Meerblick mit Sandsturm 🇫🇷🌞🚶🏻‍♀️🚶🏻‍♀️💨

Carteret. Ich fahre früh zum Bäcker und zum ersten Mal gibt es Croissants Armandes. Am ehemaligen Bahnhof werden Marktstände aufgebaut, ich wittere die Chance, um den Supermarktbesuch herumzukommen.

Der Wind bläst mit unvermittelter Stärke, sechs Windstärken sollen es sein, in Böen bis zu 9 Bft. Nach dem Frühstück gehen wir zunächst über den Markt und kaufen beim Vietnamesen Boef Onion und Porc Caramel sowie bunte Tomaten.

Dann beginnen wir eine Wanderung um das Cap Cateret. Zunächst geht es steil nach oben, vorbei an immer tolleren Grundstücken mit entsprechenden Anwesen. An einem Aussichtspunkt blicken wir weit über das Meer die breiten Strände in tollen Farben. Die Strände goldgelb, das Meer in allen Schattierungen zwischen hellgrün und dunkelblau. Obenauf weiße Schaumkronen.

Abwirft erklimmen den Aussichtsfelsen Roche Biard und der Anblick wird noch spektakulärer. Winzig klein sehen die Fischerboote aus, für die es jetzt aber keinen Weg in den Hafen gibt, denn die Einfahrt liegt nahezu trocken. Der Wind ist so stark, dass man sich kaum auf den Beinen halten kann, fast wird mir die Kamera aus der Hand gerissen.

Am Cap Carteret dann das Gleiche: ein gigantisches Panorama mit breiten, menschenleeren Stränden und grün-blauem Meer. An der Ruine der Kirche Saint Germain vorbei gehen wir zum Strand. Unsere Hoffnung die Klippen würden Schutz vor dem ablandiges Wind bieten erweist sich als trügerisch. Zu den heftigen Sturmböen kommt jetzt noch der Sand hinzu, der mit dem Wind durch die Luft fliegt.

Wir finden eine geschützte Stelle und verzehren unser Lunchpaket, dann machen wir und auf den Weg durch die Dünen von Hattainville. Der Weg ist beschwerlich und schlecht zu finden. Es geht steil bergab, die Dünen sind bis zu 80 Meter hoch und das Unterholz ist stachelig. Am Ende werden wir erneut mit einer tollen Aussicht belohnt.

Der Rest des Weges ist unspektakulär, es geht auf einer wenig befahrenen Straße zurück zum Platz. Das vietnamesisch-französische Essen schmeckt deutlich nach Glutamat, das ist weniger schön, aber selber kochen hätten wir nach der Wanderung auch nicht gewollt.