Rezeptur Brennesseljauche


Im letzten Jahr hat das Düngen mit Brennnesseljauche gut geklappt, aber wie ging das noch…..

Zitat: www.bio-gaertner.de

Brennesseln: 1.000 g/150 g/10 l Wasser, 1 : 10 – 20. Jauche und Kaltwasserauszug aus der ganzen oberirdischen Pflanze. Es werden die kleine und die große Brennessel verwendet, die kleine gilt als die aggressivere. Ernte bis kurz vor der Blüte und bei voller Sonne ernten, am besten im Mai, sie sollten möglichst einen vollsonnigen Standort haben. Nach dem Schnitt etwa 8 Stunden anwelken lassen, erst dann mit Wasser übergießen. –  Die Jauche wird verwendet zur Wachstumsförderung und Stärkung, z.B. bei allen Gemüsepflanzen (besonders Gurken, Kohl, Porree, Tomaten und Zucchini, jedoch nicht für Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln), Obst und Blumen. Als Nachblütenspritzung günstig für den Fruchtansatz bei Obstbäumen. Sie steigert bei Beerenpflanzen Ertrag und Inhaltsstoffe, der Geruch wirkt abwehrend auf Läuse und Spinnmilben. Topfpflanzen erhalten bei Welken ein Wurzelbad. Bei Setzlingen und Blattchlorose 1 : 20 anwenden, bei Chlorose vor Knospenaufbruch auf die Triebe spritzen. Ebenso Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen alle zwei Wochen in dieser Verdünnung düngen. Unverdünnt dem Kompost beigegeben fördert sie den Rotteprozess.

Der Kaltwasserauszug (12 Stdn. stehen lassen, höchstens 36 Stunden) kann gegen Blattläuse eingesetzt werden, die Spritzung muss dreimal hintereinander erfolgen an drei Tagen. 1 l Jauche + 0,5 l Schachtelhalmbrühe 1 : 50 stärkt die Pflanzen und tötet Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen. Ein Gemisch mit Zwiebelbrühe hilft gegen Pilzbefall der Erdbeeren. Spinnmilben im Frühjahr vor Blatt- und Blütenbildung spritzen. Die Brennessel enthält viel Eisen und andere Mineralstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Vitamine A + C, Phosphor, Kalium, Stickstoff (davon 40% Ammoniumstickstoff, der schnell pflanzenverfügbar ist) und vor allem Kieselsäure, die die Zellwände stärkt und damit die Abwehrkräfte. In den Brennhaaren sind Amine enthalten. Sie fördern die Grünbildung der Blätter. In Mischkultur mit Pfefferminze oder Tomaten. Blattgemüse reagiert im Frühjahr mit sichtbarem Erfolg auf Spritzung mit stark verdünnter Jauche.

Kohl nicht zu oft gießen, die Jauche zieht die Kohlweißlinge an.

Sammlung ganzjährig (Achtung Samen !, vor Gebrauch durch feines Sieb gießen), junge Pflanzen sind jedoch vorzuziehen. Die Verfügbarkeit von Stickstoff in organisch gedüngten Böden ist im Frühjahr gering, wenn der Boden noch feucht und kalt ist. Außerdem spielt der pH-Wert des Bodens dafür eine große Rolle. Es können dann bei starken Stickstoffzehrern (Kohl) Mangelerscheinungen auftreten, da die Bodenaktivität nicht ausreicht, den organischen Stickstoffdünger zu mineralisieren. In solchen Fällen entweder stark verdünnte Brennesseljauche spritzen oder mit einem Mineraldünger düngen. Brennessel- und Beinwelljauche, bzw. Brennessel- und Schachtelhalmbrühe werden oft gemeinsam angewandt, sie ergänzen sich in ihren Wirkstoffen. Bei Mischkultur Kohl/Salat kann es bei Jauchedüngung zur Salatfäule kommen. Bei Pfefferminze oder anderen Doldenblüten erreicht man wesentlich mehr ätherische Stoffe, wenn eine Brennessel daneben wächst. – Gegen das Hautbrennen hilft zerquetschter Spitzwegerich.

Keimlinge, Jungpflanzen: 1 : 20.

Gemüse, Blumen, gelegentliche Düngung oder regelmäßige Düngung von Starkzehrern. 1 : 10.

Gemüse, Blumen, Obst bei regelmäßiger zweiwöchentlicher Anwendung und trockenem Boden, außerdem Mittelzehrer 1 : 20. Bei Blumen aufhören, sobald die ersten Blütenknospen angesetzt werden.

Gemüse, Obst, Blumen bei wöchentlicher Düngung 1 : 40.

Auf die Blätter als Blattdüngung gesprüht (nur bei bedecktem Himmel)1 : 50.