Im Hillerhouse🌞

Nach einer ungewöhnlich warmen Nacht, in der keiner gut schlafen konnte, frĂŒhstĂŒcken wir gemeinsam. Karin und Wolfgang packen ihr Klamotten und machen sich auf den Weg nach Kiel. Aus ihrer FĂ€hrfahrt ĂŒber die Elbe wird aber nichts, denn 2 1/2 Stunden Wartenzeit an der FĂ€hre wollten sie sich nicht antun, also wĂ€hlen sie den Weg ĂŒber Hamburg.

Linda teil freudig mit, daß ihre Promotion zur Verteidigung zugelassen ist.

In Bremerhaven ist es immer noch recht warm und wir haben keine rechte Lust zu Unternehmungen. Also entscheiden wir und fĂŒr einen Spaziergang durch den nahen SpeckenbĂŒttler Park.

In der Nachbarschaft entdecke ich an einem Haus den Namen ‚Schendel‘. Ich weiß, daß meine Mutter und ihre Schwester eine Bekannte dieses Namens in Bremerhaven hatten. Sie wohnte damals in einem Hochhaus im Zentrum. Ich war einmal dort und es war das erste Mal dass ich in einem derartig hohen Haus war.

Im Park entdecken wir einige Dinge, die neu fĂŒr uns sind: einen ‚Motorikpark‚, wo man ĂŒber gespannte Gummileinen steigen, unterschiedlich UntergrĂŒnde laufen und andere Übungen machen kann, diverse Spielmöglichkeiten, ein kleines Baumhaus mit Rutsche (Rutschen funktioniert bei mit nicht mehr), eine Kneippanlage, die „Allee der heilenden BĂ€ume“ und das Weidenschloss.

Letzteres ist ein aus Weiden geformter Raum, in dem auch Veranstaltungen stattfinden. ‚Rundsingen um die Feuerschale‘ hĂ€tte mich interessiert, aber leider passt der Termin nicht. Ihm Nachhinein (sprich ‚im Netz‘) lernen wir, dass es sich beim SpeckenbĂŒtteler Park um eine ‚Gesundheitspark‘ handelt. HĂ€tte das meine Mutter noch erlebt, die vor ca. 100 Jahren hier beim ATSB Sport getrieben hat.

Im Haus am See war in den letzten Jahren nicht viel los, „nur gelegentlich gab es Kaffe und Kuchen“, erzĂ€hlt man uns beim neu eröffneten Biergarten. Jetzt gibt es einen anderen Besitzer und der betreibt dort einen Biergarten, ein CafĂ© und ein Restaurant gleichzeitig. Es gibt LiegestĂŒhle, riesige Sitzkissen, reichlich Platz und einen schönen Blick auf den See. Wir besorgen uns GetrĂ€nke und machen es uns gemĂŒtlich. Auf dem See rudert ein PĂ€rchen, es weht eine frische Brise und nach und nach fĂŒllt sich der Biergarten. Seit Mai ist er wieder eröffnet, anfĂ€nglich lief es noch etwas zĂ€h, die Leute hatten Probleme mit dem Konzept. Aber mittlerweile lĂ€uft es gut, erfuhr ich.

Auf dem Heimweg gehen wir beim BĂ€cker vorbei und prĂŒfen, ob der Butterkuchen noch die gewohnte QualitĂ€t hat. Wir sind zufrieden und gehen ’nach Hause‘. Immer schön auf der richtigen Seite, die RĂŒge der Bremerhavener BĂŒrgerwehr wegen Radelns auf dem falschen Radweg habe ich nicht vergessen.

Dieser Text enthĂ€lt Spuren von unbeauftragter und unbezahlter Werbung fĂŒr ‚Haus am See‘ Bremerhaven und ‚Kraßmanns Backstube‘ Bremerhaven.