Besslerrad

Der deutsche Erfinder Johann Ernst Elias Bessler (1680-1745) machte unter dem Pseudonym Orffyreus Karriere und stellte im Jahr 1715 der Öffentlichkeit ein anscheinend gut funktionierendes Perpetuum Mobile vor.

Landgraf Karl von Hessen-Kassel bot Bessler an, ihn in seinem Schloss aufzunehmen und fĂŒr sĂ€mtliche Lebenshaltungskosten aufzukommen. Im Gegenzug sollte der Erfinder den technikinteressierten Landgrafen in die Geheimnisses seines „Besslerrades“ einweihen.

In einem Zimmer des Jagdschlosses Weißenstein (jetzt Schloß Wilhelmshöhe) wurde ein mit Leinenstoff bespanntes Rad aufgebaut und in Gang gesetzt. Das Zimmer wurde versiegelt und nach 40 Tagen wieder geöffnet: das Rad drehte sich unvermindert mit 25 Umdrehungen pro Minute.

Das erregte Aufsehen: Zar Peter der Große und auch die Londoner Royal Academy wollten das Besslerrad zu kaufen. Warum der Verkauf scheiterte,  wie der Schwindel aufflog und weitere Details findet man in den Quellen:

RegioWiki 

Wikipedia

Funfact: Der hollĂ€ndische Mathematiker, Physiker und Astronom Willem Jacob ’s Gravesande, der das Besslerrad wissenschaftlich begutachte, war Zeit seines Lebens Professor in Leiden.