Rømø rundt🇩🇰🌦💨💦☀️

Es waren Sturm und Regenschauer angesagt und es gibt Sturm und Regenschauer. Mit bis zu 9 Bft. fegen die Böen schon in der Nacht über die Insel. Wir beschliessen, noch einen Tag zu bleiben und wollen trotz des Wetters einen Spaziergang am Watt in Richtung Havneby und zur Südspitze machen, denn es gibt auch immer wieder sonnige Abschnitte.

Der schönste Platz auf dem Campingareal ist ein Strandkorb mit Windschutz und Blick auf das Wattenmeer.

Die Inselponnies sind wetterfest. In stoischer Ruhe kehren sie dem Wind ihr Hinterteil entgegen und lassen die Regenböen über sich ergehen.

Kaum zu glauben, dass hier ein Sturm tobt. Aber in den Pausen ist es auch hin und wieder völlig ruhig.

Am Watt führt nur eine schmaler Pfad entlang. Machmal weiß man nicht oben es wirklich weitergeht. In Havneby angekommen, schaffen wir es gerade noch Unterschlupf in einer Wellblechhalle zu finden, bevor ein gewaltiger Regenschauer niedergeht. Zum Glück sieht man diese Schauer kommen und kann sich rechtzeitig einen Unterschlupf suchen.

Havneby ist der reizlose Hauptort der Insel. Am interessantesten ist der Hafen, dort gibt es ein paar Lokale. Darunter zwei interessante Fischrestaurants, die allerdings abends geschlossen haben. Ansonsten sieht man viele Fereienwohnungen, einige extravagant wie auf dem Bild zu sehen, die meisten eintönig und nicht sehr attraktiv.

Wir umrunden die Südspitze und bekommen die volle Wucht des Sturms zu spüren. Manchmal fällt es schwer, vorwärts zu kommen. Der Weg ist sehr schön und abwechslungsreich. Am Deich finde ich einige rosa Wiesenchampignons. Wir lesen, dass wegen Schießübungen der dänischen Armee der komplette Strand gesperrt ist. Zum Glück behindert das unser Vorhaben nicht. Wir verlassen die Küste und gehen auf dem Rimmevej bis zur Vraby Plantage und dort in Richtung Inselzentrum. Der 19m (!) hohe Stagebjerg Berg soll eine schöne Aussicht bieten, aber wir lassen ihn weg. Wir sind nun schon 12 km unterwegs, die meiste Zeit mit Wind von vorn.

Im Café der Inselbäckerei gönnen wir und Kaffee und ‚Gulerød Torte‘. Wir kaufen uns beim Købmand Tortellini. In der Küche des Campingplatzes bereiten wir unser Abendessen. Die Champignons brate ich zusammen mit einer ebenfalls gefundenen Birne. Es ist saukalt.