Pannentag 🌞🌫🌧🇫🇷🚙

Cateret. Es regnet, wie angekündigt. Trotzdem wollen wir noch einen Tag bleiben und das günstige Zeitfenster nutzen, um bei Ebbe zu Fuß nach Tahitou zu wandern. Doch daraus wird nichts. Im Touristenbüro erzählt man uns, dass die Wanderung die ganze Woche nicht möglich sei, da der starke Wind das Wasser nicht abfließen lassen würde.

Wir beschließen abzureisen. Wir wollen zur Nordspitze bei Cap La Hague und einen Garten besichtigen. Anschließend soll es an die Westküste der normannischen Halbinsel gehen.

Der Garten beim Maison Jaques Prevert erweist sich als hübsch aber recht klein, die Besichtigung des Wohnhauses schenken wir uns. Aber die gesamte Gegend hier gefällt uns sehr gut, es erinnert an England, Irland, Schottland. Enge Sträßchen, Hecken, Mauer und überall blüht es. Ausgerechnet in diese Gegen habe die Franzosen ihre Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll gebaut.

Es war die ganze Zeit schon recht diesig, doch je näher wir Cap La Hague kommen,  desto dichter wird der Nebel. Wir verfahren uns kurz uns stehen unvermittelt direkt vor der Wiederaufbereitungsanlage. Plötzlich überall Menschen, Straßen, Autos, Zäune… das ganze nur schemenhaft zu erkennen. Es ist gruselig und erinnert mich an Szenen aus Spielbergs Begegnung der dritten Art. Camp La Hague selbst hat wenig zu bieten, keine hohen Felsen, kein Leuchtturm zu sehen nur dicker Nebel.

Unser neuer Navi ist eine einzige Katastrofe. Die Bedienung ist unglaublich kompliziert, außerdem findet er unsere Reiseziele zu selten. Dann ist er auch noch kaputt gegangen, sodaß er nicht mehr am Armaturenbrett hält.

Mit derartigem Ärger beladen, fahren wir nach Barneville-Cateret. Der Wind, der nun von hinten kommt, nimmt ständig zu. Bevor wir auf einen Campingplatz gehen, wollen wir Einkäufe erledigen. Da kommt das nächste Mißgeschick: der einzige Supermarkt der Gegend ist von einer Strompanne betroffen und es geht gar nichts mehr. Also geht es doch zuerst zum Campingplatz. Doch die Lage und die Anmutung der ausgesuchten Plätze sind so negativ, dass wir nicht bleiben wollen.

Zum Glück entdecken wir noch einen Platz in einem Wohngebiet von Carteret. Dieser Platz gefällt uns gut, er ist nur 800m vom Ortzentrum entfernt, dort gibt es Geschäfte, Restaurants und einen Hafen.

In einem ersten Spaziergang gehen wir bis zum Fähranleger. Hier fährt üblicherweise die Föhre zur britischen Kanalinsel Jersey. Doch zur Zeit sind keine Abfahrten geplant, warum auch immer.

Mittlerweile ist der ohnehin schon starke Wind zu einem heftigen Sturm angewachsen. Trotz Sonnenschein und blauem Himmel bläst es enorm.

Wir essen im Restaurant zu Abend. Passend zum Tag ist die Bedienung wenig herzlich.