Zum Herzogstand🌤

Der Herzogstand ist einer der ersten Aussichtsberge denn man erklimmen kann, wenn man von München aus nach Süden fährt. Vom unserem Campingplatz am Kochelsee wandern wir die alte Kesselbachstraße zum Kesselbachpass hinauf. Man kann nicht glauben, das dieser Weg wirklich mal eine Straße war. Oben am Pass gibt es eine Bushaltestelle und wie gerufen kommt der Regiobus vorgefahren und nimmt uns (kostenlos wg. Gästekarte) mit zur Talstation der Herzogstandbahn. Das haben wir zwar nicht so geplant, aber es kommt uns sehr zupass, da der Weg hinunter zum Walchensee an der Strasse entlang führt und wenig attraktiv ist.

Da wir nun mal an der Seilbahn sind und die Sonne lacht, nutzen wir die Gelegenheit und lassen uns auf ca. 1500m hieven. Oben offenbart sich ein sagenhafter Blick hinunter zum Walchensee und dann über Walgau, Krün und Mittelwald bis zum Karwendel.

Das allein hat sich schon gelohnt. Wir gehen weiter zum Berggasthof und stärken uns. Es weht ein heftiger Wind, sodaß wir nicht traurig sind, dass alle Terassenplätze belegt sind und wir mit einem Platz in der Gaststube vorlieb nehmen müssen.

Nach der Stärkung machen wir uns auf den Abstieg. Wir haben einen Weg entdeckt, der direkt zu unserem Ausgangspunkt zurück führt. Es ist ein breiter Fahrweg, den früher der Kini genutzt hat, um sich auf seinen Lieblingsberg kutschieren zu lassen (mir fällt dazu die winterliche Schlittenszene aus Kir Royal ein).

Abstieg auf dem Reitweg des König Maximilians

Nach der Hälfte der Strecke öffnet sich der Blick ins Flachland und auf den Kochelsee. Das ist nicht weniger spektakulär wie der Blick und Karwendelgebirge.

Blick über den Kochelsee ins Blaue Land

So breit der Weg auch ist, er ist auch anstrengend, weil er teilweise steil bergab führt. Unsere untrainierten Muskeln melden sich schon jetzt und deuten an, was uns in den kommenden Tagen erwartet.

Letzter Blick auf den Waschensee

Irgendwann sind wir dann auch unten. Mit weichen Knien geht es unter die Dusche und mit der letzten Kraft – zum Glück ebenerdig – in den Grauen Bären.