Kochel am See und Franz Marc enttäuschen.☀️🚶🏼‍♂️🛥🎨

Heute wollen wir unsere angeschlagenen Beine schonen und machen einen Spaziergang, den man uns am Campingplatz empfiehlt: am See entlang nach Schlehdorf, dort evtl. einkehren, dann mit dem Boot nach Kochel, dort ins Franz Marc Museum und dann zu Fuß am See entlang zum Campingplatz zurück.

Wir wandeln den Vorschlag um, indem wir uns vornehmen in Kochel dringend notwendige Einkäufe zu erledigen und evtl. in Kochel oder gar wieder im geliebten Grauen Bären zu essen.

Der Weg ist bietet bald eine steinige Kraxelei, da die Felswand am Südwestufer der Kochelsee direkt ins Wasser stürzt und eigentlich kein Platz für einen Weg ist. Als wir diese Passage hinter uns haben sind wir in einer komplett anderen Landschaft. Flaches Farmland. Die Seegrundstücke hier gehören wohl mit zum feinsten. Die Häuser lassen den Schluß zu, dass es am Geld nicht mangelt.

Wir gehen durch sonnige Felder nach Schlehdorf und es ist richtig, wichtig warm. Der Ort Schlehdorf bietet wenig, die Klosterkirche wird renoviert, die Restaurants liegen an der Hauptstraße.

Wir gehen zum Bootsanleger, bzw. zu der Stelle, die als solche markiert ist, denn einen Steg gibt es nicht. Wir rätseln, wie das Anlanden wohl funktionieren wir und staunen nicht schlecht, als das Schiff bis zwei Meter an den Strand heranfährt und sich dann am Bug eine Klappe absenkt über die wir an Bord gehen können.

In netter Fahrt geht es quer über den See nach Kochel, die Ausblicke zum Südufer erinnern ehe an Schweden oder Kanada als an die Alpen.

In Kochel wartet wieder ein Berg auf uns, denn der Ort liegt deutlich höher als der See. Unsere Beine erinnern und schmerzvoll an den gestrigen Abstieg. Das Ortszentrum enttäusch uns völlig. Man nimmt es kaum als solches wahr, zwar gibt es zwei gewaltige bunt bemalte Gasthäuser, aber keine Geschäft, keine netten Sträußchen oder dergleichen. Mit Mühe finden wir einen Bioladen und einen Schlachter und machen uns auf den Weg zum Franz Marc Museum.

Natürlich wartet erneut ein Aufstieg auf uns. Das Franz Marc Museum ist in einem tollen Gebäude untergebracht umgeben von einem Skupturengarten. Für den Garten fehlt uns aber die Energie, wir sind genug gelatscht. Vielleicht fällt auch daher unser Urteil über das Museum eher zurückhaltend aus. Wir sind jedenfalls etwas enttäuscht von der gezeigten Auswahl der Gemälde. Wir haben uns mehr versprochen.

Vom Museum geht es zum Campingplatz, dann folgt der schon bekannte Ablauf: Dusche, Grauer Bär, Leichtathletik WM