Ohama Beach 🇫🇷🌞⛱

Vierville-sur-Mer. Heute soll es auch hier richtig heiss werden. Während Europa unter der Hitze leidet, hatten wir es bislang mit maximal 23°C doch recht angenehm. Heute soll es nun also auch hier 30° heiß werden, also nehmen wir und wenig vor. Wir radeln auf der Straße hinunter, zum Strand. Im Ort Vierville-sur-Mer kaufen wir in einem kleinen Laden ein. Der Ort wirkt wie ausgestorben. Ein für immer geschlossenes Geschäft, ein fast zerfallenes Hotel… vom Weltkriegstourismus bekommt Viervielle-Sur-Mer nicht viel ab.

Auf dem Weg zum Strand liegt der Abschnitt einer der Landungsbrücken, über die bei der Invasion die Unmengen von Fahrzeugen und Material an Land gebracht wurden. Zu der Zeit war Omaha Beach der größte Hafen Europas.

Als wir am Strand ankommen ist die Flut da, der Strand ist wesentlich stärker bevölkert als gestern Abend bei Ebbe. Aber richtig viel los ist trotzdem nicht. Wir radeln auf der Strandstraße nach Osten, der Strand ist riesig. Die Straße führt strikt geradeaus und ein Ende ist nicht nicht in Sicht.

Wenn wir geglaubt hatten, hier sei alles tischeben, so sehen wir uns getäuscht. Auf der rechten Seite der Strandstraße erhebt sich hinter einer Reihe teilweise prächtiger Villen ein beachtliches Kliff.

Der nächste Ort ist St-Laurent-Sur-Mer, auch hier gibt es große Mahnmale, Gedenkplaketten etc. Busladungen von Menschen werden ausgekippt und fotografieren alles, was ihnen vors Handy kommt.

Neben dem Kriegserinnerungstourismus findet aber an diesem tollen Strand wenig statt. Es gibt einige stattliche Villen mit riesigen Grundstücken. Jeder Villenbesitzer scheint einen Trecker und ein Boot zu besitzen. Den Trecker braucht er, um das Boot über den Strand zum Wasser zu bringen. Dann sehen wir noch zwei Pferdegespanne mit Sulki und eine Gruppe ‚Wasserwanderer‘. Es sieht nicht nur so aus als würden sie ein einer Schnur gezogen. Es ist auch so. Offenbar Sicherheitsvorkehrungen.

Die Straße führt noch eine Weile am Meer entlang und biegt dann ins Hinterland ab. Wir kehren um und verbringen den Rest des Tages damit, auf dem baumlosen Campingplatz Schatten und Kühle zu finden.