In Binic 🚙🇫🇷📷

Wir ändern die Fahrtrichtung unserer Reise und fahren nach Osten. Unser Ziel ist die Stadt Binic.

Wir sind jetzt mitten in der Hauptsaison. Doch wir bekommen für drei Tage einen Platz auf dem Camping Municipal Les Fauvettes. Die terrassierte Anlage bietet kaum Sichtschutz und ist ziemlich voll. Diese Nachteile werden aufgewogen durch die tolle Lage und die Nähe zu Ort und Meer.

Der Platz liegt hoch über Binic und bietet fantastische Ausblicke auf die weite Bucht, die bei Ebbe komplett trocken fällt. Ein Fußweg führt steil in den Ort hinab.

Bei unserer Ankunft ist es unerhört heiß, dennoch erkunden wir Binic und den Hafen. Der Hafen wird durch eine lange sieben Meter hohe Hafenmauer geschützt, an deren Ende ein kleines Leuchtfeuer steht. Bei Ebbe kann man die Mauer trockenen Fußes umrunden, den Badestrand erreicht man über einen Felstunnel.

Anderntags bestimmt der Wochenmarkt das Bild von Binic. Es gibt enorm viele Klamotten aber auch fantastische ‚Gallettes complet‘.

Auf dem Campingplatz gibt es recht interessantes Publikum: direkt neben uns ein extrem luxuriöses Wohnmobil mit zwei hochnäsigen Franzosen, daneben Großzelte mit einer betreuten Feriengruppe von ca. 30 Kindern. Gegenüber von uns zwei ältere Briten mit Zelt und Petroleumkocher.

Am dritten Tag schaffen wir es endlich, das Watt zu erkunden. Die weit trockenfallende Bucht ist jeden Tag ein Hingucker. Der Weg von der Küste ist ewig weit, im Wasser jeder Menge Leben.

Am Abend ist ‚Saturday Night Fever‘ in Binic. Wir treffen die Briten und gehen mit ihnen dorthin. Sie erzählen, dass sie in England ein Stück Wald haben, wo sie oft in einer Holzhütte leben. Ohne fließendes Wasser mit einer selbst gebauten Biotoilette.