Hirzer zu Fuß


Blauer Himmel und kein Wind, besser hätten wir es für unseren Wandertag nicht treffen können. Direkt über unserem Platz verläuft die Gondelbahn auf den Hirzer, was liegt näher, als dieses Angebot zu nutzen. Eingefercht in die enge Gondel werden wir in zwei Etappen um ca. 1500 Höhenmeter auf knapp 2000 m gehievt. Oben ist es noch recht frisch aber sonnig und wir haben eine grandiose Aussicht auf Meran, den Vintschgau und die zugehörigen Berge vom Ortler bis zum Timmelsjoch.

Wir widerstehen der Empfehlung des Reiseführers gleich in die Bergstation einzukehren und wählen den Almenweg, der uns über Videgg zur Mittelstation bringen soll. Der Weg ist einfach zu gehen und überrascht neben der grandiosen Aussicht mit tausenden von Enzianen in voller Blüte. Spannend wird es, als der Weg zunächst zum Klettersteig wird („teilweise ausgesetzt“), und dann völlig verschwindet, weil er durch einen Erdrutsch verschüttet wurde oder auch mit ins Tal rutschte. Vorsichtig und teilweise auf allen Fünfen tasten wir uns vor und bewältigen die kritische Stelle heldenhaft und ohne Zwischenfälle.

In einer Bergwirtschaft bei Videgg gibt es zur Belohnung Strudel, Rotwein und Knödelsuppe und dann geht es weiter – teilweise etwas langweilig die Straße entlang – bis zu Mittelstation der Hirzerbahn.

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An die Rückkehr zum Campingplatz schließt sich eine sportliche Einkaufstour an: es geht mit dem Rad den Passerweg aufwärts nach St.Martin. Dort wechseln Knödel, Kaiserspeck (mhhh, von Metzger Hofer aus Moos) und Rotwein den Besitzer. Zurück am Campingplatz werden diese Köstlichkeiten Zutaten unseres Abendmahls. Alles muss man selber machen! Die fehlende Gastronomie ist und bleibt das Manko dieses Platzes.

Morgen fahren wir nach Deutschland, allerdings nicht ohne uns vorher mit dem ‚Nötigsten‘ einzudecken.