Bomarzo und Villa Lante

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Von Bolsena aus Tagesausflug zum Parco dei Mostri und zur Villa Lante bei Viterbo. Wie Niki de Saint Phalle im Giardino dei Tarochi haben auch hier Menschen ihren Gartentraum realisiert.

In Bomarzo ließ Vicino Orsini – angeblich aus Freude über seine große Liebe – einen Park gestalten, wobei er Felsbrocken zu Figuren der römischen Mythologie formen ließ. Herkules im Kampf mit Cacus, Orkus der meschenfressende Höllenschlund… es gibt klarerer Liebesbeweise.

Auf jeden Fall ein sehenswertes Reiseziel, einmalig in seiner Art, wie uns mitgeteilt wurde. Mit uns waren nur sehr wenige Besucher dort, ein größerer Zulauf wären den offenbar privaten Betreibern zu wünschen, denn an einigen Skulpturen hat der Zahn der Zeit schon kräftig genagt und eine Restaurierung wäre dringend geboten.

Marketing ist nicht unbedingt eine Sache der Südtoskaner. Wie schon beim Giardino dei Tarocchi fehlten Reklame und Hinweistafeln an den Zubringerstraßen. Nur wer diese Parks ohnehin besuchen will, findet sie auch.

Daher hier noch ein paar Links:

Eine gänzlich andere Anlage ist der Renaissance-Garten der Villa Lante in Bagniaia. Hier hat Kardinal Giovanni Francesco Gambara zwei Kasinos und einen Wassergarten anlegen lassen, der zu den 10 schönsten Gärten Italiens zählt. Ausgehend von einer Felsenquelle fliest das Wasser über mehrere Terassen, Rinnen und Brunnen talwärts und mündet in einem zentralen Springbrunnen mit vier Mohren.

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Villa Lante (das Wasser) und Parco dei Mostri (die Fantasiefiguren) erinnern jedes auf seine Weise an den Park Wilhelmnshöhe in Kassel.

Unser persönlicher Höhepunkt war das kleine Restaurant im Jagdschlösschen im Park nebenan, wo uns der Wirt für 6 € gigantische Bruschettas zubereitete, obwohl die Küche (um 16:00) noch geschlossen hatte.

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