Mit dem Rad zu Monet đŸŒžđŸ‡«đŸ‡·

Paris. Die Idee unseres Parisaufenthalts ist, mit dem Fahrrad zwei bedeutende Museen zu besuchen, die direkt am Bois de Boulogne liegen, wo sich ja auch unser Campingplatz befindet.

Also fahren wir auf einem Sandweg entlang eines riesigen Sportfeldes zur ‚Fondation Louis Vuitton‘. Hier ist allein schon das GebĂ€ude sehenswert: es wurde vom amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry entworfen und erst vor fĂŒnf Jahren fertiggestellt. Es erinnert an eine riesige, glĂ€serne BlĂŒte deren ĂŒbereinander geschichteten BlĂ€tter von massiven Stahl- und HolztrĂ€gern gehalten werden.

Auf dem Dach gibt es Terrasen auf unterschiedlichen Niveaus, die Blicke auf Paris (inkl Eifelturm) ermöglichen. Das Museum beherbergt teilweise sehr moderne Kunst, zu der uns der Zugang fehlt, aber aktuell endete gerade eine große Sonderausstellung der englischen Courtauld-Sammlung, zu der zahlreiche weltberĂŒhmte Bilder gehören. Monet, Manet, Renoir, Gauguin, van Gogh sind reichlich vertreten. Ich habe noch nie so viele Bilder auf einem Haufen gesehen, von denen ich vorher schon einmal gehört hatte.

Die Courtauld Sammlung in der Fondation Louis Vuitton | ARTinWORDS

So viel Prominenz hat ihren Nachteile: am Eingang staut sich eine betrĂ€chtliche Schlange von Kunstfreunden. Bei NĂ€herkommen sehen wir, dass es die Schlange deren ist, die Karten im Internet gekauft hatten und uns schwant ĂŒbles. Wir erkundigen uns, ob es ĂŒberhaupt Ticket gibt und stellen uns in der deutlich kĂŒrzeren Schlage derer an, die noch kein Ticket haben. Es stellt sich heraus, dass die Ursache der Schlange nicht die Einlaßkontrolle ist, sondern der Sicherheitscheck, dem auch mein Taschenmesser im Rucksack nicht verborgen bleibt: Messer rausholen, Formular ausfĂŒllen, Messer abgeben… Der Ticketerwerb und der Einlass verlĂ€uft zĂŒgig.

Doch das dicke Ende kommt dann in der Ausstellung: man kann man es nicht wirklich genießen, denn es ist rammelvoll. Dreier und Vierrereihen vor den Bildern…. es ist der vorletzte Tag der spektakulĂ€ren Ausstellung.

In der stÀndigen Sammlung des Museums ist es deutlich entspannter und wie gesagt, das GebÀude selbst ist schon toll. Besonders gut gefÀllt uns eine Installation von Olafur Eliasson, der auch den Regenbogengang auf dem Aros Museum in Aarhus entworfen hat: eine Reihe von dreieckigen Stehlen aus gelb leuchtendem Glas und Spiegelelementen.

Das Museeumsticket ermöglicht auch den Besuch des angrenzenden Parc d‘Acclimation. Eine Park mit Restaurants, Kinderattraktionen etc. Da sind richtig viele Leute und vergnĂŒgen sich. Es gibt einen Stand mit Greifvögeln darunter ein Weißkopfseeadler. Dummerweise haben wir das Museum durch den falschen Ausgang verlassen und kommen nun nicht mehr in den Park. Wir gehen zurĂŒck zum Hauteingang und dĂŒrfen erneut ins Museum, allerdings nicht ohne erneute SicherheitsĂŒberprĂŒfung und erneuter Abgabe meines Taschenmessers.

Das zweite Museum auf unserer Liste (MusĂ©e Marmottan) ist im Kontext der vielen Topmuseen in Paris garnicht so bekannt. Dabei besitzt es die grĂ¶ĂŸte Sammlung von Bildern Claude Monets.

Mit den RĂ€dern durchqueren wir den Bois de Boulogne und verpassen leider kurz vor dem Ziel eine Abzweigung, wir irren herum und landen fast am Arc de Triomphe.

Endlich finden wir das Museum in einer Seitenstraße. Es befindet sich in einer Stadvilla und beherbergt auch komplett Zimmereinrichtungen seiner Vorbesitzter, sowie einige schöne Bilder von Berthe Morissot, der bedeutensten Malerin ihrer Zeit.

Die Monets hĂ€tten wir die fast nicht gefunden, weil sie in einem extra angelegten Kellergeschoß untergebracht sind und es keinen Hinweis darauf gibt. In einem runden Raum hĂ€ngen allein ĂŒber 10 der berĂŒhmten Seerosenbilder.
Leider war das berĂŒhmteste Bild, „L’Impression, Soleil levant [Impression, Sonnenaufgang] gerade an eine Ausstellung in Australien ausgeliehen. Es zeigt einen Sonnenuntergang in Le Havre, und gab der Stilrichtung ‚Impressionismus’ den Namen.

Eine PilgerstĂ€tte fĂŒr Monetfeeunde ist das Dorf Giverny in der Normandie. Dort lebte Monet und legte seinen Garten mit dem Seerosenteich an. Es soll eine Touristehhölle sein und wir denken Nacht dem heutigen Museumsbesuch, daß wir sie uns ersparen können.

Abends essen wir erneut im Platzrestaurant.