitt

Es ist spannend, zu sehen, wie sich der Garten nach dem Umbau etnwickelt. Der Rasenmäher ist verschenkt, dafür müssen wir uns nun um Heckenschnitt kümmern. Trapezförmig,  bis Joahnni,…. die Welt ist voller Tipps. Die erste Frisur unserer Buchenhecke fällt zaghaft aus, jeder einzelne Schnitt gut überlegt. Naja, dabei wird es nicht bleiben.

Erdbeeren haben wir schon vor ein paar Wochen gesetzt und nun kamen Zucchini, Rukola, Gurke und Tomaten hinzu. Seit gestern gärt auch wieder die Brennesseljauche vor sich hin.

17.05.09
Rezeptur Brennesseljauche


Im letzten Jahr hat das Düngen mit Brennnesseljauche gut geklappt, aber wie ging das noch…..→ weiterlesen

24.04.09
Nun doch Frühling, und wie!

Der Frühling lässt lange auf sich warten, als es dann wärmer wird schafft eine Lupine den Druchbruch

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27.11.08
Warum heißt ein Konversationslexikon Konversationslexikon?

Wikipedia sagt:

“ Die ursprüngliche Zielsetzung bestand darin, dem Leser das für die Konversation im Salon notwendige Wissen zu vermitteln. Im 20. Jahrhundert wurden die bestehenden Konversationslexika in Folge der abnehmenden Bedeutung der Konversation zu Enzyklopädien umgewandelt. “

Dem mag man hinzuzufügen, dass die weiter abnehmende Bedeutung der Konversation dann wohl die Wandlung von Enzyklopädien zu Wikipedien bewirken wird. 🙂

25.11.08
Helmut Heißenbüttel: Meditation über das Lesen

Quelle (Schreibheft. Zeitschrift für Literatur, Heft 67)

„Lesen“, so heißt es in dem 1955 herausgegebenen siebenten Band des Neuen Brockhaus: „ist Sinndeutung geschriebener oder gedruckter Zeichen oder Zeichengruppen; es zu lehren ist Aufgabe des Leseunterrichts.“

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15.11.08
Oscar Wilde

  • Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
  • Günstige Winde kann nur der nutzen, der weiss, wohin er will.
  • Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde im Pariser „Hotel d’ Alsace“.  Sein angeblicher Kommentar: „Ich sterbe über meine Verhältnisse.“ bzw. seine letzten Worte: „Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich.“

03.11.08
Weinlese!

2008er Jardin de Wilmersdorf

Reichlich spät haben wir am Wochenende die 2008er Ernte des Jardin de Wilmersdorf eingefahren und zu Saft verarbeitet. Die Trauben wachsen an einem schattenspendenden Weinstock über unserer Sitzecke. Der 2008er,  dessen Ertrag wie immer das Ergebnis konsequenten Nichtstuns ist,  schmeckt durchaus gut: etwas herb, aber garnicht sauer.

Wie immer reichten die angesammelten leeren Flaschen nicht, so wurden alle Nachbarn um Leergut angegangen. Darum wissen wir jetzt auch genau, was man in der Nachbarschaft so trinkt :-).  Am Ende reichte es dann für 24 Flaschen: Rekord trotz mäßigen Sommers.

28.09.08
Tautropfen

Jetzt ist Herbst im Garten. Die Kapuzinerkressepflanzen, die ins Beet gepflanzt wurden, hat riesige Blätter und wenige Blüten. Die Pflanzen, die in den Töpfen sind, haben wenige, kleine Blätter dafür immer noch viele tolle Blüten. In den großen Blätten sammelt sich morgens der Tau zu grossen Tropfen, die im Blatt herumrollen, wie auf einer heißen Herdplatte.

02.08.08
Frosch I

Manche haben einen Vogel, wie haben einen Frosch. Er ist grün und er ist schnell. Zunächst nahm man ihn nur wahr, weil es platschte, wenn man die Terrasse betrat. Mit der Zeit gewöhnte sich der Frosch an uns. Er hat Lieblingsplätze und die verlässt er auch nicht, wenn wir uns nähern.  So zum Beispiel auf einer etwas stacheligen Polsterstaude, mit einer kahle stelle in der Mitte. Genau diese Stelle ist sein Platz (piekt nicht). Manchmal ist er aber auch, wie vom Teich verschluckt.

Abends jagt er Insekten und entwickelt dabei eine höllische Geschwindigkeit, besonders beeindruckend sind seine rasanten 180°-Drehungen.

Dann hatte Frosch I auch noch Besuch. Ob Damen- oder Herrenbesuch wissen wir nicht genau. Auf jeden Fall war der Gast oder die Gästin nach einer Woche wieder
verschwunden. Wohin? Keine Ahnung… [klick…]

01.08.08
Brennnesseljauche

Levkojen
Levkojen

Brennnesseljauche
Brennnesseljauche

Eigentlich wollte ich über die teilweise widersprüchliche im Internet zu findende Tippvielfalt zum Thema Brennnesseljauche berichten, doch im Wilden Gartenblog steht eigentlich schon alles Wesentliche. Bei der Fülle an Fachwissen frage ich mich verzagt, wie jene, die das Gärtnern erfanden und damit ganze Familien ernährten, es ohne Internet und Gartenblogs überhaupt schafften, ihrer kargen Krume etwas Eßbares abzuringen.

Früchtchen von Kathi
Früchtchen von Kathi

Die Nesseln für meine Anfänger-Jauche wurde jedenfalls weder bei Mondlicht geertnet noch 3 Wochen lang vergoren und sie zerstörte trotz unverdünnter Verabreichung auch nicht das Wurzelwerk meiner Tomatenpflanzen (vllt. gerade deshalb?). Statt dessen trieb sie die Pflänzchen zu gewaltiger Größe. Die längste von ihnen taufte ich auf den Namen Kathi. Die Pflanze überragt mich handbreit und trägt 27 Früchtchen.

Sonst noch?
Bis Samstag war Luxusurlaub in Norwegen: 4000 km im Land mit dem zweithöchsten Dieselpreis in Europa.Bilder dazu hier.

Heute stand Einkaufen auf Kiels Shopping-Boulevard Holtenauer-Straße auf dem Programm. In einem Schnickschnack-Laden entdeckten wir die amüsanten Bilder von Frank Kuhnert. Danach bestens gegessen im N.i.L.