CĂŽte Granit Rose đŸš™đŸ‡«đŸ‡·đŸ“·

Wir wollen die Île de BrĂ©hat besuchen, die fĂŒr ihre Schönheit und den Blumenreichtum ihrer GĂ€rten gerĂŒhmt wird. Insbesondere Rhododendren sollen dort ĂŒppig vorkommen.  Wir fahren nach Ploubezlanec und finden den Campingplatz Panorama de Rohou. Damit der schönen Blick auf das Inselarchipel nicht versperrt wird, dirigiert die Cheffin große Wohnmobile an den Rand, damit sie die Aussicht nicht versperren, die erste Reihe bleibt Zelten vorbehalten.

Unser berĂŒhmter „erster kleiner Gang“ fĂŒhrt uns zunĂ€chst zum einem Aussichtspunkt, von dem man die ganze Inselwelt ĂŒberblicken kann. Es sind unzĂ€hlige Eilande und Felsen, dazwischen Sand und Wasser in allen Schattierungen zwischen grĂŒn und blau. Wir steigen ab zum FĂ€hranleger und erkundigen uns ĂŒber die Abfahrtzeiten. Dann wandern wir etwas am Ufer entlang. Immense Abstellmöglichkeiten fĂŒr Wohnmobile und PKWs deuten an, was hier in der Hochsaison fĂŒr ein Betrieb ist.

Am nĂ€chsten Tag brechen wir frĂŒh auf, um die FĂ€hre zu erreichen. Der Anleger ist eine lange Mauer die im Zickzack ins Wasser fĂŒhrt. So findet das Boot bei jedem Wasserstand einen Anlegeplatz. Zahlreiche FahrgĂ€ste mit UrlaubsgepĂ€ck besteigen das Schiff. Darunter auch ein Gruppe von Gendarmen, die offenbar die lokale Polizeistation in der bevorstehenden Hauptsaison verstĂ€rken soll.

Es gibt eine SĂŒdinsel und eine Nordinsel. Sie sind mit einer BrĂŒcke verbunden, die aber nur bei Hochwasser  wirklich ĂŒber Wasser fĂŒhrt. Es gibt keine Autos, wer will kann ein Fahrrad leihen oder auf dem Schiff sein eigenes Rad mitnehmen. Wir es nicht gemacht, eine gute Entscheidung wie sich zeigen sollte: die Inselwege sind schmal und nur wenige können ĂŒberhaupt befahren werden.

Schnell verteilen sich die Neuankömmlinge im Ort, wir wĂ€hlen einen Weg  am Westrand der SĂŒdinsel. Es gibt tolle Buchten und Ausblicke, auch reichlich GĂ€rten und Blumen. Aber wir haben nicht den Eindruck, dass sich das wesentlich vom Festland unterscheidet. Insbesondere die angepriesenen Rhododendronhecken, haben wir am Festland ĂŒppiger erlebt. Hier hat das Tourismusmarketing wohl etwas ĂŒbertrieben. Dennoch ist BrĂ©hat auf jeden Fall ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Wir kommen zur Nordinsel gehen an der westlichen KĂŒste in Richtung Leuchtturm. Der Weg ist nicht immer einfach: mal fĂŒhrt er direkt am Stand ĂŒber große Steine, malÂ ĂŒber FlĂ€chen, die dicht mit mannshohem Farn bewachsen sind. Wir feiern erneut, dass wir die RĂ€der nicht mitgenommen haben.

Am Leuchtturm treffen dann alle Wegen zusammen und es ist entsprechend voll. Hier sehen wir nun auch erstmalig den rosa Granit, der der ganzen Region hier den Namen gibt: Cote Granit Rose.

Wir picknicken bei toller Aussicht auf die Inselwelt etwas abseits des Leuchtturms, beÀugt von hungrigen Möwen, die auf eine Gelegenheit warten, uns etwas Nahrung zu stibizen.

Auf dem Weg zur SĂŒdinsel sehen wir das Cafe ‚Le paradis rose‘. Da es direkt am bevölkerten Hauptweg liegt, machen wir uns keine große Hoffnung, werden aber positiv ĂŒberrascht: das ‚Paradis Rose‘ ist ein idyllischer Garten mit ĂŒppiger Vegetation. In einer Gartenlaube holt man sich zu fairen Preisen GetrĂ€nke, Kuchen oder Galettes und sucht sich einen Platz auf einer der ĂŒberall verstreuten  kleinen Sitzgruppen.  Keine Spur von Massenbetrieb, Nepp oder Hektik.

Wir fahren weiter nach Plougrescant. Der Camping ‚Le Varlen‘ ist schattig, unruhig, bietet keine Aussicht und hat rustikale SanitĂ€ranlagen. Kein Höhepunkt also aber alternativlos und zweckmĂ€ĂŸig, da er unmittelbar in der NĂ€he der spektakulĂ€ren FelskĂŒste liegt.

Wir besuchen die beeindruckenden KĂŒstenabschnitte bei ‚La Point ChĂąteau‘ und ‚Le Gouffre‘. Strammer Wind sorgt fĂŒr wildes Meer, die Sonne scheint.  Das ‚Maison-Entre-Roches‘ ist ein zwischen zwei Felsen eingeklemmtes Haus. Es soll eines der am hĂ€ufigsten fotografierten Motive der Bretagne sein, da wollen wir nicht nachstehen und reihen uns in die zahlreichen Besucher und Fotografen ein.

Am nĂ€chsten Tag ist Nationalfeiertag. In der Morgensonne geht es noch einmal mit dem Rad zu den Felsen, um weitere Fotos zu machen. Anschließend ist faulenzen angesagt. Jedenfalls fĂŒr uns: die Tour de France fĂ€hrt auf den Mt. Ventoux.

Dann fahren wir weiter nach TrĂ©levern. Der Camping ECM Port l_Epine ist unter hollĂ€ndischer Regie, also alles pikobello: schön gelegen, Blick aufs Meer, große StellplĂ€tze, teuer, WLAN kostenpflichtig. Wir haben  Croquilles St.Jaques gekauft doch fĂŒr das Rezept fehlen Champignons. Die bekommen wir in  Louannec, aber die Radtour dorthin ist schweißtreibend: immer am Meer entlang, Klippe rauf, Klippe runter…. Das Wetter ist wie immer: prĂ€chtige Sonne, Wind eher kĂŒhl. Am nĂ€chsten Tag wandern wir durchs Watt und gucken den Fischen beim schwimmen zu.

Unser nĂ€chstes Ziel ist Perros-Guirec, ein Hauptort der Cote Granit Rose. Der Campingplatz Domaine de Trestraou ist erstaunlich leer und liegt in unmittelbarer NĂ€he zum Hauptstrand. Dort ist es recht lebhaft, zum EInkaufen mĂŒssen wir wieder steile Berge hinauf fahren.

Auf dem Zöllnerpfad wandern nach Ploumanac’h und zurĂŒck. Hier hĂ€ufen sich nun die bizarren Felsformationen. Der Weg ist stark frequentiert, kein Wunder, wir die Wanderung doch als Highlight herausgestellt. Der Weg ist anstrengend, denn es ist sehr heiß. In Ploumanac’h picknicken wir mit Blick auf das Schloss CostaĂ©rĂšs, welches Dieter Hallervorden gehören soll. Abends fahre ich noch einmal mit dem Rad nach  Ploumanac’h um Bilder im Abendlicht zu machen.

Am nĂ€chsten wandern wir ĂŒber die ‹Presqu’üle Renote bei TrĂ©gastel. Auch hier spektakulĂ€re Felsformationen sowie tolle Ausblicke aufs Archipel des Sept-Isles und Diddis Schloß (PalĂŒm, PalĂŒm). Uns gefĂ€llt es hier noch besser als bei tagszuvor bei Plougrescant.

Wir suchen einen Platz und werden in TrĂ©beurden beim Camping Armor Loisir fĂŒndig. Es ist sehr heiß, der Platz nicht besonders toll, aber irgendwo muss man ja bleiben.