Tirol, deutsch

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Am gestrigen Sonntag fuhren wir vom Comer See nach Meran.¬† Wir w√§hlten die Strecke √ľber Sondrio und den Tonalepa√ü, f√ľr das Stilftser Joch war das Wetter zu schlecht.
Oben auf dem Tonalepaß schneite es leicht, die Hänge waren weiß vom Neuschnee, ein Lift war in Betrieb, ein paar Leute kamen vom Snowboarden.
Auf kurvenreichen Stra√üen und √ľber mehrere kleine P√§sse kamen wir nach Meran. Nach der erfolgreichen Durchquerung der Stadt – Sonntag nachmittag ist eine gute Zeit daf√ľr in diesem Kurort, der die Umgehungsstrasse erst noch erfinden muss – erreichten wir das Passeier Tal und kurz sp√§ter unser Ziel, den Passeier Camping in Saltaus.

Auf F’s italienische Begr√ľ√üung antwortete der Platzchef etwas pikiert: ‚ÄúWir k√∂nnen auch italienisch reden‚Äú. Au ha! Im Passeier Tal, dem Geburstort ihres Freiheitsk√§mpfers Andreas Hofer nehmen es die S√ľdtiroler wohl besonders Ernst mit dem Deutschtum.

Trotz sch√∂ner, ruhiger Lage hat der Platz einen gravierenden Nachteil: kein Ort, keine Wirtschaft, kein Laden. Nur ‚Äěgehobene‚Äú Gastronomie plus Golf, Reiten, Wellness…

Mit dem Rad fuhren wir ins 7 km entfernte St.Martin. Im dortigen Martinerhof gab’s gutes Bier und Pizza. Guter Wein und Speckn√∂del w√§re mir zwar lieber gewesen, aber das scheint es hier gar nicht so h√§ufig zu geben. Daf√ľr hing im Keller eine gewaltige Fahne mit Eisernem Kreuz und Stahlhelm, sowie der Aufschrift ‚ÄúFrontk√§mpferverband‚Äú. Nochmal: Au ha!