Gruseliges von Künstlerwitwen🌞❄️

Ich lese weiter in der Münter-Kandinsky Biographie, schweife immer ab zu Querverweisen und komme von Hütchen auf Stöckchen. Die seitenlangen Briefpassagen, in denen beiden ihre Beziehung justieren, nerven etwas. Aber die Geschichten um die Künstler der Münchener Szene – zu der auch Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky und Franz Marc zählen, sind schon filmreif und reichen bis in die Mitte des Jahrhunderts. Auf so etwas, wie die Auseinandersetzung von Nina Kandinsky (2. Ehefrau und Witwe von Kandinsky) mit Lothar-Günter Buchheim („Das Boot“) muss man erst einmal kommen:

Buchheim gibt 1958 ein Buch „Der Blaue Reiter“ heraus, in welchem er über 60 Abbildungen von Kandinskys Werken verwendet. Die Erlaubnis der Stadt München als Eigentümer der Bilder hatte er (Kandinsky hatte die Bilder Gabriele Münter vermacht und diese hatte sie der Stadt München geschenkt). Auch Kandinskys Witwe Nina Kandinsky war zunächst einverstanden, doch als sie die Passagen liest, in denen beschrieben wird, wie Kandinsky Münter die Ehe verspricht, klagt sie gegen die Veröffentlichung des Buches (wegen Urheberrechtsverletzung) und gewinnt 1973 nach mehreren Instanzen (und 13 Jahren) vor dem Bundesgerichtshof. Sieben Jahre später wird Nina Kandinsky bei einem Raubüberfall in Gstaad (CH) getötet. Der Fall bleibt unaufgeklärt.

Gruselig, das ist doch was für einen Krimi! Heute ist Reformationstag, neuerdings ein Feiertag. Manche sagen auch Halloween dazu. Wir finden diese Bettelei doof und unterstützen sie nicht.

🤾🏻‍♂️Abends spielt der THW 🦓 und lehrt der MT Melsungen das Gruseln: mit 38:26 fällt die Abreibung allerdings um fünf Tore knapper aus als in der letzten Saison. 🤾🏻‍♂️